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13. Juli 2009, 18:20 Uhr

Gratis-Office Version fürs Web geplant

Im Kampf um Online-Nutzer holt Microsoft zum Schlag gegen Google. Die erfolgreiche Bürosoftware Office wird es künftig - wenn auch abgespeckt - als kostenlose Web-Version geben. Zudem hat Microsoft eine erste PC-basierte Version von Office 2010 vorgestellt.

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Nachdem Google ein eigenens Computer-Betriebssystem angekündigt hatte, schlägt Microsoft der kostenlosen Web-Version der Bürosoftware Office zurück© Patrick Seeger/DPA

Microsoft plant im ersten Halbjahr 2010 eine Gratis-Version seines Verkaufsschlagers Office über das Internet. Mit dem Schritt will der weltgrößte Softwarekonzern mit dem Rivalen Google gleichziehen, der ein ähnliches Programm vor drei Jahren frei verfügbar gemacht hat. Wie Microsoft am Montag mitteilte, sollen vier Programme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und für Notizen im Internet angeboten werden. Vom Erscheinungsbild und der Nutzung sollen die Webversionen den kostenpflichtigen Office-Programmen ähneln, mit denen Microsoft viel Geld verdient hat. Für Geschäftskunden sind zwei weitere Ausführungen fürs Internet geplant.

Analysten zufolge könnten bestehende Office-Nutzer in Zukunft zur Onlineversion wechseln. Dann könnte Microsoft diese Nutzer auf seine werbefinanzierten Internetseiten wie die Suchmaschine Bing locken.

Erst in der vergangenen Woche hatte Google Microsoft mit einem eigenen Betriebssystem den Kampf angesagt. Der Internet-Konzern kündigte an, bis Ende 2010 werde Google Chrome OS zunächst für Netbooks - auf das Internet zugeschnittene Mini-Laptops - zur Verfügung stehen. Langfristig soll das System auch auf üblichen PCs laufen können. Google hatte zuvor einen eigenen Browser herausgebracht, Google Chrome, der als Alternative zum Internet Explorer beworben wird. Während Microsoft seine Programme traditionell auf einzelne Computer zuschneidet, sind die Google-Produkte eher webbasiert.

Software-Version ebenfalls neu

Neben der Ankündigung einer Online-Version hat Microsoft eine erste Version des zu installierenden Bürosoftware-Pakets Office 2010 veröffentlicht. Zahlreiche Entwickler und Unternehmen könnten ab sofort das neue Office-Paket in einer technischen Vorschauversion testen, teilte das Unternehmen am Montag in New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana) mit.

Im Geschäft mit Unternehmenskunden, denen Google ein kostenpflichtiges Bündel an Anwendungen anbietet, war der Internet- Konzern bislang allerdings nur wenig erfolgreich. Der Einsatz von Web-Anwendungen (sogenanntes Cloud Computing) werde in Unternehmen derzeit sehr komplex diskutiert, sagte Microsoft-Manager Robert Helgerth. Die Kunden wollten unter anderem auch aus Sicherheitsgründen längst nicht alles in die "Wolke" stellen.

Office 2010 soll neben Visio 2010 und Sharepoint Server 2010 in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres auf den Markt kommen. Unternehmenskunden will Microsoft das Paket als Abonnement über seine Online-Dienste und parallel dazu als auf den eigenen Servern zu installierende Software anbieten. Privatkunden könnten über die Windows-Live-Plattform kostenlos die Software nutzen.

 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
michianso (14.07.2009, 09:17 Uhr)
Web-Office
Na ganz toll. Nachdem die Anti-Microsoft-Gemeinde den Redmontern ohnehin schon immer unterstellt hat, dass sie eine Art Spyware in jedem Betriebssystem etc. versteckt und heimlich vielfältige Nutzerdaten nach Hause schickt, gibt es nun auch noch eine Online-Version, bei der ja ganz klar alle Daten zu Microsoft transferiert werden. Ich möchte nicht wissen, zu welchen Zwecken sie diese Daten (insgeheim) auswerten werden ... ;-)
DasBertl (14.07.2009, 02:44 Uhr)
Wer noch zahlt....
ist selber schuld. Openoffice ist zum Teil erheblich besser (besonders auch durch PlugIns) als das Microsoft-System, ist zudem billiger und sicherer und beherrscht alle Dokumentenformate. Lediglich im Einsatzbereich für Unternehmen wird es wohl noch eine Weile seinen Dienst tun, besonders Access. Und eventuell bei unkundigen...
gmathol (14.07.2009, 00:03 Uhr)
Microsoft hat den Trend der Zeit verschlafen...
...man kann mittlerweile so ziemlich alle Software im Hausbereich aus der OpenSource Gemeinde beziehen.
Hinzu kommt auch noch der Spass und die Kenntnisse die dabei erworben werden. Linux und Windows Nutzer haben da den Mac Ossies einiges voraus, den fuer die Mac OS Platform gibt es kaum kostenlose Software.
OttoB (13.07.2009, 23:12 Uhr)
was soll besser sein als Open Office
Es kann alle Office Programm lesen und bearbeiten und völlig kostenlos,bei der Linux Version Ubuntu kosteloses Betriebsysten schon mit enthalten.
Ich brauch nicht anderes weil mir neue Versionen sofort kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
embe (13.07.2009, 22:22 Uhr)
Wer braucht das noch?!
Ich habe Office& Co schon vor Jahren verbannt und Open office den Vorzug gegeben. Was soll da noch kommen ??
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