. .
Online-Neuigkeiten und Internet-Trends
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
6. August 2011, 08:47 Uhr

Hereinspaziert in dieses "World Wide Web"!

Offiziell ist das WWW vor zwei Jahren 20 geworden, doch seitdem gibt es immer wieder wichtige Entwicklungsschritte des Web, die es zu feiern lohnt. Jetzt jährt sich zum 20. Mal der Moment, als sein Schöpfer Tim Berners-Lee erstmals Nutzer in sein Netz einlud.

WWW, World Wide Web, Cern, Tim Berners-Lee, Website, info.cern.ch

Berners-Lee 1994 in seinem Büro am Cern© Cern/DPA

Alt.hypertext nannte sich die Diskussionsgruppe, auf der Tim Berners-Lee am 6. August 1991 im Internet eine Beschreibung seines Projekts veröffentlichte. Mit den Worten "Probiert es aus" lud der britische Physiker die Mitglieder der immer noch existierenden, aber verwaisten Newsgroup in sein "World Wide Web" ein. Es war kein revolutionäres Ereignis vor großem Publikum, und anfangs tauschten lediglich Computer-Experten aus Forschungseinrichtungen Neuigkeiten über die digitale Nachrichtenbörse aus. Und doch war Berner-Lees Einladung in das "www" an jenem Tag vor 20 Jahren ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung des Internets zu einem Kommunikationsmedium, das heute das Leben von Milliarden Menschen prägt.

Mit seiner digitalen Nachricht warb Berners-Lee erstmals öffentlich um Mitstreiter für seine Idee, an der er seit zwei Jahren gearbeitet hatte. Am europäischen Kernforschungszentrum Cern bei Genf suchte der britische Physiker nach Möglichkeiten, das in den 1970er Jahren von Militärs entwickelte Internet für einen größeren Kreis für die Kommunikation nutzbar zu machen. Erst sein World Wide Web verschmolz die im Internet vernetzten Rechner zu einer Einheit, in der man bequem von Homepage zu Homepage surfen kann - auf der Suche nach Videos oder Freunden in sozialen Netzwerken.

Einfacher finden, was man sucht

Das Problem, das Berners-Lee löste, war der automatische Zugriff auf die im Internet digital gespeicherten Informationen. Wer wusste, welches Dokument er lesen wollte und wo es genau zu finden war, konnte schon vorher einen Rechner im Internet anwählen und Dateien herunterladen - sofern er über die richtigen Programme verfügte. Das aber war höchstens etwas für Computerprofis.

Erst Berners-Lees World Wide Web brachte entscheidende Vereinfachungen: Internetfähige Rechner kommunizierten dort in einer gemeinsamen "Sprache", die ihnen automatische Kommunikation und Datenaustausch ermöglichte. Diese Sprache - das Hypertext Transfer Protocol (http) - ist bis heute in Gebrauch. Webbrowser - bis dato unbekannte Werkzeuge - übersetzten Suchbefehle in http-Anfragen, die von Servern im Netz verstanden werden. Der Browser übernahm es auch, die von dort zurückgeschickten Text-, Grafik- und Bilddokumente auf dem heimischen Bildschirm darzustellen. Dieses keine Fachkenntnisse verlangende System revolutionierte das Internet und machte es zu dem Massenmedium, das es heute ist.

Das "Surfen" war geboren

Die zweite Innovation war der Einbau von sogenannten Hypertext-Links in die Dokumente, die auf Internet-Servern lagen - digitale Querverweise auf weitere Dokumente. Auf diese Weise konnten Nutzer leicht von einem Dokument zu einem anderen weitergeleitet werden. Es genügte, per Mausklick den Link auf der ersten Seite anklickten, die der Browser anzeigte, und sie kamen zu einer anderen, die sie vielleicht noch gar nicht kannten. Das "Surfen" war geboren.

"Das Internet gab es schon, aber die Verknüpfung von Dokumenten ist es, die das 'www' ausmacht", erklärt Professor Phuoc Tran-Gia, Sprecher des Zentrums für Internet-Forschung an der Universität Würzburg. Noch heute funktioniere das Web nach den Mechanismen, die Berners-Lee entwickelte. Allein in Deutschland gehen laut Branchenverband Bitkom inzwischen 51 Millionen Menschen online, rund Dreiviertel der Deutschen. Weltweit bilden Millionen Server das Rückgrat des World Wide Web.

Fast bescheiden klingen demgegenüber die Ambitionen, die Berners-Lee vor 20 Jahren formulierte: "Ein einfaches, aber machtvolles Informationssystem" stelle er sich vor, schrieb der Brite in seiner Einladung vom 6. August 1991. Einige Monate später, im Dezember 1991, ging in den USA der erste Webserver außerhalb Europas ans Netz. Der Siegeszug des WWW begann.

Sebastian Bronst, AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Die erste Webseite wird 20 Mit 165 Wörtern in die Zukunft

Vor 20 Jahren war das WWW noch winzig: Die erste Webseite enthielt aber bereits Hyperlinks und damit das Werkzeug für eine einzigartige Vernetzung des Wissens der Welt. Die Wiege stand nicht etwa in den USA, sondern in Genf. mehr...

Netzgeschichte Vor 20 Jahren entstand der Plan fürs Web

Eigentlich wollte er nur das Durcheinander an seinem Arbeitsplatz aufräumen: Vor 20 Jahren konzipierte Tim Berners-Lee am Kernforschungsinstitut Cern ein Informationsnetz, aus dem sich in wenigen Jahren das World Wide Web entwickelte. Und das, obwohl es anfangs nicht gut aussah für das junge Netz. mehr...

Chronik Der lange weg zum World Wide Web

Vor 20 Jahren legte der britische Informatiker Tim Berners-Lee die Grundlagen für das World Wide Web. Die Vernetzung von Computern begann allerdings schon in den 60er Jahren. Eine Chronik. mehr...

Internethistorie WWW-Erfinder zum Ritter geschlagen

Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web, ist von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen worden. "Sir" Tim entwickelte vor rund zehn Jahren das WWW am CERN in Genf. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Partnerangebot Der stern.de-DSL-Vergleich Der stern.de-DSL-Vergleich Sparen bei DSL-Flatrates

Mit einem DSL-Tarif-Vergleich finden Sie einfach und schnell den zu Ihnen passenden Anbieter. Kostenlos, schnell und sicher! mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft