. .
Online-Neuigkeiten und Internet-Trends
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
21. Mai 2006, 17:27 Uhr

"Es gibt Probleme, die meine Welt nicht beheben kann"

Im zweiten Teil des stern-Interviews spricht Google-Chef Eric Schmidt über die Firmenphilosophie, Weltverbesserungspläne - und den Kampf gegen Microsoft.

Google-Chef Eric Schmidt im Gespräch mit den stern-Redakteuren Michael Streck (li.) und Dirk Liedtke (re.)© Justin Sullivan/Getty Images

Will Google die Welt verbessern?

Ich habe gelernt, wie Informatik dazu beitragen kann, die Probleme der Welt zu lösen. Es gibt Probleme, die meine Welt nicht beheben kann, aber wir versuchen auf jeden Fall, so viele wie möglich zu lösen. Die Werbebranche ist reif für unseren Ansatz. Es gibt eine Menge Bereiche, angefangen bei der Politik, wo Menschen wie ich zwar zu vielen Dingen eine Meinung haben, aber nicht wissen, wie man die zugrunde liegenden Probleme lösen kann. Der Siegeszug der "Nerds", wie man uns nennt, hat seine Grenzen. Die Menschen treffen ihre Entscheidungen letztlich auf menschliche Art und Weise. Die Computer helfen ihnen nur dabei. Computer regieren nicht die Welt, und das sollten sie auch nicht. Deshalb nehmen wir unser neues Projekt, die digitale Bibliothek, auch so ernst. So vieles in unserer Gesellschaft wird nicht von den Meinungen der Benutzer bestimmt, sondern von der Meinung ihrer Vertreter. Das ist das Interessante, wenn die Benutzer mehr Einfluss bekommen. Durch das Internet kann man mittlerweile hören und lesen, was die Menschen denken und muss keine Vermutungen mehr darüber anstellen. Das ist nicht unbedingt besser oder schlechter, es ist einfach nur anders. Die Technologie legt nicht fest, ob diese Entwicklung Demokratie oder Anarchie bedeutet. Es liegt an uns, wie wir die Technologie anwenden. Ich bin zuversichtlich, dass die Menschheit diese Möglichkeiten sehr gut nutzen wird. Ich bin Technologieoptimist. Ich denke, mehr Kommunikation und mehr Zugang zu Informationen sind einfach enorm wichtig.

Haben Sie eine Firmenphilosophie?

"Tue nichts Böses" - bei uns hängt nichts an der Wand. Ein Unternehmen lebt von der Kultur der Mitarbeiter. Wir versuchen, Leute ins Unternehmen zu holen, die nach einer besseren Welt streben. In Europa haben wir gerade erst das Maps-Projekt gestartet.

Der Idealismus von Google ist also mehr als eine Fassade?

Ganz genau! Warum die Leute hier arbeiten? Sie arbeiten hier nicht des Geldes wegen, sondern weil sie etwas bewegen können. Wir bezahlen in der Regel weniger als alle anderen. Wir stellen jeden Monat zwischen 300 und 400 Leute ein. Rund die Hälfte davon im technischen Bereich. Besonders in Europa und Asien kommen viele Beschäftigte dazu. Dort wachsen wir durch die (weitere) Verbreitung des Internet stärker als in den USA. In den vergangenen ein bis zwei Jahren haben wir uns auf den Ausbau unseres weltweiten Geschäfts konzentriert. Ich schätze, unsere Mitarbeiter kommen aus rund 100 Ländern. Das bringt sehr viele verschiedene Einflüsse mit sich, und das ist unsere Stärke. Wir haben ein großes Entwicklungszentrum in Zürich, und wir bauen gerade eines in London. Unsere Europazentrale hat ihren Sitz in Dublin.

Microsoft versus Google - wer wird die Schlacht der Giganten letztlich gewinnen?

Die Schlacht der Giganten - ich glaube, das ist ein bisschen zu stark vereinfacht. Wir machen unser Geschäft nicht aufgrund dessen, was Microsoft tut. Es wird immer als eine Schlacht dargestellt, mit einer Reihe von Ereignissen und Armeen und einem Schlachtfeld. Dabei entspricht das überhaupt nicht der Realität. Meiner Ansicht nach ist der Bereich so groß, dass es mehrere Ansätze geben wird, und am Anfang werden viele davon erfolgreicher sein als unserer. Ich denke durchaus, dass wir Erfolg haben werden, aber die anderen eben auch. Es wird irgendwann zu einer Konsolidierung des Marktes kommen, aber nicht in den nächsten paar Jahren. Der Begriff Schlacht impliziert, dass es einen Sieger und einen Verlierer gibt. Ich glaube nicht, dass es dazu kommt.

Mehr zum Thema Den vollständigen Artikel lesen Sie im aktuellen stern

  zurück
1 2
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Interview mit Google-Chef Eric Schmidt "Lieber klare Niederlage als schwammiger Sieg"

Die Suchmaschine Google wird immer mächtiger - ein Besuch bei den selbst ernannten Weltverbesserern. Im stern-Interview spricht Firmenchef Eric Schmidt über die Google-Gründer, die Kunst des Streitens und die Grenzen des Wachstums. mehr...

 
Partnerangebot Der stern.de-DSL-Vergleich Der stern.de-DSL-Vergleich Sparen bei DSL-Flatrates

Mit einem DSL-Tarif-Vergleich finden Sie einfach und schnell den zu Ihnen passenden Anbieter. Kostenlos, schnell und sicher! mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft