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Die späte Versöhnung der Computer-Genies

Sie galten als Erzrivalen: Microsoft-Gründer Bill Gates und Apple-Genius Steve Jobs. Doch in einem CBS-Interview gesteht Gates jetzt: Kurz vor Jobs' Tod versöhnten sich die erbitterten Konkurrenten.

Von Matthias Brügge

  Standen einander kurz vor Jobs' Tod näher, als viele vermuteten: Bill Gates (l.) und der 2011 verstorbene Steve Jobs.

Standen einander kurz vor Jobs' Tod näher, als viele vermuteten: Bill Gates (l.) und der 2011 verstorbene Steve Jobs.

  • Matthias Brügge

Beide wurden sie mit Computern, Software und Gagdets aller Art zum Milliardär, und doch konnte die Kluft zwischen Apple-Chef Steve Jobs und Microsoft-Gründer Bill Gates kaum größer sein. Sie galten als Erzrivalen. Jobs war die Tech-Ikone, unter seiner Führung erfand sein Apple-Konzern eine Vielzahl von Geräten mit höchstem Coolness-Faktor. Aber wie viele Fans haben Microsoft-Produkte oder etwa Bill Gates selbst?

Eineinhalb Jahre nach Jobs' Tod stellt sich heraus: Gates und Jobs hatten zuletzt ein viel engeres Verhältnis, als bekannt. Das gab der Microsoft-Mann in der CBS-Sendung "60 Minutes" preis. Die späte Versöhnung ist umso erstaunlicher, da Jobs Gates in seiner Ende 2011 erschienenen Biografie noch mit Häme überschüttet hatte. Darin zog der Apple-Mitgründer noch posthum heftig über den Rivalen her: "Bill ist im Grunde genommen fantasielos und hat nie etwas erfunden."

Bill Gates im CBS-Interview für "60 Minutes"

Gates spricht in der Sendung über seine oft ambivalente Beziehung zu Jobs und bekennt sich zu gemeinsamen Wurzeln: "Er und ich wuchsen in bestimmter Weise gemeinsam auf." Beide kamen mit einem Jahr Abstand auf die Welt, waren auf naive Weise Optimisten, bauten große Firmen auf, die meiste Zeit als Rivalen. Aber, so Gates: "Wir behielten stets einen gewissen Respekt, Kontakt zueinander. Das war auch in der Zeit, als er krank wurde, so. Ich ging zu ihm, wir verbrachten Zeit miteinander."

Und was waren die Themen? Gates zeigt einen erstaunlich engen Draht zu Jobs. Sie sprachen darüber, was sie gelernt hätten: "Über Familien, alles eigentlich". Zur Sprache kommen auch die verpassten Gelegenheiten während Gates' Zeit als Chef bei Microsoft, der Erfolg von Apples iPad. "Wir haben Tablets gebaut, viele Tablets, und das schon deutlich vor Apple. Aber sie haben die Puzzlestücke auf eine Art zusammengefügt, die Erfolg hatte." Dann will CBS-Moderator Charlie Rose wissen: "Was hatte Steve Jobs, was Sie sich gewünscht hätten?" Gates: "Oh, sein Gefühl für Design. Alles musste seinem Sinn für Ästhetik gehorchen. Die Tatsache, dass er mit seinem geringen Ingenieurs-Wissen… Das zeigt, dass Design dich auf den richtigen Weg führen kann. So kamen phänomenale Produkte heraus." Gates' beinahe bewunderndes Urteil über Jobs: "Er hatte ein intuitives Gefühl für Marketing."

Jobs' Umgang mit der Krankheit

Wie ging Jobs' mit seiner Krankheit um? Gates: "Jobs war nicht melancholisch nach dem Muster: 'Oh, das Schicksal hat mich aufs Kreuz gelegt', oder 'Wir haben keinen Fortschritt erzielt bei der Bildung oder der Technologie', sondern er schaute nach vorn. Er zeigte (mir) die neue Yacht, an der er arbeitete, und dass er sich freuen würde, darauf zu sein, obwohl wir beide wussten, dass er sie aller Wahrscheinlichkeit nach nie betreten würde. " Darauf Interviewer Rose: "Er wusste das und setzte den Bau dennoch fort?" Gates' Antwort: "Sicher!"

Das ganze CBS-Interview "60 Minutes" soll diese Woche im US-Fernsehen ausgestrahlt werden.

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