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28. Februar 2008, 13:59 Uhr

StudiVZ startet neuen Ableger

Die erfolgreichste deutsche Community studiVZ bekommt einen neuen Ableger. "MeinVZ" soll sich an alle Internet-Nutzer richten. Die bisherigen Netzwerke studiVZ und schuelerVZ richteten sich vor allem an Schüler und Studenten. In wenigen Wochen kommt starke Konkurrenz aus den USA.

meinVZ ist der jüngste Ableger VZ-Netzwerke© Stephanie Pilick/DPA

Das Online-Netzwerk studiVZ will mit einem neuen Angebot noch größer werden. An diesem Donnerstag stellt das Berliner Unternehmen eine neue Plattform unter dem Markennamen meinVZ ins Internet. Sie richtet sich an alle Privatleute, die nicht oder nicht mehr studieren. Damit solle die größte Internet-Gemeinde in Deutschland mit rund acht Millionen Mitgliedern weiter wachsen, sagte Firmenchef Marcus Riecke.

Auf den Plattformen des Unternehmens können sich Menschen mit ähnlichen privaten oder beruflichen Interessen kennenlernen und miteinander in Verbindung treten. Bislang gab es die Marken studiVZ mit zuletzt fünf Millionen Mitgliedern sowie schülerVZ mit drei Millionen Nutzern. Das Angebot finanziert sich über Werbung. Die neue Plattform meinVZ soll für eine Übergangszeit werbefrei bleiben. Die Mitglieder zahlen nichts.

Die Nutzer hätten bei meinVZ die "volle Kontrolle" über ihre Privatsphäre, sagte Geschäftsführer Michael Brehm bei der erstmaligen Präsentation. Jeder könne auswählen, welche Daten er von sich preisgeben wolle und welche nicht. Persönliches werde das Unternehmen nur dann für nutzerbezogene Werbung verwenden, wenn dem zugestimmt werde. StudiVZ war im Dezember in die Kritik geraten, weil es seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert hatte, um die persönlichen Angaben der Mitglieder und Nutzungsprofile für personalisierte Werbung einsetzen zu können.

Mit Hilfe von Suchmaschinen wie Google können studiVZ-Mitglieder nicht gefunden werden, denn nur im System angemeldete Nutzer erhalten einen Einblick in die Profile der anderen. StudiVZ wurde im Oktober 2005 von zwei Studenten gegründet. Die Holtzbrinck-Verlagsgruppe übernahm das Portal im Januar 2007.

Facebook kommt nach Deutschland

Jedoch kommt Konkurrenz aus den USA: Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook mit seinen mehr als 50 Millionen Nutzern startet im Frühjahr auch eine deutsche Version. Konkurrent MySpace ist schon in Deutschland aktiv. Diese Netzwerke sind schon seit jeher für alle Internet-Nutzer offen. Außerdem können mit den auch auf Englisch verfügbaren Angeboten auch weltweite Kontakte gepflegt werden. MeinVZ soll neben Deutsch auch auch auf Englisch verfügbar sein. Das Netzwerk soll eng an die bestehenden VZ-Netzwerke angebunden werden, hieß es.

Wer in einem der Online-Kontaktnetze mitmacht, richtet sich dort eine Seite ein, wo er seine persönlichen Daten, Fotos oder Musik einstellen kann. Dann kann er andere Mitglieder der Plattform kontaktieren, diese als einen Kontakt hinzufügen und so eine Netzwerk von Bekannten in aller Welt aufbauen. Die sozialen Netzwerke haben in den vergangenen Jahren einen Boom erlebt.

DPA/AFP
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Freebirdo (28.02.2008, 17:23 Uhr)
Überwachungsstaat
Jetzt braucht man nicht mal mehr den Herrn Schäuble mit seinen Stasi-Methoden. Jetzt will jeder selbst seine Privatangelegenheiten in die Öffentlichkeit tragen. Was für ein Unfug.
ray146 (28.02.2008, 15:36 Uhr)
und was dann?
So so, wieder ein Ableger des StudVZ oder war es des facebooks? Letzteres bietet wenigstens Mehrwert für höhere Verweildauer aber generell? Mich ermüden diese immer gleichen Konzepte so langsam - noch ein Plattform zur Maximierung etwaiger Gewinne? Braucht das Jemand? Will man damit der Konkurrenz zuvor kommen? Darf ich da überhaupt noch mitreden? Alternativen?Was sagt web2null?dshini.net ist ne gute Idee? drups.de? es kann ja nur besser werden!
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