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Firma fragt Frau, ob sie immer noch im Fahrstuhl steckt - nach sieben Monaten

Im Fahrstuhl stecken zu bleiben, ist für die meisten ein Alptraum. Amanda Carpenter passierte genau das. Jetzt wurde sie sieben Monate später daran erinnert - weil der Hersteller bei Twitter nachfragte, ob sie noch immer eingesperrt sei.

Fahrstuhl Notfall steckenbleiben

Ob Amanda Carpenter auch den Notfall-Knopf des Fahrstuhls drückte, ist nicht bekannt.

Es ist der Albtraum vieler Menschen: Während der Fahrstuhlfahrt gibt es auf einmal einen Ruck, komische Geräusche - und dann geht nichts mehr. Der Fahrstuhl steckt fest, man ist in der engen Kabine gefangen. Da kann die Rettung nicht schnell genug kommen. Doch wie erreicht man die am besten? Amanda Carpenter versuchte es per Twitter - und erhielt nun sieben Monate später eine Antwort.

"Leute. Ich hänge in einem Amtrack-Fahrstuhl im Flughafen Baltimore fest. Hilfe?", schrieb die Amerikanerin am 14. Februar an ihre 90.000 Follower. Sie war zu dem Zeitpunkt PR-Direktorin des republikanischen Politikers Ted Cruz, als der noch gegen Donald Trump um die Präsidentschaftskandidatur antrat.


Besonders bitter: Im Fahrstuhl war auf einem Hinweisschild das Datum für die nächste Inspektion angegeben. Eigentlich hätte der Lift also gar nicht im Einsatz sein dürfen - seit knapp neun Monaten. In dem Tweet, auf dem sie ihren Followern die abgelaufene Plakette zeigt, spricht sie aber schon vom Fahrstuhl "in dem ich gefangen war". Sie wurde also in der Zwischenzeit befreit. Die Tweets lagen eine gute Stunde auseinander. Der Albtraum dauerte also nicht allzu lange.

Um so verwunderter dürfte Carpennter gewesen sein, als sich vergangene Woche auf einmal der offizielle Amtrak-Account bei ihr meldete - um mal nachzuhorchen, ob sie noch feststecke. "Tut uns leid das zu hören", schrieb man ihr. "Sind sie immer noch in dem Fahrstuhl?"

Die irritierte Antwort Carpenters: "Oh, danke der Nachfrage. Aber ich war vor Monaten eingesperrt. So um den letzten Februar herum? Ha."

Zur Ehrenrettung von Amtrak muss man sagen, dass dem Account nur ein kleiner Irrtum unterlaufen war. Jemand hatte Carpenters Tweet aus dem Februar kurz vorher nochmal retweetet, offensichtlich hatte die Person, die Amtraks Account betreut, nicht aufs Datum geschaut.

Damals hatte der Hersteller schnell reagiert: Obwohl Carpenter nur die Firma erwähnt, sie aber nicht selbst angeschrieben hatte, meldete sich Amtrak beim ersten Mal nach nur 16 Minuten bei ihr - um ihr zu sagen, dass die Zuständigen am Flughafen bereits informiert seien.

Da haben im Fahrstuhl Gestrandete auch schon mal länger auf die Reaktion des Hausmeisters vor Ort gewartet.

mma
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