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13. Dezember 2007, 16:00 Uhr

Opera beschwert sich über Microsoft

Der Browserentwickler Opera hat eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Der Vorwurf: Microsoft missachte in seinem Internet Explorer Standards, wodurch die Arbeit von Software-Entwicklern erschwert würde. Außerdem wiederholt Opera eine schon vor Jahren geäußerte Forderung.

Opera Software hat sich bei der EU-Kommission über Microsoft beschwert - Grund seien missachtete Standards im Internet Explorer© Picture Alliance

Die norwegische Firma Opera Software hat Beschwerde bei der EU-Kommission gegen Microsoft eingelegt. Der Konzern müsse gezwungen werden, den Nutzern des Betriebssystems Windows eine größere Wahlfreiheit bei der Verwendung des Programms für den Internetzugang zu geben. Opera, Hersteller des gleichnamigen Browsers, warf Microsoft zudem vor, sich nicht an allgemein akzeptierte Web-Standards zu halten und es damit Entwicklern zu erschweren, untereinander kompatible Programme zu schreiben.

Microsoft erklärte dazu, der Browser Internet Explorer sei schon seit mehr als einem Jahrzehnt Teil von Windows und unterstütze zahlreiche Webstandards. "Natürlich arbeiten wir mit der Untersuchung zusammen, aber wir glauben, dass die Einbindung des Browsers in das Betriebssystem den Kunden zugute kommt", erklärte Microsoft. Darüber hinaus könnten Kunden und PC-Hersteller schon jetzt jeden Browser den sie wollten auswählen.

Opera fordert Entscheidung

Opera forderte die EU-Wettbewerbsbehörde auf, die Entscheidung gegen Microsoft wegen des Media Players auch auf Internet-Software anzuwenden. Die EU hatte Microsoft dabei verpflichtet, eine Windows-Version auch ohne integrierten Media Player anzubieten. Auch bei der Internet-Software nutze Microsoft seine Monopolstellung bei den PC-Betriebssystemen aus, indem der Internet Explorer dort schon mitgeliefert werde und Alternativen nicht angeboten würden, erklärte Opera.

Der Browser Opera ist vor allem bekannt für seinen geringen Speicherbedarf und seine Schnelligkeit. In der Beliebtheit liegt er aber deutlich hinter dem Internet Explorer von Microsoft und Firefox. Die Firma Opera konzentriert sich derzeit auf die Weiterentwicklung des Browsers Opera Mini, der auf Mobilgeräten wie Handys zum Einsatz kommt. Dort ist Microsoft weniger präsent als auf den PCs.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
screne (14.12.2007, 17:11 Uhr)
@S.H.
Und wenn Adobe morgen sagt: "Ihr könnt Euer Flash wegschmeißen, wir verkaufen und unterstützen das nicht mehr, weil wir jetzt etwas, viel, viel besseres (und natürlich teureres) Produkt haben" kannst Du NICHTS dagegen machen. Unrealistisch und kurzsichtig? Klar, aber sowas ist alles schon vorgekommen. Mit Deiner Argumentation könnte man übrigens auch Linux und MacOS sowie alles andere in die Tonne treten, weil: Windows gibts ja schon, die meisten nutzen es ja eh und wozu etwas anderes nehmen.... LOL, so ein Schwachsinn.
faustjucken_de (14.12.2007, 16:38 Uhr)
Genau
"dass die Einbindung des Browsers in das Betriebssystem den Kunden zugute kommt"...
in erster Linie kommt sie Virenprogrammieren zugute
gmathol (14.12.2007, 03:31 Uhr)
Ich benutze Opera, Firefox, Safari und Netscape.
Selten den Internet Explorer. Speziell seit der Vorstellung der Version 7. des Internet Explorers kann man feststellen wie unter XP die Performance stark abgenommen hat. Es dauert ewig bis tabs geoeffnet werden.
Anders bei Opera und den aufgefuehrten Browsern gibt es dieses Problem nicht. Der Internet Explorer veraendert uebrigens auch die Datenpakete und haengt zusaetzliche Informationen fuer die Geheimdienste wie NSA an.
Die .net Tragoedie von Microsoft wird bald nur noch Browser-Applikationen mit IE7 arbeiten lassen die mit den MS Produkten erstellt wurden. PHP, AJAX, JAVA oder auch Standard Javascripts werden dann nicht mehr im IE laufen.
MS macht ihren Browser zu einem proprietaeren Produkt. Da Vista sich praktisch nicht verkauft und als schlechtestes IT-Produkt des Jahres gebrandmarkt wurde wird wohl bald ein neues OS von Microsoft aufgelegt das Fremdprodukte voellig aussperrt.
Ich fuer meinen Teil habe Microsoft voellig ausgesperrt.
schlotti (14.12.2007, 02:33 Uhr)
@Leondriel
Ich habe vor Kurzem auf einer Website ein halbtransparentes bild.png als Hintergrund benutzt.
Mit dem IE 5.0 sieht das wirklich Sch...e aus!
Wer ist Schuld?
Ganz klar: MICROSOFT
MfG,
Schlotti
schlotti (14.12.2007, 02:17 Uhr)
immer nur meckern...
Ich bin Kunde bei Microsoft.
Ich bin zufrieden.
Ich benutze auch Linux (Ubuntu).
Damit bin ich ebenfalls zufrieden.
Ich benutze die Browser IE 7.0, Firefox und Opera. Alle drei Browser haben jeweils ihre Vorzüge und jeweils ihre Nachteile. Je nach dem.
Ich bin nicht reich, deshalb benutze ich Gimp (kostenfrei) statt Photoshop (teuer).
Des Weiteren benutze ich OpenOffice (kostenfrei) statt MS-Office (teuer).
Ich benutze ebenfalls lieber den Apache (kostenfrei) als den IIS (teuer). Weiterhin benutze ich lieber Mysql (kostenfrei) statt MS SQL Server (teuer).
Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen...
Mir geht das ewige Gemecker über Microsoft auf die Nerven!
Was - bitte schön - ist denn etwa gegen XP zu sagen? Das ist ein gutes Betriebssystem!
Es ist richtig, dass Microsoft von Zeit zu Zeit versucht, eigene Entwicklungen als Standard zu etablieren. Aber das machen andere Firmen doch wohl auch. Ich denke da an Adobe mit PDF, oder an Sun Microsystems mit Java, oder an - noch mal Adobe - Macromedia mit Flash.
Es gehört wohl mittlerweile in der Branche zum "guten" Ton, über Microsoft zu meckern.
Besonders dann, wenn ein Problem auftaucht, welches man nicht lösen kann. Dann ist immer Microsoft schuld.
Ich finde das lächerlich.
MfG,
Schlotti
Leondriel (14.12.2007, 01:44 Uhr)
Lustig...
Also ich als Webentwickler habe irgendwie garkeine Probleme damit, meine Seiten auf IE7 und FF korrekt erscheinen zu lassen.
Serverweichen brauche ich bei aufwändigen JS-Funktionalitäten, aber nicht bei meinen Stylesheets. Wo es ab und an hakt ist... Opera ;)
Und nun frage ich mich, welche Standards Sinn machen: Die, die ein paar pseudointelligente Leute beschlossen haben oder die, die von den beiden Browsern mit dem größten Marktanteil verwendet werden.
Was allerdings IE6 oder gar IE5 angeht... wär mal Zeit für ein Update, hm? Dass man IE6 noch unterstützen will ok... aber IE5 ist nun wirklich endgültig Schnee von gestern, da könnt ich ja gleich meine Seiten für Lynx schreiben.
hei_zen (14.12.2007, 00:11 Uhr)
Zeit wirds
Als Webentwickler kann ich nur hoffen, dass M$ gezwungen wird sich mit dem IE8.0 endlich an gültige Standards zu halten.
Es nervt immer wieder am Ende eines Projekts extra für den IE Browserhacks zu schreiben, nur damit er korrektes HTML&CSS versteht.
Vom DOM ganz zu schweigen.
Schadsoftware, mehr nicht.
S.H. (13.12.2007, 23:50 Uhr)
Standards...
Als Designer, der immer wieder mal gezwungen wird HTML-Webseiten zu programmieren, bringt der MSIE mich manchmal zum Kotzen. Da bin ich echt froh über das Monopol, das Adobe auf Flash hat, Flashwebseiten sehen überall gleich aus. Ein Hersteller, ein Programm, keiner tanzt aus der Reihe und macht einem die Arbeit schwerer.
screne (13.12.2007, 22:43 Uhr)
@RomanTicker
Selbstverständlich ist da Logik drin. Wenn man den Leuten den Standardbrowser wegnimmt interessieren sie sich plötzlich dafür, einen zu bekommen und wählen aus einer Reihe von Möglichkeiten. Die meisten werden immernoch den IE nehmen, viele werden aber auch andere Programme verwenden, entweder weil sie mit dem IE unzufrieden sind oder auch nichts anderes kennen.
Aber wenigstens würden die meisten wenigstens wissen, dass es andere Programme gibt. Frag mal einen DAU, was für ein Betriebssystem oder was für einen Webbrowser er hat: Du wirst nur fragende Blicke ernten. "Wie, was außer Windows und IE soll ich denn überhaupt nutzen?". Ein klares Merkmal für ein Monopol.
Nihat.Savmaz (13.12.2007, 22:16 Uhr)
microsoft gehört gesteinigt..
für mich ist microsoft= pest,cholera und aids zusammen.
ich benutze nur opensource.
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