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Tagesschau kommt vielen nicht spanisch genug vor

Die Redaktion der Nachrichtensendung entschied, dass es wichtigere Themen gibt als die Proteste in Madrid. Viele Zuschauer sahen das ganz anders.

Von Verena Kuhlmann

  Obwohl auch andere Medien das Thema außen vorließen, bekam nur die Tagesschau den Shitstorm ab

Obwohl auch andere Medien das Thema außen vorließen, bekam nur die Tagesschau den Shitstorm ab

  • Verena Kuhlmann

Die Tagesschau ist für viele nach wie vor so etwas wie das Nonplusultra der Nachrichtensendungen. Nachdem sie am Dienstag in der 20-Uhr-Sendung – übrigens ebenso wie andere Medien – die Massenproteste in Madrid gegen die drastischen Sparpläne der Regierung nicht erwähnte, hagelte es auf der Facebook-Seite der Tagesschau Kritik. Zuschauer beschwerten sich, dass Themen wie der Inselstreit zwischen Japan und Taiwan oder Altkanzler Helmut Kohl als wichtiger erachtet worden seien als die Angst Tausender Spanier vor sozialer Armut. Die Tagesschau reagierte und erklärte, die Lage werde noch beobachtet und die Proteste in Spanien seien bisher kleiner als erwartet.

Wenige Stunden später wurde auf in einem Artikel und auch im Nachtmagazin der ARD schließlich doch über die Proteste berichtet. Nun war von etwa 3000 Demonstranten die Rede – die Zahl wurde mittlerweile geändert – obwohl es sich um eine deutlich höhere Zahl an spanischen Demonstranten gehandelt haben soll. Damit ging die Beschwerdewelle von vorne los. Nach über tausend empörten Kommentaren unter sämtlichen Posts der Redaktion, entschloss sich das Tagesschau-Team zu reagieren. Auf Facebook erklärte Thomas Hinrichs, der zweite Chefredakteur der Sendung:

"Liebe Freundinnen und Freunde der Tagesschau, (…) Shitstorms gehören zum Geschäft. Wichtig für alle ist zu wissen, dass wir uns davon in unserer journalistischen Beurteilung nicht beeinflussen lassen können. Wir sind unabhängig, sowohl von politischen als auch wirtschaftlichen Interesse. Nun kommen die Engagierten dazu. Engagement in der Sache ist gut und zu begrüßen, aber auch die bei einem Thema besonders Engagierten können Berichterstattung nicht erzwingen (…)."

"Wir müssen die ganze Welt im Blick haben"

An die User ging der Appell, ihre Diskussion fortzuführen, den "Shitstorm" unter den anderen Beiträgen aber zu unterlassen. Mit dieser Aufforderung sollten die Kommentatoren beschwichtigt werden – tatsächlich machte die Tagesschau damit aber alles nur noch schlimmer. Besonders auf die Bezeichnung "Shitstorm" für ihre Kritik reagierten die Internetnutzer noch verärgerter.

Auch darauf reagierte Hinrichs. Auf dem offiziellen Blog der Tagesschau veröffentlichte er eine Stellungnahme. Dort erklärte er: "Anders als viele Mitbewerber haben wir ein Studio in Madrid. Unser Studio war vor Ort und hat gedreht. Das Thema stand daher auf der Agenda und wurde folglich in unser bewährtes Relevanzraster eingefügt. Wir müssen dabei die ganze Welt im Blick haben und abwägen und haben uns nach Abwägung aller nachrichtlichen Kriterien in den verkürzten Tagesthemen am Dienstag für die Wasserschlacht zwischen taiwanesischen und japanischen Schiffen entschieden."

Jeder Fehler wurde zum Verhängnis

Die Kritiker reagierten abermals mit Spott. Unter dem Eintrag finden sich zunächst mehrere User, die auf den Text erst gar nicht eingehen – sie beurteilen nur die Rechtschreibung und Gliederung des Textes. Jeder der Fehler wurde an diesem Abend sofort gegen die Redaktion verwendet. "Es hat gezeigt, dass die Tagesschau nach den üblichen Nachrichtenfaktoren arbeitet, Prominenz, Konflikt, Schaden, Kriminalität…schade!", kommentiert "Rose" den Eintrag. Nur wenige gaben dem Chefredakteur recht oder kritisierten die ausfälligen Argumente der anderen. "Hannes" beispielsweise schreibt: "(…) ein großes Lob an die Tagesschau in dieser Sache." Sven Gottberg pflichtet bei: "Ich finde den Shitstorm gegen die Tagesschau total übertrieben."

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