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12. Januar 2006, 17:34 Uhr

Business mit Immobilienhändlern

Die Geografie-Software Google Earth ist aus den Kinderschuhen raus - mit der ersten Vollversion hofft der Konzern, mit Immobilienmaklern, Versicherungsfirmen und Architekten ins Geschäft zu kommen.

Google: Virtuelle Reisen mit der Geografie-Software© Jae C. Hong/AP

Google Earth hat den Beta-Status verlassen und steht als Vollversion zum Download bereit. Mit zwei neuen Aufbaustufen hofft der Konzern, den virtuellen Globus für Immobilienmakler, Architekten und Versicherungsfirmen interessant zu machen.

Google Earth ermöglicht es dem Nutzer, virtuelle Reisen an beliebige Orte der Welt zu unternehmen; Datengrundlage dafür sind hoch aufgelöste Satellitenkarten. Bisher konnten Benutzer mit dem Programm Routen planen sowie Adressen, Krankenhäuser und Restaurants ausfindig machen.

20 bis 400 Dollar

Nun kommt die Software mit verbesserter Grafik, höherer Auflösung und 3D- Ansichten daher - ist aber in den höher entwickelten Varianten auch kostenpflichtig geworden. Für "Google Earth Plus" sind 20 US-Dollar Abogebühren pro Jahr fällig. Dieses Basisprogramm ist für den persönlichen Gebrauch gedacht, die Anbindung an GPS-Geräte ist möglich.

"Google Earth Enterprise", die Profiversion, schlägt bereits mit 400 Dollar pro Jahr zu Buche. Google will mit dem Programm vor allem Immobilienmakler locken. Sie können vom Schreibtisch aus neue Grundstücke inspizieren oder Kunden auf digitalen Flügen Immobilien zu präsentieren. Der US-Immobilienexperte Jay Lucas glaubt bereits, Google Earth könne das entscheidende Tool für die "die Zukunft des Immobiliengeschäfts" sein.

Geografische Begrenzung

Dieser Satz kann - wenn überhaupt - einstweilen aber nur für Makler aus dem angloamerikanischen Raum gelten. "Google Earth Plus" ist stark in der Kartographie der USA, Kanada und Großbritanniens. Für Bereiche außerhalb dieser Regionen stehen weniger Bilddaten und Zusatzinformationen zur Verfügung.

Ende 2005 war Google Earth aufgrund seines detaillierten Kartenmaterials in die internationale Kritik geraten - Sicherheitshörden fürchteten, Terroristen könnten sich die Software zunutze machen. Nun dürften auch Privatanwender grummeln: Aus dem faszinierenden Vergnügen ist eine kostenpflichtige Veranstaltung geworden.

sn
 
 
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