Browservergleich:
Schneller, stabiler und privater
Die Testversionen der neuen Webbrowser von Microsoft und Google, Internet Explorer 8 und Chrome, sollen das Surfen im Web angenehmer machen. Die von den Konzernen angebotenen Lösungen gleichen sich in vielem. Von Arndt Ohler und Matthias Oden
Die Unterschiede zwischen Googles Chrome und Microsofts Internet Explorer 8 liegen eher in Nuancen, wie sich an den öffentlichen Testversionen erkennen lässt: Während Microsoft beim Bedienkomfort leicht vorn zu liegen scheint, reklamiert Google für sich, den schnellsten Browser auf den Markt zu bringen. Allerdings könnte Chrome Google mehr nützen als der IE 8 dem Konkurrenten Microsoft. Denn Google bietet Dienste an, die bisher in Browsern nicht optimal laufen. "Der Konzern könnte erfolgreich sein, indem er den Browser als einen besseren Weg für den Zugriff auf einige seiner erfolgreichen Produkte wie Gmail, Google Docs, Youtube und andere pusht", sagt Analyst Danny Sullivan vom Fachdienst Search Engine Land.
Der Vergleich von Chrome und Explorer 8 Punkt für Punkt - links im Kasten.
Beide Produkte versprechen ein hohes Maß an Sicherheit durch Phishingfilter und Warnungen vor gefährlichen Websites. Betrüger programmieren zum Beispiel täuschend echte Kopien von Bankenwebsites, um so an Passwörter zu gelangen. Kommt ein Surfer auf diese Websites, wird er sowohl bei Chrome als auch beim Explorer gewarnt. Allerdings: Das Microsoft-Programm Active X ist immer noch Bestandteil des Explorers. Active X ist umstritten, weil über diese Softwarebestandteile Computer leicht von Schadprogrammen infiltriert werden können.
Googles Browser bietet ein sogenanntes "Inkognito-Fenster". Alle Websites, die darin geöffnet werden, speichert Chrome nicht. Zudem werden Cookies - Kleinstprogramme, die Daten auf dem Computer speichern - nach dem Schließen des Fensters gelöscht. Bei Microsoft heißt die nahezu identische Funktion "InPrivate". Damit lässt sich zum Beispiel nicht mehr nachvollziehen, nach welchen Krankheiten Nutzer gesucht haben oder welches Geburtstagsgeschenk online bestellt wurde. Spötter haben diese Funktion bereits "Porn mode" getauft, da natürlich auch alle Ausflüge auf Sexwebsites unentdeckt bleiben.
Beide Programme besitzen eine Sicherung gegen Darstellungsfehler: Der Absturz eines Reiters schließt künftig nicht mehr den gesamten Browser, sondern nur die betroffene Registerkarte. Sowohl bei Microsoft als auch bei Google ordnen sich die Registerkarten automatisch nach verwandten Themen. Microsoft markiert sie zusätzlich farblich. Öffnen Chrome-Nutzer einen neuen Reiter, erscheinen darin die neun persönlich meistgenutzten Websites im Kleinformat sowie Eingabefelder der Lieblingssuchmaschinen und kürzlich geschlossene Reiter. Auch bei Microsoft können die Nutzer zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen, was beim Öffnen erscheint.
Bei den Funktionen im Adressfeld liegt der Explorer hinter Chrome: Zwar suchen beide Programme während der Eingabe nach passenden Websiteadressen. Chrome jedoch schlägt zusätzlich passende Suchbegriffe vor oder Websites, die bei dem eingegebenen Wort besonders häufig angesurft wurden. Mit einem Klick lässt sich zudem jede Suchmaschine verwenden, die vorher schon genutzt wurde. Der Wechsel auf spezielle Suchwebsites entfällt.
Wer im Explorer 8 Wörter auf einer Website markiert, kann sie mit nur einem Klick etwa in Onlinelexika suchen, sie übersetzen oder sich eine Karte des Ortes anzeigen lassen, sollte es sich bei den markierten Worten um eine Adresse handeln. All das geschieht, ohne dass die Website gewechselt wird. Desgleichen ist es möglich, sich Informationen von anderen Websites zu abonnieren: Aktienkurse oder Internetauktionen lassen sich so beobachten, ohne die entsprechenden Seiten aufzusuchen. Die Suchfunktion bei Chrome ist in das Eingabefeld integriert.
War zu Anfang noch sehr positiv zu dem Browser eingestellt. Nach einem dreistündigen Test des Google-Browsers in unserer Firma ist für mich und alle hier eines klar - NEIN zu Chrome und ein striktes Verbot zur Benutzung auf auf allen Firmenrechnern. Wer sich mal ein Bild davon machen will, was der Browser so alles an Daten an Google übermittelt, muss nur ein Snifferprogramm mitlaufen lassen. Wer dann den Browser nicht umgehend wieder von seinem Rechner löscht, kann nicht ganz bei Trost sein. Für diverse Tests haben wir Rechner mit fiktiven Daten - auf einen spielten wir Chrome. Die Auswertung des Snifferprotokolls brachte nette Überraschungen: No.1: alle Emailadressen die zum Empfang dienen, wurden komplett ausgelesen und übertragen - inkl. IP - obwohl während des Tests keine Email empfangen oder versendet wurde No.2: selbst abgebrochene Suchanfragen wurden inkl. IP übermittelt No3.: alle besuchten Websites - die Dauer und alle Bewegungen auf der jeweiligen Seite wurden genaues protokolliert und übermittelt, genuaso wie alle Downloads Auch wenn wir Onlinebanking nicht ausprobierten -erschien uns zu gefährlich- sind wir uns sicher, dass hier auch peinlichst genau, alle Aktivitäten inkl. Bankdaten übertragen werden, wenn nicht sogar Kontostände ausgelesen werden. Dies ist zwar eine Vermutung, aber da alle anderen Daten auch genauest gelesen wurden, warum nicht auch diese. Gegen Google ist unser Datensammelfreak Schäuble ein wahrlicher Unschuldsengel mit weissester Weste. Googel do not evil - hahahaha - wer es glaubt wird seelig...
Für jeden Googlebrowserbenutzer sorgt Google über seine Datenbank (aha)dass keine "gefährliche" webseite angesurft wird.Bei jedem Aufruf einer Webseite weiss also Google(C_I_A auch)welche Webseiten aufgerufen werden. Aber alles nur zur deiner Sicherheit -> eine reine faschistische Aussage = wir wissen was gut für dich ist.
Die Diskussion - wenn man sie denn so nennen möchte - offenbart weit mehr als der eigentliche Artikel. 1. Die Browserfrage ist inzwischen mehr denn je eine Glaubens- denn eine Frage des objektiven Betrachents vom tatsächlichen Nutzen für den einzelnen. 2. Die Ahnungslosikeit in Bezug auf die eigenen Daten und das was der User preisgibt wenn er sich im Web bewegt ist unglaublich. Derjenige der glaubt er habe im Internet so etwas wie eine Privatspähre ist schon beinahe rührend naiv. Jeder sollte sich im klaren sein dass er mit dem Einloggen ins www jede Menge Informationen an Dritte weiter gibt - wer das nicht will sollte seinen Rechner einfach aus lassen. 3. Das Maß an Kurzsichtigkeit welches deutlich wird wenn auf kommerzielle Angebot gewettert wird - natürlich sind Betreiber wie google, microsoft und auch der hier viel gescholtene stern bestrebt Gewinne zu erzielen. Was ist daran verwerflich ?? Ich möchte das Geschrei nicht hören wenn alle Anbieter auf Werbung verzichten würden und dafür ausschließlich Pay-Dienste anbieten würden. Dann wäre das Geschrei groß !
Ihren Grundsatz "Don´t be evil" haben sie längst über Bord geworfen. Und Punkt 6 ihrer Philosophie, "Sie können Umsätze erzielen, ohne jemandem damit zu schaden." kann man nur noch als Hohn betrachten. Auf der einen Seite "kostenlose" Software und Dienste anbieten, auf der anderen Seite Milliarden scheffeln. Und die meisten durchblicken nicht, dass es trotzdem ihr Geld ist, das sie dem Moloch in den Rachen werfen. Denn das Geld für die Werbung müssen Firmen natürlich durch ihre Kunden verdienen. Drucken können sie es nicht. Google ist inzwischen fast gefährlicher als Microsoft, denn sie übernehmen Schritt für Schritt in einem gewaltigen Tempo die Kontrolle über das Internet. www.google.de/intl/de/corporate/tenthings.html
Warum so ein oberflächlich recharchierter Artikel, der hauptsächlich auf die tollen neuen Funktionen eingeht (welche fast alle auch für den Firefox verfügbar sind) ? Vielleicht weil andere Werbung vom AdBlock-plugin im FF herausgefiltert wird? Ich verstehe. Ihr müsst ja eure Webseite auch irgendwie finanzieren.
Mir scheint, Google versucht mit Nachdruck gute Publicity für seinen Browser zu erreichen?! Für Firefox oder andere Browser wurde nicht so ein Alarm gemacht. Diese demonstrativ heftige Bewerbung des Browsers von Google, vor allem der zwanghafte Versuch, die Sicherheitslücken zu überspielen, hat mich jetzt dazu veranlasst, sämtliche Google-Tools zu entfernen. Das schöne ist: es geht auch wirklich ohne Google, weiterhin das www zu genießen. ;)
ich benutz Firefox. Ich bin ganz toll und so Avantgarde... Das ist so arm. Früher haben die Leute anhand Ihrer Autschlüssel auf die Willi-Länge geschlossen, heute ist es offensichtlich der Browser (Zitat: Also ich benutz ja derzeit den Firefox 3.0 (und ganz wichtig) .1) Der 3.0.0 ist ja sooo 90er... Aber damals wie heute fahren die meisten Leute trotzdem Golf. Und für den Großteil reicht das eben auch...
Ich werde den Browser igrnorieren, auch mit den angepassten Nutzungsbedingungen. Googles Ziele, mehr und mehr Anwendung über das Netz zu vertreiben finde ich sehr bedenklich. Alles würde kontrollierbar werden! Pfui!!!
Nie und niemals benutze ich ein nagelneues Programm, und wenn es noch so schnell ist. Ich nutze seit Jahren nur noch den Firefox, derzeit den aktuellen 3.0.1 und mich begeistert vor allem die unglaublichen Anpassungsmöglichkeiten. Er ist wesentlich übersichtlicher und bedienfreundlicher als die IE 7 und 8, dazu noch sicherer! Warten wir's mal ab wie sich der Chrome in der Praxis schlägt und wie es um den Datenschutz steht.
Kaum hat Google seinen neuen Browser Chrome vorgestellt, ist das Geschrei groß: Viele Internetnutzer äußern lautstark die Sorge um den Umgang Googles mit ihren Daten. stern.de-Community-Managerin Katarina Rathert versteht die Diskussion nicht. Wer seine Daten nicht offenlegen will, muss konsequent offline leben. mehr...
Googles Browser Chrome ist da. Er ist ein Angriff auf Microsoft, auf die Dominanz des Internet Explorers und damit ein weiterer Schachzug des Suchmaschinenriesen im Kampf um das Online-Werbegeschäft. Aber ist Chrome auch ein guter Internetbrowser? Die Antwort ist eindeutig. mehr...
Google verschenkt seine Produkte und verdient damit Milliarden. Ein Paradox? Mitnichten, denn wer die kostenlosen Dienste nutzt, zahlt mit privaten Daten und muss Werbung akzeptieren. Jetzt soll ein eigener Browser den unliebsamen Konkurrenten Internet Explorer und Firefox Paroli bieten. Doch Chrome ist nur ein erster Schritt. mehr...