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15. Dezember 2006, 09:35 Uhr

Pixellotto für Millionen

Das Internet hat einige Glückspilze rasant reich gemacht, auch den Briten Alex Tew. Mit der cleveren Geschäftsidee, Pixel auf seiner Homepage zu verkaufen, wurde er Millionär. Nun peilt er die zweite Million an - und will diesmal noch jemanden reich machen. Von Udo Lewalter

Pfiffiges Geschäftsmodell: Alex Tew verkauft zum zweiten Mal kleine Pixeleinheiten auf seiner Homepage© Philipp Möller

Alex Tew startete Ende August vergangenen Jahres eine Internetseite mit dem verführerischen Namen "Million Dollar Homepage". Sein Ziel: ohne großen Einsatz schnell Geld zu verdienen. Dafür verkaufte der Student aus der südenglischen Kleinstadt Cricklade zehn mal zehn Pixel kleine Web-Werbeflächen auf seiner Homepage. Sein Plan ging auf, nach gut drei Monaten war jede Einheit der Seite belegt. Vorbei die Zeit, in der ihn Finanzsorgen plagten, in der sein Konto aufgrund der hohen Studiengebühren und Mieten nur das Minuszeichen kannte. Tew war Millionär.

Erfolg macht hungrig

Ausruhen wollte sich Tew aber keinesfalls auf seinem neuen Reichtum. Er suchte daher nach einer neuen Möglichkeit, im Schlaf Geld zu verdienen. Der pfiffiger Plan: Tew wandelte das alte Konzept in einem reizvollen Punkt. Diesmal sollte auch einer seiner Kunden Millionär werden.

Im Vergleich zu seiner "Million Dollar Page" kostet die kleinste Einheit das Doppelte. 200 Dollar. Zudem müssen sich Interessente jetzt vor dem Kauf einer Einheit registrieren. Wenn alle Flächen verkauft sind, wird aus den erfassten Kunden im Losverfahren einer ausgewählt, der sich die eingenommenen zwei Millionen Dollar mit dem 22-Jährigen teilt. Der zusätzliche Anreiz lockt Nutzer an: Binnen weniger Tage hat Tew bereits mehr als 140.000 Dollar verdient.

Auch in Zukunft will der Student mit cleveren Ideen reicher werden. Er sei erst 22 Jahre alt und habe noch eine Menge Zeit, sich etwas neues auszudenken, sagte er jüngst. Kronkrete Pläne habe er aber noch nicht. Nur eines steht für Tew bereits jetzt fest: "Ich werde nicht für den Rest meines Lebens Pixel verkaufen."

Von Udo Lewalter
 
 
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