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So erkennen Sie gefälschte Fotos in sozialen Medien

Zum Amoklauf in München tauchten jede Menge Bilder im Netz auf. Sie sollten den Täter oder die Opfer zeigen - und wurden kräftig geteilt. Später stellten sich die meisten als Fakes heraus. Wir erklären, wie Sie nicht mehr in die Falle der Foto-Fälscher tappen.

München Amoklauf Fake Alfonso

Das Foto dieses Mannes wird immer wieder auf Twitter gepostet - immer als Opfer. Zum Amoklauf von München wurde es zwar nicht verbreitet - dafür aber jede Menge andere Fakes.

Sobald es ein Großereignis wie den von München gibt, überschlagen sich auch die sozialen Netzwerke. Viele wollen nur ihr Mitgefühl bekunden, andere informieren mit Augenzeugenberichten in Form von Bildern, Texten und Videos. Und wieder andere wollen nur Aufmerksamkeit - und verbreiten vermeintliche Zeitzeugnisse, die sich dann aber als Fake herausstellen. Wir verraten, wie Sie nicht mehr auf solche Fälscher hereinfallen.

Die einfachste Variante ist natürlich auch bei den Fake-Postern am beliebtesten: Man nimmt einfach Bilder und Videos, die in einem anderen Kontext entstanden sind und behauptet, sie seien aktuell. Bei Facebook und Co. wurden etwa schon kurz nach Beginn des Amoklaufs vermeintliche Bilder aus dem Münchner Olympia-Einkaufszentrum geteilt, die auch Opfer zeigen sollten. In Wirklichkeit stammten die Fotos aber von einer Bluttat in .

+++ Alles, was zum Amoklauf in München bekannt ist +++

Kann das eigentlich stimmen?

Die erste Frage, die man sich fragen sollte, lautet: Kann das eigentlich wahr sein? Der gesunde Menschenverstand hilft oft schon gleich zu Anfang, besonders absurde Fakes auszusortieren. Aber auch kleine Details verraten Fälschungen. Da ist dann bei einem vermeintlichen Bild aus Spanien ein deutsches Straßenschild zu sehen. Oder ein Ereignis am Abend soll beim höchsten Sonnenstand geknipst worden sein.


Bei den Bildern aus Johannesburg hatte man allerdings Zusatzinfos benötigt, um sie als Fakes zu erkennen, und etwa eines der beiden Einkaufszentren kennen müssen. Oder man greift auf eine andere Recherchemethode zurück.

Per Bild bei Google suchen

Solche zweckentfremdeten Bilder sind nämlich oft mit wenig Aufwand im Netz zu finden. Google bietet etwa eine spezielle Bildersuche an, bei der man Fotos hochladen und sie dann im Netz suchen kann. Dazu klickt man auf das Kamera-Symbol, dann kann man entweder das Bild selbst hochladen oder einen Link zum Foto angeben. Im Chrome-Browser reicht oft sogar ein Rechtsklick auf das Bild und dann die Auswahl "Mit Google nach Bild suchen". 

Taucht dasselbe Bild in den Suchergebnissen schon mit früherem Datum auf, kann es schlecht von einem aktuellen Ereignis stammen. Meist funktioniert die Suche recht zuverlässig, wenn der Fälscher aber nur einen kleinen Ausschnitt des Originals benutzt, fallen die Ergebnisse deutlich schlechter aus.

Schüsse in Einkaufszentrum: Die Bilder des Amoklaufs von München
Zwischenzeitlich war die Polizei von drei Tätern ausgegangen, weil Zeugen von zwei Männern berichteten, die sich in einem Auto schnell vom Tatort entfernten. Diese hatten aber nichts mit der Tat zu tun.

Zwischenzeitlich war die Polizei von drei Tätern ausgegangen, weil Zeugen von zwei Männern berichteten, die sich in einem Auto schnell vom Tatort entfernten. Diese hatten aber nichts mit der Tat zu tun.

Metadaten prüfen

Noch mehr Details können die sogenannten Metadaten über das Bild verraten. Die werden jedem Digitalfoto bei der Aufnahme angehängt und enthalten im sogenannten Exif-Format interessante Infos wie die benutzte , das Aufnahmedatum samt Uhrzeit und manchmal sogar den Aufnahmeort. Wer sie loswerden will, kann das zwar ohne viel Aufwand tun, viele Bilder werden allerdings trotzdem mit den Metadaten verbreitet. Auslesen kann man sie mit kostenlosen Tools wie "Exif Viewer".

Fälschungen im Bild selbst finden

Natürlich werden nicht nur Bilder in anderen Kontext gestellt, sondern auch gezielt Details in eigentlich echten Bildern gefälscht. Solche Manipulationen lassen sich mit bestimmten Werkzeugen allerdings ebenfalls aufstöbern. Die Freeware "Fotoforensics"analysiert etwa, welche Bildteile nachträglich verändert wurden. So lassen sich etwa retuschierte Stellen oder erst im Nachhinein hinzugefügte Personen und Gegenstände selbst für Laien schnell entdecken.

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