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13. März 2006, 16:39 Uhr

Mit dem PC auf Marsmission

Die Reise geht weiter: Nach Erde und Mond kann nun die Planetenoberfläche des Mars vom Schreibtisch aus erkundet werden. Eine entsprechende Satellitenbildsoftware des Online-Dienstes Google macht den virtuellen Ausflug möglich.

Per Satellitenbildsoftware startet Google nun zum Mars durch© Google

Die Internetsuchmaschine Google ermöglicht nach dem virtuellen Flug über die Erde und den Mond unter www.google.com/mars nun auch eine Reise zum Mars. Der Anbieter hat eine Karte des roten Planeten ins Netz gestellt, die man wie die bisherigen "Google Maps"-Landkarten verschieben und zoomen kann. Der Nutzer könne per Mausklick den gesamten Mars mit all seinen Kratern und weitläufigen Ebenen erkunden, teilte die Arizona State Universität am Montag mit. Die Hochschule lieferte die Aufnahmen für das Projekt.

Echte Expeditionsaufnahmen

Die Bilder stammen vorwiegend von einem Kamerasystem der Marsexpedition Odyssey 2001. Das Thermal Emission Imaging System (THEMIS) hatte Bilder in 15 Farben des sichtbaren Lichtes und des Infrarot-Spektrums aufgenommen. "Mars-Wissenschaftler aus aller Welt nutzen THEMIS-Fotos", sagte der Arizona State-Planetenforscher Phil Christensen, Entwickler des Kamerasystems. "Es ist großartig, das dank Google nun jedermann überall diese Nachbarwelt vom eigenen Computer aus erkunden kann."

Die Auflösung der Aufnahmen liegt den Universitäts-Angaben nach bei minimal 230 Metern. Angeboten werden neben Ansichten der gigantischen Canyonsysteme auch Detailbilder von Vulkanen und der Landeplätze der Marsfahrzeuge "Spirit" and "Opportunity". Neben der normalen Ansicht lässt sich eine Infrarot- und eine Falschfarbenkarte erstellen, mit deren Hilfe die verschiedenen Höhenlagen des Planeten sichtbar gemacht wurden.

DPA
 
 
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