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Macht Google heute endlich Android sicher?

Auf der Entwicklermesse I/O zeigt Google, wohin es dieses Jahr noch gehen soll. Im Fokus dürften ein sicheres Android und Googles smarter Assistent stehen. Und ein Markt, mit dem wohl keiner gerechnet hätte.

Eine der für Googles Smartphone-System stehenden Android-Figuren steht zwischen Absperrband.

Googles Smartphone-System Android hat ein Schädlings-Problem

Es ist ein richtungsweisendes Event für : Auf der Hausmesse I/O zeigt der Internetgigant, was in diesem Jahr noch zu erwarten ist. Zum einen sind da fest gesetzte Themen wie die kommende Android-Version mit dem Codenamen "O". Die könnte Android-Smartphones endlich sicherer machen. Zum anderen hat man aber auch immer zukunftsweisende Projekte in der Pipeline. Wir berichten heute Abend live für Sie, los geht es ab 19.00 Uhr.

Google Assistant auf dem iPhone

Kurz vor dem Start wurde gestern schon erstaunlich viel bekannt. Der für seine Apple-Leaks bekannte Journalist Mark Gurman hat in einem Artikel für "Bloomberg" einige der größten Überraschungen vorweg genommen. So soll der durch Künstliche Intelligenz befeuerte Google Assistant, der im letzten Jahr als Nachfolger von Google Now vorgestellt wurde, nun auf einer ganzen Reihe zusätzlicher Geräte verfügbar werden - und auch für das iPhone erscheinen. 

Auf dem Apple-Smartphone kann er allerdings nicht so tief integriert werden wie das auf Android-Geräten oder bei der iOS-Assistentin Siri der Fall ist. Stattdessen installiert man sich schlicht die Assistant-App. Sie wird allerdings eng mit anderen Google-Apps verknüpft sein und etwa Youtube öffnen, wenn man einen Clip über sie sucht. Die App soll nach dem Bericht zunächst nur in den erscheinen. Eine schnelle deutsche Umsetzung ist nicht völlig unwahrscheinlich, da der Assistant neben Englisch als einzige weitere Sprache auch auf Deutsch verfügbar ist.

Backöfen und Fotobücher

Zusätzlich plant Google wohl den Sprung auf weitere Geräte. Der Assistant soll den Haushalt smarter machen. Gurman und sein Co-Autor Mark Bergen nennen etwa Kühlschränke, Spülmaschinen, Bratöfen, Waschmaschinen und Trockner, die in Zukunft mit dem smarten Assistenten laufen sollen. Über den heizt man dann den Ofen vor oder fragt, ob die Wäsche fertig ist. Google zieht hier mit der Konkurrenz gleich. Amazons Sprachassistentin Alexa war bereits Anfang des Jahres für eine ganze Reihe von Geräten angekündigt worden. Eventuell könnte Google auch den Sprachlautsprecher Google Home für Märkte außerhalb der USA ankündigen.

In einem unerwarteten Einsatz seiner Künstlichen Intelligenz will Google dem Bericht nach auch noch in einen für den Konzern völlig neuen Markt einsteigen - und Fotobücher anbieten. Der Onlinedienst Google Fotos soll demnach automatisch aus Alben und Fotos mit ähnlichen Motiven Bücher zusammenstellen, die in einer Reihe von Materialien ausgedruckt werden können. Als einziger Kostenpunkt sind aktuell 10 Dollar (etwa 9 Euro) genannt, die Bücher dürften sich aber abhängig von Material und Größe im Preis unterscheiden. hatte ein solches Feature in seinem alten Mac-Programm iPhoto angeboten, es wurde im letzten Jahr eingestellt.

Android soll sicher werden

Auf einige für Google wichtige Bereiche geht der Bericht aber nicht ein. Es ist fest davon auszugehen, dass Google weitere Details zu seinem neuen Betriebssystem Android O verrät. Eine erste Preview gab es bereits, Google will etwa mit "Project Trebble" die Updates für Smartphone- und Tablet-Hersteller erleichtern - und so die unsäglich hohe Zahl von Android-Geräten mit veralteten Systemen senken.

Einen großen Haken hat das Ganze aber: Die Verbesserungen kommen alle erst mit dem für Herbst erwarteten Android O. Und das werden die jetzt schon veralteten Geräte nie bekommen. Die Auswirkung wird also erst in einigen Jahren spürbar sein.

Ein weiteres wichtiges Thema könnte Mixed Reality und Virtuelle Realität sein. Google war seinerzeit mit Glass seiner Zeit voraus, seit einer Weile kommt das Thema auch bei den Konkurrenten an - und bei den Kunden. Da auch Googles VR-Brille Daydream bisher kein krachender Erfolg war, hätte man in beiden Bereichen viel Raum für Verbesserungen.

Kommt das Pixel 2?

Neue Hardware werden wir nicht unbedingt zu sehen bekommen. Die I/O ist in erster Linie eine Software-Messe. Die Nachfolger von Googles Pixel-Smartphones werden etwa erst für den Herbst erwartet. Neue Geräte könnte es zumindest in den USA trotzdem geben: Google plant Gerüchten zufolge, seine Kampagne "Android One" mit der I/O in die Heimat zu bringen. Die Initiative hat sich auf die Fahnen geschrieben, extrem günstige Smartphones mit aktuellen Android-Systemen anzubieten und lief etwa in Indien recht erfolgreich. 

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