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Von wegen Kinderspielplatz: Erwachsene Mitglieder nutzen die schöne bunte Welt von Habbo, um Sexkontakte zu finden. Die finnischen Betreiber der Online-Spiel-Community schauten dem bösen Treiben lange zu. Doch auch die neuen Filter helfen wenig.
In den Niederlanden ist ein 17-Jähriger verhaftet worden, weil er Möbel gestohlen haben soll. Virtuelle Möbel aus einer Online-Community. Der Schaden ist allerdings real, die Besitzer hatten für die Einrichtungsstücke insgesamt einige tausend Euro bezahlt.
Die EU-Kommission bemängelt den unzureichenden Schutz von Kindern in sozialen Internet-Netzwerken.
Die Internet-Ankündigung von Tim K.s Amoklauf war eine Fälschung. Im Netz gibt es viele Hinweise, wie der von der Polizei zunächst als echt präsentierte Chat-Eintrag hergestellt worden sein könnte. Der mögliche Urheber entstammt wohl einer Web-Subkultur, die sich ganz der Geschmacklosigkeit verschrieben hat.
Ich bin mild Community-süchtig. Zwanghaft eröffne ich Accounts bei Web 2.0-Webseiten, immer in der Hoffnung, Teil einer Bewegung zu sein, Bewegungen aufzuspüren, mich schnell genug zu bewegen. Neulich, in einer genervten Phase etwa, da meldete ich mich bei schon älteren WebZweiNull-Seiten an, die ich seit langem mal ausprobieren wollte, um expertig mitreden zu können ( Habbo , Plazes ). Oder einfach nur, um mich vom Arbeiten abzulenken. Stellte dabei übrigens fest, dass eigentlich meine Bereitschaft, mich in Communitys wirklich zu engagieren, derzeit nur noch so ander unteren Grenze von "geht so" ist. Wie viele verschiedene "Ichs" in Online-Gemeinschaften kann man eigentlich aktiv betreuen, kann man aktiv nutzen, kann man mit eigenen Ideen und Input füttern? Eine? Zwei? Zehn? Klar, ich hätte schon Lust, mich auf Wikipedia mehr zu verwirklichen, hätte Lust, noch ein, zwei monothematische Blogs zu machen. Hätte Lust, eine oder zwei meiner derzeit brach liegenden Ideen für Web-Projekte auszuprobieren. Aber solange ich noch nicht durch das plötzliche Eintreffen eines Lottogewinns oder die spontane Vertausendfachung der Amazon-Affiliate-Einnahmen auf meiner privaten Webseite so reich geworden bin, dass ich meinen Tagesjob an den Nagel hängen kann, solange wird das wohl nichts mit dem Vollzeitleben im Internet. Ohnehin würde ich gerne wissen, wie viele Leute eigentlich wirklich das ganze WebZweiNull-Zeug intensiv nutzen. Eine spontane Umfrage im Bekanntenkreis ergab, dass nur 20 Prozent der anwesenden Coolen Leute tm irgendwas halbwegs Konkretes mit dem Begriff Web 2.0 anfangen können, geschweige den die entsprechenden W E B S E I T E N nutzen oder überhaupt erstmal kennen -- wer also sind die Leute, die all diese Sites mit Leben füllen (sollen)? Haben die Kiddies da draußen so viel Muße? Oder ist die Zeit nahe, in der wir uns über unsere Community-Zugehörigkeiten definieren, mit Angaben auf der Visitenkarte, wo man dazu gehört, von Xing über das GSPB zu den Lokalisten ; von Linkedin über last.fm zu Flickr bis zum Arsenal ? Da kommt was zusammen. Schöner wäre eine Meta-Community, eine Webseite, die all meine Reputation aus diversen Einzelsystemen zusammenträgt und bündelt zu einem Social Megascore tm . Ich brauche schließlich schon jetzt eine eigene Datenbank , um die ganzen "Chars" und "User-Namen" und "Avatare" und "Nicks" zu verwalten. Und habe noch gar nicht einmal angefangen, mich absurderen Projekten wie Qype oder Mr. Wong oder IRC Galerie oder JoinR zu widmen. Werde ich wohl auch nicht. Da mache ich eher eine Art Community-Empfehlungs-Übersichts-Seite auf. Mit massenhaft User-Participation und starker Community-Ausrichtung und vielen Web 2.0-Features . Und werde reich, wegen des derzeit reichhaltig vorhandenen Wagniskapitals. Aber dafür habe ich natürlich keine rechte Zeit, weil ich ja schon in 86 Communitys Mitglied bin. Verdammt.
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