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Eine schockierende Szene, auf Video festgehalten: Ein offensichtlich verwirrter Mann wurde von kanadischen Beamten mit einer Elektroschockwaffe angeschossen. Kurz darauf starb er. Nun gelang das Video an die Öffentlichkeit - und heizt die Debatte um die umstrittenen Taser an.
Das Internet war am Wochenende über Stunden hinweg gelähmt. Schuld war scheinbar ein bösartiger Computerwurm, der Ähnlichkeiten mit dem 2001 ausgesetzten Virus "Code Red" zeigt.
Wir hatten diese Woche an meiner Schule einen 'Lockdown Drill'. Grund dafür war eine Meldung, dass ein bewaffneter Mann am Montag 3 Schulen in Houston in 'Lockdown-Mode' zwang. Ich wusste nicht, dass die heutigen furchtbaren News aus Deutschland diese Übung noch aktueller werden liess. Die erste Frage die ich mir stellte war, kennen die deutschen Schüler und Schulen eine derartige Katastrophenuebung überhaupt? Hätten dadurch Leben gerettet werden können? Die zweite Frage war, ob der Täter den Amoklauf in Alabama zum Anlass nahm? Wir haben 4 Varianten von Alarmstufen, die auch unter Aufsicht mehrmals im Schuljahr geübt werden. Den normalen Feueralarm, also einen 'Fire-Drill' bei dem das Schulgebäude im Brandfall schnell verlassen wird, und auf dem Schulhof (hier parking lot) zu sehen, ob alle Schüler anwesend sind. Dann die Evakuation , z.B. bei Gasgeruch, wo wir das gesamte Schulgelände räumen und in die Schule nebenan gehen. Der 'Shelter in Place' Alarm wird z.B. bei Wetterkapriolen wie Tornados ausgelöst und letztlich den Lockdown Alarm. Über die Intercom wird dabei der 'Code Red' verkündet und alle Lehrer verschließen die Tueren, machen Licht aus, Jalousinen zu und alle Schüler sitzen in einer Ecke vom Fenster am weitesten entfernt solange, bis 'Code Red - all clear' ertönt. Darüber hinaus gibt es stringente Handlungsanweisungen fuer die Schulleitung bei Bombendrohung, Flugzeugabsturz und 'Amber Alert' (z.B. Entführung). Ich hatte in Erfurt nur einen Steinwurf vom Gutenberg Gymnasium gewohnt und kenne einige der damaligen Schüler. Nach diesem Amoklauf wurde unendlich viel geredet, aber es dauerte damals lange bis man sich zu einer Änderung des Thüringer Schulgesetz durchgerungen hatte. Viel mehr folgte nicht. Ich hatte seiner Zeit in verschiedenen Foren laut über Metalldetektoren nachgedacht, auch vor dem Hintergrund, dass damit derartige Taten nicht völlig verhindert werden können. Ich erntete die Kritik der Idealisten, die den unberührten 'Lernraum Schule' in Gefahr sahen. Meine Meinung ist nach wie vor, wenn es der Sicherheit der Schüler, Lehrer und Angestellten dient, darf keine Option vom Tisch. Die andere, von der Waffenlobby hierzulande über Leute wie Ted Nugent verbreitete Wahnvorstellung ist, wenn Lehrer und Schulleitung an der Schule und an den Uni's die Studenten bewaffnet sind, kommt auch ein Amok-Täter nicht weit. Dann Lob ich mir doch ein paar Metalldetektoren im Eingangsbereich und durchdachte Pläne für mögliche Notfälle. Was mir auch noch Kopfzerbrechen bereitet...wie kann man in Deutschland legal so viele Waffen besitzen? In Texas kein Thema, aber in Deutschland? Ich hatte die Hoffnung die Waffengesetze sind streng und wurden nach Erfurt/Gutenberg noch strenger - scheinbar reicht auch das nicht. Meine Anteilname den Familien, Freunden und Bekannten der Opfer.
Drei Todesfälle nach dem Einsatz sogenannter Taser in Kanada heizen die Debatte um die Gefährlichkeit von Elektroschockwaffen an. Mit etwa 100 solcher Geräte ist auch die deutsche Polizei ausgerüstet.
Eine der größten Plagen in der Computerwelt hat in dieser Woche Geburtstag. Vor zwanzig Jahren erblickte der erste Computervirus offiziell das Licht der Öffentlichkeit.
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