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Hamburgs Datenschützer Johannes Caspar nimmt erneut Facebook ins Visier: Das soziale Netzwerk soll die automatische Gesichtserkennung beim Upload von Bildern wieder abschalten. Eine Forderung, die Facebook schon einmal ignoriert hat.
Die jüngsten Enthüllungen aus einem amerikanischen Behördenbericht werfen nach Ansicht deutscher Datenschützer ein neues Licht auf das Abgreifen von WLAN-Informationen durch Googles Street-View-Autos.
Der Kampf um Nutzerdaten im Internet ist voll entbrannt. Im Wettstreit mit der Netz-Supermacht Facebook ordnet Google seine Ressourcen neu: Ist man angemeldet, werden Informationen quer über alle Dienste des Konzerns ausgewertet.
Einem Zeitungsbericht zufolge will sich Facebook verpflichten, künftig vor Änderungen der Einstellungen zur Privatsphäre die Nutzer um Zustimmung zu bitten. Betroffen wären aber nur bestimmte Änderungen.
Onlinenetzwerke wie Facebook stehen mehr denn je am Datenschutzpranger. Die Anbieter versprechen zwar einen freiwilligen Kodex, doch die Kritiker bleiben skeptisch. Innenminister Friedrich droht mit einem Gesetz.
Mehrere Landesdatenschutzbehörden und die Hamburger Firma ECE, die mehrere Dutzend Einkaufszentren in Deutschland betreibt, streiten über eine angemessene Videoüberwachung.
Beim Reizwort Datenmissbrauch sind viele alarmiert. Die Gefahr des "gläsernen Verbrauchers", dessen Konsum- und Lebensgewohnheiten offenliegen, schreckt auf. Der Wirbel um den EC-Netzbetreiber Easycash ist nach Ansicht von Experten aber unbegründet.
Google hat die aufgezeichneten Wlan-Daten an Datenschützer übergeben. Dennoch steht Google international weiter in der Kritik: Laut Medienberichten soll der Konzern die privaten Funkdaten angeblich nicht nur versehentlich gespeichert haben.
Googles Street-View-Autos haben nicht nur die Standorte, sondern auch Daten aus Wlan-Netzen gespeichert. Effektiver kann man Misstrauen gegen sich selbst nicht schüren. Facebook freut sich.
Google Street View hat das Ultimatum des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar erfüllt und die Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen zugesichert. Das sagt das Unternehmen. Der Datenschützer ist noch nicht ganz überzeugt.
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