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9. Februar 2006, 09:58 Uhr

BMW ist wieder drin

Unter dem Vorwurf der Manipulation von Suchergebnissen hatte sich BMW in der vergangegen Woche "ausgegoogelt". Der Automobilbauer hat umgehend auf den Rausschmiss reagiert und wurde jetzt wieder in den Index aufgenommen.

Google hat BMW wieder in den Such-Index integriert© AFP

Die deutsche BMW-Seite kann wieder über die Internet-Suchmaschine Google gefunden werden. Google hatte die Webseite "www.bmw.de" und alle ihre Bereiche unter dem Vorwurf einer Manipulation von Suchergebnissen vergangene Woche aus dem Index geworfen. Der Autohersteller habe wie in solchen Fällen üblich alle angeprangerten Seiten entfernt und sich verpflichtet, künftig auf solche Praktiken zu verzichten, sagte Google-Deutschland-Sprecher Stefan Keuchel am Mittwoch.

Hochgetrickst

Der Suchmaschinen-Betreiber hatte kritisiert, dass einige Seiten von BMW.de so ausgelegt waren, dass sie die Google-Software austricksten und dadurch höher in den Treffer-Listen rutschten. So soll es zum Beispiel im Neuwagen-Bereich eine Seite gegeben haben, die nur einen relativ zusammenhanglosen Werbetext enthielt, in dem oft das Wort "Neuwagen" vorkam. Die Google-Software, die Webseiten erfasst und für die Erstellung des Suchindexes analysiert, stufte sie wegen der häufigen Wiederholungen als relevant ein und setzte sie in der Treffer-Liste höher.

Verstoß gegen die Geschäftsbedingungen

Steuerte jedoch ein Internet-Nutzer die selbe Adresse an, wurde er sofort per JavaScript an eine andere Seite weitergeleitet, die die volle BMW-Modellpalette enthielt. Google untersagt Unternehmen in den Geschäftsbedingungen, der Suchmaschine und den Verbrauchern unter der selben Adresse unterschiedliche Inhalte anzuzeigen, weil die Nutzer so in die Irre geführt würden. BMW hatte erklärt, man habe das Verfahren als "Service für die Kunden" betrachtet.

Nach Brancheninformationen war der Autohersteller von einem so genannten "Suchergebnis-Optimierer" beraten worden. Diese sorgen dafür, dass Firmenwebsites in der Trefferliste möglichst hoch auftauchen.

DPA
 
 
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