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6. Oktober 2009, 18:07 Uhr
Geknackte E-Mail-Konten:
Nach Hotmail nun Google und andere betroffen
Erst schien nur Microsofts Hotmail betroffen zu sein, doch offenbar kursieren auch Zugangsdaten von Postfächern verschiedener anderer Mail-Anbieter - darunter Google und Yahoo - tausendfach im Netz. Eine weitere Liste mit Daten ist aufgetaucht.
Die erste Nachricht dieser Art betraf nur Microsofts Angebot: Mehr als zehntausend europäische Konten des E-Mail-Anbieters Hotmail sind ausgespäht und ins Internet gestellt worden. Der Software-Gigant hat bestätigt, dass Passwörter und E-Mail-Adressen im Internet aufgetaucht seien. Doch das Technologie-Blog Neowin und BBC News berichten überstimmend, dass auch die Konten anderer Mail-Anbieter betroffen seien. Diese zweite im Netz kursierende Liste mit Zugangsdaten beinhalte laut Neowin mehr als 20.000 Personendaten und Passwörter für Zugänge bei Google Mail, Yahoo, Comcast und Earthlink.
BBC News berichtet, dass Google inzwischen bestätigt habe, von einem "industrieweiten Phishing-Betrug" betroffen zu sein. Die Passwörter betroffenen Konten seien sofort zurückgesetzt worden, zitiert BBC News einen Google-Sprecher. Allerdings, so der Sprecher weiter, gebe es keine Sicherheitslücke im System von Google Mail. Vielmehr seien den Nutzern ihre Zugangsdaten entlockt worden. Unter Phishing versteht man Versuche, mit gefälschten Internetseiten an persönliche Benutzerdaten wie zum Beispiel Online-Banking-Passwörter zu kommen.
Jeder Nutzer dieser Dienste sollte dringend sein Passwort ändern.
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