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16. April 2007, 16:40 Uhr

Mit "Silverlight" gegen Flash

Adobe hat mit seiner Flash-Software das Quasi-Monopol für Animationen und Videos im Web. Dabei will es Microsoft nicht belassen - und greift mit einer eigenen Lösung an: "Silverlight" soll einfacher zu bedienen und billiger als der Konkurrent sein. Die Branche ist skeptisch.

Microsofts Flash heißt Silverlight© Microsoft

Microsoft wird mit einer eigenen Software zur Produktion von Internet-Videos und dynamischen Websites gegen den Marktführer Adobe und sein Programm Flash antreten. Zu den ersten Kunden, die Microsoft Silverlight verwenden werden, gehören nach Angaben von Produkt-Manager Forest Key Netflix und die Universal Music Group. Silverlight soll am Montag auf der Fachkonferenz der National Association of Broadcasters (NAB 2007) in Las Vergas (US-Bundesstaat Nevada) vorgestellt werden.

Flash wird derzeit von den führenden Online-Video-Plattformen wie YouTube und MySpace eingesetzt. Adobe hatte Flash mit der 3,4 Milliarden Dollar teuren Übernahme von Macromedia 2005 in sein Portfolio aufgenommen.

Microsoft versucht nun, Silverlight als Werkzeug zu platzieren, das für die Inhalte-Produzenten einfacher und preiswerter als Flash sei. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass die überragende Marktstellung von Adobe nicht so leicht untergraben werden kann. "Flash ist so allgegenwärtig, so dass noch nicht feststeht, wie das ausgehen wird", sagte Chris Howard, Analyst der amerikanischen Burton Group.

In Kombination mit Technologien wie Adobe Flex eignet sich Flash inzwischen auch, um dynamische Online-Seiten zu erstellen, die sich wie herkömmliche Computerprogramme bedienen lassen. Diese Webservices stehen in Konkurrenz zu Microsoft-Produkten wie Windows oder Live.

DPA
 
 
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