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Schon als Kind las Jimmy Wales am liebsten in Lexika, 2001 gründete er gemeinsam mit einem Freund die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Fünf Jahre später stand er bereits auf der "Times"-Liste der weltweit einflussreichsten Menschen. Wer ist der Mann hinter Wikipedia?
Der Gründer des Internet-Lexikons Wikipedia, Jimmy Wales, unterstützt den amerikanischen Suchmaschinenkonzern Google im Konflikt mit China.
Dass Wikipedia (trozt einiger Fehler) so gut funktioniert, ist auch zehn Jahre nach ihrer Gründung ein Rätsel: Tausende investieren ihre Freizeit, um das Wissen der Welt zu sammeln. Doch im Jubiläumsjahr hat das Projekt Nachwuchssorgen.
Wikipedia-Gründer Jimmy Wales macht nun Nägel mit Köpfen und nimmt die englischsprachige Version von Wikipedia am Mittwoch, den 18. Januar 2012 für 24 Stunden vom Netz, um gegen Internet-Zensur zu protestieren.
Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat angekündigt, das Online-Lexikon möglicherweise kurzzeitig vom Netz zu nehmen. Dadurch soll gegen ein Anti-Piraterie-Gesetz demonstriert werden, das derzeit in den USA diskutiert wird.
Auf du und du mit Mr. Wikipedia: Jimmy Wales, der Mann, der jetzt gegen Google antreten will. Mit Hilfe der ganzen Welt. Das Schöne daran, in San Francisco zu leben, ist nicht das Wetter. Die meisten Leute glauben, dass immerzu die Sonne scheine und die Menschen hier die meiste Zeit am Strand liegen - schließlich reden wir von Kalifornien. Und dann kommen sie herbeigeflogen, laufen in Shorts und T-Shirts durch die Stadt und frieren sich im allgegenwärtigen Sommernebel diverse Körperteile ab. All diesen Leuten sei gesagt: Ihr seid in Florida, Las Vegas oder San Diego besser aufgehoben. Nein, das Schöne an San Francisco - neben dem Golden Gate, Sausalito und Tiburon, Angel Island, Berkeley und vielen anderen Dingen, die nichts mit dem Thema dieses Blogs zu tun haben - sind die Nähe zum Silicon Valley und die Tatsache, dass es Einrichtungen wie den Commonwealth Club gibt. Bei dieser ehrwürdigen Institution, nunmehr 101 Jahre alt, schauen allerlei spannende Menschen vorbei, halten Vorträge und geben Interviews, und wenn man Glück hat, kann man ihnen hinterher hallo sagen und noch ein bisschen plaudern. Am Mittwoch war Jimmy Wales beim Commonwealth Club, der Wikipedia-Gründer. Er saß in einem Sessel auf der Bühne und entsprach ganz dem Bild des unscheinbaren Internet-Moguls, wie er neulich im Magazin "Fast Company" beschrieben wurde: ein 40-jähriger ehemaliger Wall-Street-Händler, früh zu Wohlstand gekommen, der es sich leisten kann, sein Online-Lexikon wie ein Liebhaberprojekt zu betreiben. (Wikipedia gehört einer gemeinnützigen Stiftung, und Wales bekommt kein Gehalt.) Dieser Jimmy Donal Wales liebt es leger, nennt sich gern "Jimbo", spricht mit sanfter Stimme, lässt keine Chance aus, mit leuchtenden Augen von seiner kleinen Tochter zu schwärmen, und trägt demonstrativ kein Oberhemd, sondern ein T-Shirt unterm Sakko. Aber es gibt noch einen zweiten Jimmy Wales - einen, der eben doch nicht ohne Sakko und Anzughose auf der Bühne sitzen mag und dessen Ambitionen durch den Erfolg der Wikipedia noch lange nicht gestillt sind. Dieser Jimmy Wales, der ehemalige Finanzmanager, hat Großes vor: Zunächst einmal will er mit seiner Firma Wikia - die Geld verdienen kann, darf und soll, anders als die Wikipedia-Stiftung - eine Art digitale Verlags-Kommune aufbauen. Er nennt das "den Rest der Bibliothek füllen" - wobei die Wikipedia die Rolle des Großen Brockhaus' einnimmt und die vielen, vielen Wikis, die gerade rund um die Welt entstehen, den einzelnen Büchern in der Bibliothek entsprechen. Es gibt (laut Wikipedia) derzeit über 3000 Wikis in über 50 Sprachen, zu einem breiten Themenspektrum, das von Autismus über Lego und die Muppets bis zu World of Warcraft reicht - das derzeit beliebteste Wiki von allen. "Es ist fantastisch, mit welchen Dingen der Rest der Bibliothek gefüllt wird", freut sich der Wikia-Chef, für den jedes neue Thema bares Geld bedeutet, weil es seiner Firma erlaubt, auf all den Wikiseiten, die seine Nutzer füllen, Anzeigen zu schalten. Diese Anzeigen werden ironischerweise über Google vermarktet - ausgerechnet jene Firma, die Wales als nächstes ins Visier nehmen möchte, und zwar mit einer Suchmaschine, die nach dem Community-Prinzip funktioniert. Über das Wie ließ er sich leider weniger entlocken als über das Warum: "Für mich geht es hier fast schon um ein politisches Statement", sagte Wales. "Es ist ein Statement dazu, was wir als Bürger der Welt erwarten sollten von Suchmaschinen, die den größten Teil des Verkehrs im Internet lenken." Google, Yahoo & Co. sind für ihn hermetisch abgeriegelte Firmen, die sich nicht in die Karten schauen lassen - wofür es, muss man sagen, gute Gründe gibt: Die Suchmaschinen halten die Methoden, nach denen sie Treffer bewerten und auflisten, ja auch deshalb weitgehend geheim, weil es viel zu viele Betreiber von Websites gibt, die versuchen, ihre Popularität künstlich zu steigern, um dadurch auf der Trefferliste weiter oben zu landen. Wales allerdings glaubt, dass Suchmaschinen-Spamming das kleinere Übel ist und sich mit Hilfe der Community überwinden lässt. "Wir sollten ein gewisses Maß an Offenheit, Transparenz und Gelegenheit zum Mitmachen erwarten", fordert er. "All das ist extrem wichtig." Deshalb nun also sein Versuch, mit einer Art "Wikihoogle"-Suchmaschine gegen die etablierte Konkurrenz anzutreten. "Ich denke, dass wir so etwas aufbauen können, und ich möchte, dass die Web-Gemeinde zusammenkommt, um es zu versuchen", sagt Wales. Dass "Fast Company" ihn deshalb schon zu "Googles schlimmstem Alptraum" erklärt hat, ist ihm dann aber doch unangenehm. "Meine Mutter hat gleich zehn Hefte gekauft", erzählte Wales ins Gelächter des Publikums beim Commonwealth Club hinein, "aber ich fühle mich in dieser Rolle als Google-Killer nicht wohl". Im Augenblick stehe das Projekt "noch ganz am Anfang". Klein angefangen hat freilich auch einst seine Wikipedia, und schau an, was daraus geworden ist: Über sechs Millionen Einträge in gut 130 Sprachen zählt das Online-Lexikon heute und ist nach Zahl der Besucher gerechnet die neuntbeliebteste Seite im Internet. Gut 280.000 Menschen beteiligen sich an dem Projekt auf die eine oder andere Art - freiwillig, unbezahlt. Die Wikimedia-Stiftung, die die Website am Laufen hält, beschäftigt dagegen nur sieben Mitarbeiter. "Die neuntgrößte Website mit sieben Vollzeitjobs, das ist ein Verhältnis, mit dem sonst keiner mithalten kann", freut sich Wales. Allerdings hat die Popularität auch eine Kehrseite: Die Kosten für die Computer, die all die Lexikon-Einträge speichern, und die Datenleitungen, die all die Besucher bedienen - diese Kosten steigen ähnlich schnell wie die Popularität der Wikipedia. Im vorigen Jahr habe die Wikimedia-Stiftung etwa eine Million Dollar ausgegeben, "vorwiegend für Hardware und Datenverkehr"; in diesem Jahr werden es vermutlich zwei bis drei Millionen sein. Trotzdem ist Wales nicht bange, dass die Stiftung in die Miesen rutschen könnte - er habe so viele Freunde im Silicon Valley, erzählte er im Anschluss an seinen offiziellen Auftritt, dass er eigentlich nur mit dem Klingelbeutel durch das Tal der Technik laufen müsste, um genügend Geld aufzutreiben, sollte es irgendwann mal eng werden. Aber danach sehe es derzeit ohnehin nicht aus, weil das Spendenaufkommen ebenfalls wachse. Ob er, der erfolgreiche Wall-Street-Mann und Unternehmer, der Wikimedia-Stifung auch selber etwas gebe, wollte ich wissen. Wales stutzte einen Moment, lächelte verschmitzt und sagte: "Geld nicht – nur mein Leben." Auch wieder wahr. Wer will, kann Wales' Auftritt beim Commonwealth Club demnächst als Podcast anhören: http://www.commonwealthclub.org/broadcast/#podcast
Die Stiftung hinter dem beliebten Online-Lexikon Wikipedia muss auf Führungssuche gehen.
Sue Gardner war in den vergangenen Jahren die Hüterin von Wikipedia. Jetzt will sie auf anderen Wegen für ein offenes Internet kämpfen. Die Wikimedia-Stiftung sucht jetzt eine Nachfolgelösung.
Die Stiftung hinter dem beliebten Online-Lexikon Wikipedia muss auf Führungssuche gehen. Die langjährige Geschäftsführerin der Wikimedia-Stiftung, Sue Gardner, will sich zurückziehen.
Gerade mal zehn Jahre ist die Wikipedia alt, und schon ist die Online-Enzyklopädie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch worum geht es im längsten Artikel? Was sind Edit Wars und Inkludisten? Kennen Sie sich aus in Wiki-Land?
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Jimmy Donal „Jimbo“ Wales ist ein ehemaliger US-amerikanischer Börsenhändler und heute ein Internet-Unternehmer. Wales ist Mitbegründer und Förderer der freien und kollaborativen Enzyklopädie Wikipedia.