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14. Juli 2010, 16:41 Uhr

Ebay muss sich gegen "Patenttrolle" wehren

Hat Ebay mit seinem Online-Bezahldienst Paypal gegen die Patente anderer Unternehmen verstoßen? Ein US-Gericht wird das klären müssen, denn das Online-Auktionshaus wurde auf mehrere Millarden Dollar verklagt.

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Das Online-Bezahlsystem Paypal des Auktionshauses Ebay steht in Verdacht, Patente zu verletzen© Wong Maye-E/AP

Ebay sieht sich in den USA mit einer Milliardenklage konfrontiert. Ein weithin unbekanntes Unternehmen bezichtigt das weltgrößte Internet-Auktionshaus, seine Technologie gestohlen zu haben. Derlei kostspielige Patentstreitigkeiten häufen sich in letzter Zeit.

XPRT Ventures verlangt von Ebay 3,8 Milliarden Dollar, weil das Auktionshaus ein von der Firma geschütztes Verfahren für Online-Bezahlsysteme einsetze. Eine Ebay-Sprecherin sagte am Mittwoch, die Klage werde geprüft. Man gehe aber davon aus, dass sie unbegründet sei. Das Internetunternehmen werde sich dagegen entschieden zur Wehr setzen.

Laut der Klageschrift hat XPRT im Jahr 2001 Ebay ein spezielles Online-Bezahlverfahren vorgestellt. Ebay habe dafür eine Geheimhaltungserklärung abgegeben. Zu dieser Zeit verlor das Auktionshaus mit seinem eigenen Bezahldienst Billpoint viel Geld. 2002 kaufte Ebay schließlich das noch heute verwendete Paypal.

XPRT wirft Ebay nun vor, in seinem Bezahldienst sechs Patente unrechtmäßig zu verwenden. Die Klage wurde bei einem Bezirksgericht im US-Staat Delaware eingereicht.

Angriff der "Patenttrolle"

Immer wieder tauchen kleine Firmen aus dem Nichts auf und verlangen hohe Summen von großen Konzernen. Einige Unternehmen haben sich sogar darauf spezialisiert, aus allgemein gefassten oder streitbaren Patenten Profit zu schlagen. In der Branche wird von "Patenttrollen" gesprochen.

Erst vor wenigen Tagen hat die Patentrechte-Firma NTP Klagen gegen die Smartphone-Hersteller Apple, Google, Microsoft, HTC, LG und Motorola eingereicht. Angeblich benutzen die Konzerne widerrechtlich eine Technologie zur Weiterleitung von E-Mails. Mit der Masche hat NTP vor vier Jahren vom Blackberry-Hersteller RIM 612,5 Millionen Dollar erstritten.

Lesen Sie dazu auch bei unserem Partner in der Schweiz, 20 Minuten Online: "Online-Auktionshaus mal anders - die lustigsten Angebote auf eBay"

DPA
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
volksverdummung (16.07.2010, 07:49 Uhr)
Ebay...
Ich bin seid 1999 bei Ebay.Dieses Pack ist im laufe der Jahre immer Geldgeiler geworden.als Privatverkäufer habe ich meine Verkäufe eingestellt da die Verkaufsgebühren mittlerweile exorbitant Unverschämt geworden sind.
bastian2010 (15.07.2010, 17:00 Uhr)
eBay wird auf Dauer bestraft
Ich bin fest davon überzeugt, dass eBay aufgrund seiner in den letzten Jahren extrem gierigen Geschäftspolitik, bald richtig bestraft wird. Die Plattform von eBay ist zwar NOCH die größte, doch spricht sich derzeit immer mehr rum, dass die Preise der Händler teurer sind als auf deren eigenen Websiten. Das ist auch Logisch, denn eBay verlangt mittlerweile mehr als 15% an Gebühren und diese Kosten rechnen die Händler natürlich mit in der Verkaufspreis ein. Der Charme der Anfangsjahre viel der zu großen Gier zum Opfer. Das Betriebsklima ist eine Katastrophe, Service gleich NULL und die Preise sind mittlerweile jenseits von Gut und Böse. Amazon hat eBay längst den Rang abgelaufen, dort zahlen die Händler zwar auch ca. 15% , doch nur wenn sie auch etwas verkauft haben. Ich werde eBay nie mehr benutzen, habe seit 2007 nur noch schlechte Erfahrungen gemacht. Jeder der sich heute ein wenig mit Google beschäftigt wird bei der Suche fast immer günstigere Angebote als bei eBay finden.
Es wird höchste Zeit, dass eBay endlich die Quittung für ihre schlechte Geschäftspolitik bekommt!
Clemens1964 (15.07.2010, 12:25 Uhr)
ebay und paypal II
kaufen doch immer frühzeitig mögliche konkurrenten auf. dass hat für beide unternehmen den vorteil, dass sie als monopolisten ihre kunden ungestört behandeln können, wie sie wollen. wie diese behandlung dann aussieht, darf man z. b. hier in den entsprechenden sternforen ja immer lesen...
Clemens1964 (15.07.2010, 12:25 Uhr)
ebay und paypal
kaufen doch immer frühzeitig mögliche konkurrenten auf. dass hat für beide unternehmen, dass sie als monopolisten ihre kunden ungestört behandeln können, wie sie wollen. wie diese behandlung dann aussieht, darf man z. b. hier in den entsprechenden sternforen ja immer lesen...
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