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5. Juli 2011, 14:32 Uhr

Spammer locken mit gefälschten Einladungen

Wer das neue soziale Netzwerk Google+ ausprobieren möchte, muss entweder Geduld haben oder von einem Freund eingeladen werden. Jetzt nutzen Spammer die große Nachfrage und verschicken gefälschte Google+-Einladungen. Von Christoph Fröhlich

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Statt einem Zugang für Google+ erhalten Spam-Opfer nur ein Viagra-Angebot© Canadian Family Pharmacy

Zurzeit sind unsere Kapazitäten ausgelastet. Bitte versuchen Sie es in Kürze noch einmal." Die meisten Interessenten für Googles soziales Netzwerk Google+ dürften diese Zeilen bereits kennen. Viele wollen einen Blick auf das Projekt werfen, den meisten bleibt er aber verwehrt. So bettelt der Webdesigner Frank Hüttner in Twitter seit Tagen um einen Zugang - bisher vergeblich. Einige verkaufen die Einladungen sogar bei Ebay. Für Google erweist sich die künstliche Verknappung als genialer Marketing-Schachzug: Seit vergangener Woche ist der Facebook-Konkurrent das Gesprächsthema Nummer eins in der digitalen Welt. Leider lockt die große Nachfrage auch Spammer und andere Kriminelle an.

Wie das Sicherheits-Unternehmen Sophos berichtet, befinden sich momentan gefälschte Google+-Einladungen im Umlauf, die dem Original zum Verwechseln ähnlich sehen. Sie führen aber nicht ins soziale Netzwerk, sondern auf die Seiten diverser Viagra-Händler. Ob diese dubiose Maßnahme den Verkauf ankurbeln wird, darf bezweifelt werden: Wohl die wenigsten Netz-Interessenten, die einen Zugang zu Google+ suchen, werden stattdessen mit den berühmten blauen Pillen vorlieb nehmen.

Neue Produkte, alte Taktik

Das Vorgehen der Spammer ist nicht neu: Bereits 2004 nutzten Kriminelle den Andrang rund um Googles E-Mail-Dienst Gmail aus. Ähnlich wie bei Google+ waren die Zugänge limitiert, die Nachfrage größer als das Angebot. Damals hatten es die Betrüger aber auf E-Mail-Adressen und Passwörter abgesehen.

Doch nicht nur Google-Dienste sind ein beliebtes Ziel für Kriminelle, sondern auch populäre Produkte wie das iPad: Auf einer Facebook-Seite konnte man für ein angebliches Gewinnspiel seine Kontaktdaten inklusive Handynummer angeben. In Wirklichkeit buchte man aber einen nutzlosen Premium-Service für das Handy, der 10 Dollar pro Monat kostete.

Von Christoph Fröhlich
 
 
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