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Spammer locken mit gefälschten Einladungen

Wer das neue soziale Netzwerk Google+ ausprobieren möchte, muss entweder Geduld haben oder von einem Freund eingeladen werden. Jetzt nutzen Spammer die große Nachfrage und verschicken gefälschte Google+-Einladungen.

Von Christoph Fröhlich

  Statt einem Zugang für Google+ erhalten Spam-Opfer nur ein Viagra-Angebot

Statt einem Zugang für Google+ erhalten Spam-Opfer nur ein Viagra-Angebot

Zurzeit sind unsere Kapazitäten ausgelastet. Bitte versuchen Sie es in Kürze noch einmal." Die meisten Interessenten für Googles soziales Netzwerk Google+ dürften diese Zeilen bereits kennen. Viele wollen einen Blick auf das Projekt werfen, den meisten bleibt er aber verwehrt. So bettelt der Webdesigner Frank Hüttner in Twitter seit Tagen um einen Zugang - bisher vergeblich. Einige verkaufen die Einladungen sogar bei Ebay. Für Google erweist sich die künstliche Verknappung als genialer Marketing-Schachzug: Seit vergangener Woche ist der Facebook-Konkurrent das Gesprächsthema Nummer eins in der digitalen Welt. Leider lockt die große Nachfrage auch Spammer und andere Kriminelle an.

Wie das Sicherheits-Unternehmen Sophos berichtet, befinden sich momentan gefälschte Google+-Einladungen im Umlauf, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sehen. Sie führen aber nicht ins soziale Netzwerk, sondern auf die Seiten diverser Viagra-Händler. Ob diese dubiose Maßnahme den Verkauf ankurbeln wird, darf bezweifelt werden: Wohl die wenigsten Netz-Interessenten, die einen Zugang zu Google+ suchen, werden stattdessen mit den berühmten blauen Pillen vorlieb nehmen.

Neue Produkte, alte Taktik

Das Vorgehen der Spammer ist nicht neu: Bereits 2004 nutzten Kriminelle den Andrang rund um Googles E-Mail-Dienst Gmail aus. Ähnlich wie bei Google+ waren die Zugänge limitiert, die Nachfrage größer als das Angebot. Damals hatten es die Betrüger aber auf E-Mail-Adressen und Passwörter abgesehen.

Doch nicht nur Google-Dienste sind ein beliebtes Ziel für Kriminelle, sondern auch populäre Produkte wie das iPad: Auf einer Facebook-Seite konnte man für ein angebliches Gewinnspiel seine Kontaktdaten inklusive Handynummer angeben. In Wirklichkeit buchte man aber einen nutzlosen Premium-Service für das Handy, der 10 Dollar pro Monat kostete.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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