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Vier Monate nach dem Tod des Medienwissenschaftlers Robin Meyer-Lucht ist das von ihm gegründete Autoren-Blog «Carta» wieder online.
Das Team Investigative Recherche des stern berichtet ab sofort online über seine Arbeit. Und: Wer brisante Infos hat, kann sie anonym an unsere Enthüllungsjournalisten schicken.
Für den Fleischreport im aktuellen Stern recherchierten Christina Elmer und Kollegen gemeinsam bei Agrarlobbyisten und Politikern, Schweinezüchtern und Veterinären. Schockierende Ställe bekamen sie nicht zu Gesicht - welche katastrophalen Zustände in der deutschen Massentierhaltung allerdings möglich sind, das zeigen die Aufnahmen der Tierschutzorganisation PETA. Die Aktivisten dringen nachts in Mastbetriebe ein und filmen heimlich. Die drastischen Methoden von PETA sind umstritten - ihre Bilder schonungslos. Doch Journalisten, die über Massentierhaltung und Tiertransporte berichten wollen, sind oft auf diese Aufnahmen angewiesen. Kameramann und Fotoreporter Stefan Bröckling ist seit 17 Jahren Tierschutzaktivist, seit 2008 arbeitet er für PETA. Mehr als 100 Ställe in ganz Deutschland hat er schon von innen gesehen, immer ausgestattet mit Nachtsichtgerät, Infrarot- und Wärmebildkamera. Obwohl er behauptet, nur durch offene Türen zu gehen, begeht er dabei jedes Mal Hausfriedensbruch. Verurteilt wurde er noch nie ? von den Tierhaltern erwischt schon. Er erzählt uns, wie er arbeitet und was ihn antreibt. Von Lena Kampf
Hätte sich die Bundesregierung einen Zeitpunkt für den Zugriff aussuchen dürfen, sie hätte ihn nicht besser wählen können. Nachdem am Wochenende eine Syrien-Resolution im UN-Sicherheitsrat am Veto Russlands und Chinas gescheitert war, taugt die Verhaftung zweier mutmaßlicher syrischer Agenten am Dienstag als symbolischer Fingerzeig Richtung Damaskus: Deutschland steht auf Seiten des syrischen Volkes. Das Regime hat allerdings nicht erst während des aktuellen Volksaufstands damit begonnen, seine Kritiker im Ausland auszuspähen und zu bekämpfen. Das gerät derzeit öfters in Vergessenheit. In Syrien wird nicht erst seit gestern gefoltert. Die Köpfe hinter den Gräueltaten sind seit Jahren dieselben. Was sich geändert hat, ist die Beurteilung dessen, was in Deutschland politisch opportun ist. Der Fall der jetzt festgenommenen Männer erinnert an ein syrisches Agenten-Duo, das vor ziemlich genau zehn Jahren aufgeflogen ist. Ahmad I. war offiziell ?Kulturreferent? an der syrischen Botschaft, damals noch mit Sitz in Bonn. Sein Komplize Ahmad a-Y. studierte Politik in Mainz. Laut Anklage spionierten sie gemeinsam für den syrischen Militärgeheimdienst, Abteilung 238, zuständig für "die Neutralisierung syrischer Regimegegner und die Kontrolle syrischer Studenten im Ausland". Die von den beiden denunzierten Regimekritiker setzte der Geheimdienst auf Fahndungslisten. Mehrere dieser Personen wurden daraufhin bei der Einreise in Syrien verhaftet und misshandelt. Yasser a-O. zum Beispiel, von dem Spionage-Duo der Sympathie mit Israel beschuldigt, hatte man während seines nächsten Heimat-Aufenthalts in einen Keller des Geheimdienstes verfrachtet, dort festgehalten, beschimpft und geschlagen. Erst nachdem seine Verwandten Bestechungsgelder gezahlt hatten, kam er wieder frei. Monatelang und mit viel Aufwand ermittelte damals die Generalbundesanwaltschaft gegen die beiden syrischen Spione, der Verfassungsschutz half eifrig mit. Ähnlich wie im aktuellen Fall. Doch im Juli 2002 passierte Erstaunliches: Kurz bevor die Hauptverhandlung beginnen sollte, rief Frank-Walter Steinmeier, seinerzeit Kanzleramtschef und heute Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, im Justizministerium an. Er verlangte - der Unabhängigkeit der Justiz zum Trotz - die Einstellung des Verfahrens gegen die beiden syrischen Spione. Von dort erging Weisung an den Generalbundesanwalt, die beiden Spione kamen frei und durften ausreisen. (der stern berichtete) Steinmeiers sonderbare Geste war Teil einer umfangreichen deutsch-syrischen Geheimdienst-Kooperation, die sein Intimus Ernst Uhrlau, damals Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt und bis vor kurzem BND-Präsident, im Jahr 2002 mit dem syrischen Geheimdienstchef Assaf Schaukat ausgehandelt hatte. Schaukat revanchierte sich unter anderem mit Verhöraussagen eines in syrischer Folter-Haft sitzenden Terrorverdächtigen, dem deutschen Staatsbürger Haydar Zammar. Assaf Schaukat, Schwager des syrischen Präsidenten, ist seit 2009 stellvertretender Oberbefehlshaber der syrischen Streitkräfte und somit einer der Hauptverantwortlichen für das Massaker am eigenen Volk. Höchst unwahrscheinlich, dass die beiden aktuell in Haft sitzenden Spionageverdächtigen mit einer kurzfristigen Freilassung rechnen dürfen. Die politischen Vorzeichen bei uns haben sich geändert, die Syrer haben einfach weitergemacht wie bisher.
Das Team Investigative Recherche des stern schreibt in seinem Blog über Missstände, die es aufzeigt, über Erfolg und Misserfolg bei der Recherche und wie die Geschichten nach ihrer Veröffentlichung weiter gehen. Im Gespräch mit stern.de-Redakteurin Swantje Dake erzählt Online-Rechercheurin Nina Plonka, wie das Team arbeitet und wie sich Informanten an die Journalisten wenden können.
Oliver Schröm, der Leiter des Teams Investigative Recherche, zeigt die neuen Blog-Seiten und erklärt, wie der anonyme Informanten-Briefkasten funktioniert.
Was Sie auf dieser Seite erwartet, erklärt Ihnen Oliver Schröm, der Leiter des Teams Investigative Recherche.
In der oft hitzigen Debatte um Antibiotika im Stall findet sich immerhin ein Konsens: Antibiotika nur dann, wenn es zu therapeutischen Zwecken unbedingt notwendig ist. Dass die Realität heute anders aussieht, legen Studien aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nahe. Demnach werden die meisten Hühner, Schweine und Puten in der Mast mit Antibiotika behandelt, zum Teil mit zehn und mehr Wirkstoffen. Einige Hühner bekommen bis zu 26 Tage ihres kurzen, oft nicht mehr als 32 Tage umfassenden Daseins Antibiotika verabreicht. So werden Infektionen im Stall unterdrückt, aber auch Resistenzen hervorgerufen, die lebensgefährlich sein können. Wir sollten dringend etwas tun, aber was genau? Um das System umzukrempeln, wären ein paar grundlegende Daten hilfreich: Wo werden besonders viele Antibiotika eingesetzt, in welchen Haltungsformen und in welchen Regionen? Das wüsste man alles gerne, insbesondere als Datenjournalist. Insgesamt 900 Tonnen Antibiotika wurden im vergangenen Jahr an Tiere verabreicht, mehr als 90 Prozent davon an Nutztiere. Das gab Anfang 2012 der Bundesverband für Tiergesundheit bekannt. So viel weiß man also immerhin. Aber hinter dieser Summe für alle Tiere in ganz Deutschland klafft eine große Lücke. Dabei wird die Abgabe von Antibiotika durchaus dokumentiert, allerdings im falschen Format. Auf Zetteln. Einen Zettel führt der Landwirt, einen der Veterinärmediziner. Darauf steht detailliert, welche Tiere aus welchem Grund behandelt werden und wie lange welche Mittel sie bekommen. Dazu sind Tierhalter und Tierarzt verpflichtet. Gelegentlich werden diese Formulare von den Überwachungsbehörden angefordert, aber nicht standardmäßig erfasst. Man würde sich dafür eine Datenbank wünschen, in der alle Behandlungen eingetragen sind. Nicht nur als Datenjournalist ? Kontrollen könnten damit automatisiert werden, sogar ein Vorwarnsystem wäre denkbar, etwa für Betriebe, die zunehmend Antibiotika verbrauchen. Ein wenig mehr Transparenz soll Mitte 2012 in die Sache kommen. Dann will das Bundesministerium für Landwirtschaft regionalisierte Daten über die ?in Verkehr gebrachten Tierarzneimittel-Mengen? veröffentlichen. Dann wird immerhin sichtbar, wieviele Antibiotika die Tierärzte in einem bestimmten Postleitzahlenbereich geordert haben. Was sie damit gemacht haben, bleibt allerdings weiter im Dunkeln. Bis in die Tierställe hinein wird eine Studie schauen, die das Bundesinstitut für Risikobewertung in Auftrag gegeben hat. Die repräsentative VetCAb-Untersuchung soll erstmals Anfang 2013 Daten darüber liefern, welche Antibiotika in Nutztierbeständen wie häufig verabreicht werden. Elektronische Daten. Teilnehmen sollen Landwirte und Veterinäre aus acht Landkreisen, deren landwirtschaftliche Struktur exemplarisch für eine ganze Region steht. Damit sich genügend Tierhalter freiwillig in den Stall schauen lassen, lockt am Ende der Erhebung eine individuelle Datenauswertung für jeden Landwirt. Und die Daten werden anonymisiert gespeichert. Es besteht also Hoffnung für Datenjournalisten. Eine Stichproben-Analyse ist immer noch besser als gar keine Statistik. von Christina Elmer Lesen Sie dazu auf stern.de: Eine Riesensauerei ? Gefährliche Bakterien im Schweinefleisch
Eine australische Pflegerin hat Sterbende gefragt, was sie bedauern. Herausgekommen ist ein Buch, das uns Lebenden eine Lehre sein sollte. Fünf Dinge, auf die wir aufpassen müssen.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat erstmals Prüfkritierien für Betreiber von Blog-Plattformen bei Beschwerden über Beleidigungen in Blogs festgelegt.
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von missamselle39:
Wie schaffen es eigentlich Leute, die einen Blog eröffnen, bei Google auf einer der ersten Ergebnisseiten damit gesehen zu werden?
von HW2804:
Ich überlege, ob ich zu meinem Blog über Filme und Fernsehen auch einen Newsletter herausgeben sein. Was meint ihr, welche Themen auf ein breites Interesse stoßen könnten?
von MarciMarc:
Hallo, ich suche eine Seite mit den aktuellsten VIP News. Kann mir da jemand weiterhelfen?
von OleOleeeee:
Habe mich selbstständig gemacht: Wie komme ich an eine kostenlose Homepage ran???
von Gast 27576:
wie erstelle ich blogs bei stern.de
von trinacria:
Wo finde ich die besten Themes/Designs für Wordpress?
von Helena Vogel:
Wecher Blog im Netz informiert gut und schnell über Filmneuheiten?
Außenminister Belleville Bundesgerichtshof Comeback Ex-Frau Johnny Knoxville Microsoft NRW Oliver Schröm Paris Provider Sarkozys Tod Wahl Weltreise
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