Die Ebay-Gemeinde wächst rasch - und mit ihr die Zahl der schwarzen Schafe. Deren Methoden werden immer raffinierter.
Es passiert immer wieder: Betrüger kassieren für Produkte, die es gar nicht gibt, und machen sich dann auf und davon. Nutzen Sie bei teuren Artikeln den Ebay-Treuhandservice: Der garantiert, dass nur abgebucht wird, wenn die Ware auch kommt.
Im Angebot nur am Rande erwähnt, sind Porto- und Verpackungskosten auf der Rechnung dann oft der größte Posten: Manche bessern so ihre schmalen Gewinne auf. Also: Rechtzeitig über den Gesamtpreis informieren!
Manche setzen hinter Angebote wie "Playstation" noch klein in Klammern "Verpackung" oder "Bild". Das bedeutet: Verkauft wird keine Spielkonsole, sondern nur Pappe oder ein Foto. Produktbeschreibung genau lesen!
Manche Betrüger schaffen sich mehrere Ebay-Benutzernamen an, dann bieten sie bei eigenen Auktionen, um den Preis in die Höhe zu treiben. Nur schwer nachzuweisen.
Ähnlich wird auch das Bewertungssystem manipuliert: Nach Scheinkäufen loben sich manche Betrüger selbst.
Schlecht ausgewählte Passwörter eröffnen Gaunern zusammen mit der E-Mail-Adresse Zugang zu Ihrem Ebay-Konto. Zumal viele mit ihrem Sortiment oder mit dem Nutzerprofil Hinweise geben: Das Passwort der Katzenliebhaberin? Vielleicht ja "Pussycat"?
Manche Gauner machen erst legale Geschäfte, erwerben gute Bewertungen - und schlagen dann zu: Teure Produkte - gegen Vorkasse - kommen nie an.
Das Billig-Image von Ebay lockt auch Wucherer an. Nicht alles ist ein Schnäppchen, nur weil es bei Ebay angeboten wird. Angebote vergleichen!
Erst wird man knapp überboten, dann kommt die Mail: Der eigentliche "Gewinner" sei abgesprungen, man könne das Produkt nun doch haben. Wer hier zugreift, hat keinen Schutz von Ebay mehr. Lieber nicht!
Manche Bieter setzen Software ein, die unmittelbar vor Ende der Auktion automatisch bietet - die Konkurrenz hat dann keine Chance. Das ist verboten, aber kaum zu verhindern.
Übernommen aus ...
Stern
Ausgabe 23/2003