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8. Januar 2007, 18:21 Uhr

Gefälschte 1&1-Rechnungen im Umlauf

Mehrere Millionen E-Mails mit gefälschten Rechnungen sorgen seit dem Wochenende für Verwirrung bei den Internetnutzern. Der Dateianhang enthält einen gefährlichen Computer-Virus.

So sieht die gefälschte Rechnung aus© stern.de

Seit dem Wochenende versenden unbekannte Internetbetrüger Millionen von E-Mails, die als Rechnungen des deutschen Internetdienstleisters 1&1 getarnt sind. Die E-Mails tragen die gefälschten Absenderadressen info@1und1.de, support@1und1.de oder Rechnungsstelle@1und1.de. Der angebliche Rechnungsbetrag beläuft sich bei allen bisher bekannten Mails auf 59,99 €. Sie wurden offensichtlich an willkürlich gesammelte E-Mail-Adressen im In- und Ausland versandt. Wie das Unternehmen berichtet, sind nicht nur 1&1-Kunden betroffen. Die Firma aus Montabaur warnt davor, die Dateianhänge dieser Mails mit dem gefährlichen PC-Virus zu öffnen.

Im Anhang der aktuellen Mail befindet sich die Datei Rechnung.pdf.exe, die mit dem Virus "Backdoor.Win32.agent.akf", einem so genannten Trojaner, infiziert ist. Wird diese Datei ausgeführt, erhalten Hacker die Möglichkeit, die auf dem Rechner befindlichen Daten auszuspähen oder diesen für weitere Angriffe zu missbrauchen.

Da der Virus derzeit nur von etwa der Hälfte der Virenscanner erkannt wird, empfiehlt 1&1 ein Update auf aktuelle Versionen bzw. eine Aktualisierung der Anti-Viren-Dateien. Anwender, die eine entsprechende Mail bekommen haben, sollten auf keinen Fall den Anhang öffnen, sondern die E-Mail löschen.

Wenn die Datei versehentlich geöffnet wurde und keine Warnung eines Virenschutzprogrammes oder des PC-Betriebssystems angezeigt wurde, ist der betroffene Rechner wahrscheinlich infiziert. Dann sollten Internetnutzer ihren PC mit einem aktuellen Virenschutzprogramm säubern.

1&1 ist nicht das erste Opfer eines solchen Angriffs. Im vergangenen Jahr waren etwa vermeintliche T-Com-Rechnungen im Umlauf, auch der Fernsehsender RTL und das Bundeskriminalamt wurden von böswilligen SPAM-Versendern als scheinbare Absenderadressen missbraucht.

chm
 
 
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