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5. März 2006, 06:45 Uhr

Yahoo verbannte "allah"

Ed Callahan versuchte unzählige Male bei Yahoo eine E-Mail-Adresse auf seinen Namen einzurichten. Er scheiterte jedesmal, weil bestimmte Zeichenfolgen beim Internet-Dienst unerwünscht waren.

Die Verwendung des Begriffs "allah" als E-Mail-Adresse war bei Yahoo eine Zeit lang nicht möglich© AFP

Auch mit eigentlich unverdächtigen Namen kann man große Probleme haben, wie jetzt ein Mann im US-Staat Wisconsin feststellen musste. Ed Callahan begann seine Versuche, bei Yahoo eine E-Mail-Adresse auf seinen Namen einzurichten, nachdem es seine Mutter, die den gleichen Nachnahmen hat, nicht geschafft hatte. Er probierte verschiedene Möglichkeiten aus und kam schließlich zu dem Schluss, dass es an dem "allah" im Mittelteil seines Namens lag. "Der Krieg gegen den Terror ist zu einem Krieg gegen Muslime geworden", sagte Callahan.

Schutz vor Verstoß gegen die Richtlinien

Yahoo bestätigte, dass die Verwendung dieses Begriffs tatsächlich eine Zeit lang nicht möglich war. Dies sei geschehen, um Nutzer vor Schmähschriften zu schützen. Einige Personen hätten sich nämlich mit bestimmten Begriffen registriert, nur um dann andere zu bedrohen oder zu beschimpfen. Und dies widerspreche den Yahoo-Richtlinien. Inzwischen sei die Regelung aber wieder geändert worden - und Callahan hat jetzt auch eine E-Mail-Adresse mit seinem Nachnamen.

AP
 
 
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