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Einstiegstipps für Neu-Zwitscherer

Nachrichtendienst? Kommunikationstool? Schwachsinnsschleuder? Twitter ist all das, und zwar seit genau fünf Jahren. Wer erst jetzt einmal in die Welt des 140-Zeichen-Gezwitscher hineinschnuppern möchte, bekommt hier ein paar Tipps.

Was sollen @ und #? Und wie geht man in der Informationsflut nicht unter? Wer den Kurzmeldungsdienst Twitter, der gerade seinen fünften Geburtstag begeht, ausprobieren oder ihm eine zweite Chance geben will, sollte einige Tipps beherzigen.

Wie funktioniert Twitter?

Registrierte Nutzer können über das Handy oder den Computer kurze Nachrichten veröffentlichen. Die 140 Zeichen kurzen Häppchen - Tweets genannt - sind in der Regel für jedermann einsehbar. Die Grundfrage lautet: "What's happening?" (Was passiert?). Es gilt, sich knapp, aber trotzdem geistreich auszudrücken. Mit Kurz-Links lassen sich aber längere Texte, Bilder und Videos einbinden.

Wie erhalte ich die Meldungen?

Bei Twitter dreht sich alles um "Follower": Wer sich für die Meldungen eines Twitterers interessiert, kann diese abonnieren, im Twitter-Deutsch: followen. Die Text-Häppchen ("Tweets") aller Mitglieder, denen man folgt, erscheinen in einer chronologischen Liste. Unabhängig davon können Nutzer die Tweets einzelner Twitterer aufrufen, indem sie deren Adresse (z.B. twitter.com/sternde) aufrufen.

Was hat es mit @ und # auf sich?

Diese beiden Zeichen in den Tweets verwirren viele Neulinge. "Bin jetzt auch gerade zwei Wochen dabei. Das waren Probleme", berichtet eine Nutzerin. Das "@" ermöglicht es, gezielt einen Twitterer zu erwähnen und zu kontaktieren, etwa im Format "@stern_digital". Was anschließend folgt, erscheint beim Angeschriebenen prominent in einem separaten Feld. So kann er schnell antworten. Im besten Fall entsteht so eine öffentliche Unterhaltung, die auch andere interessiert. Die Raute # markiert ein Schlagwort - die Twittergemeinde bezeichnet diese Funktion als "Hashtag" (hash: englisches Wort für Raute, tag: Schlagwort). Damit betonen Twitterer wichtige oder ironisch gemeinte Worte. Zudem hilft das Hashtag, Meldungen zu einem Thema zu finden. Unter #fukushima finden sich beispielsweise Tweets zum havarierten Reaktor in Japan, unter #RP11 zur Internet-Konferenz Re:publica im April. Als Benimmregel gibt Twitter aus, "nur Tweets mit Hashtags zu versehen, die sich auf das Thema beziehen".

Was steckt hinter dem Kürzel RT?

RT steht für Retweet - also die Wiederholung einer Twitter-Meldung. Diese Funktion sorgt dafür, dass sich Nachrichten wie vom Erdbeben in Japan rasend schnell durch das Netzwerk verbreiten.

Was soll mir Twitter bringen?

Twitter ist das, was man daraus macht. Viele Nutzer stellen sich beispielsweise einen persönlichen Nachrichtenkanal zusammen, der sich aus Tweets von Medien, Bloggern, Promis und Freunden speist. "Ich nutze Twitter, um Infos zu erhalten, bevor diese in Mainstream-Medien ankommen", schreibt Twitter-Anwender @utzer. "So erhalte ich Infos zu brandheißen Artikeln."

Wie finde ich interessante Themen?

Am besten sucht man zunächst Freunde, Familie und Kollegen. Twitter bietet an, Adressbücher zu importieren, um den ersten Schritt zu erleichtern. Im Profil der Kontakte ist zu sehen, wem sie folgen - eine gute Anregung. Mittlerweile sind zahlreiche Medien bei Twitter aktiv, deutschsprachige wie internationale. Ein guter Startpunkt ist auch die Site tweetranking.com, auf der Twitterer interessante Menschen auf Twitter in verschiedenen Kategorien empfehlen.

Wie kann ich Twitter am einfachsten nutzen?

Die Macher von Twitter betreiben ihren Dienst im Web über Twitter.com. Die Website ist allerdings vergleichsweise unkomfortabel in der Bedienung und kann besonders Anfänger verwirren. Deutlich praktischer sind sogenannte Twitter-Clients, die von Drittanbietern kostenlos zum Download bereitgestellt werden. Ein bewährtes und sehr weitverbreitetes Programm ist zum Beispiel TweetDeck. Eine gute Twitter-Erweiterung für den Firefox-Browser heißt Echofon. Mehr als 40 Prozent der Tweets werden von mobilen Geräten verschickt. Twitter selbst bietet für alle Smartphone-Betriebssysteme sowie das iPad Apps an. Ansonsten gibt es von den bereits erwähnten Programmen auch Mobilversionen. Und ein Blick in die App-Stores von iPhone, Android und Co. bietet weitere Vielfalt.

PS: Auch stern.de twittert auf mehreren Kanälen.

san/DPA/DPA

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