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23. Januar 2008, 22:04 Uhr

Alle füttern die Riesen-Jukebox

Die riesige Online-Musikcommunity Last.fm bietet von nun an Zugriff auf das gesamte Repertoire der vier großen und tausender kleiner Plattenfirmen. Die Songs können komplett angehört werden - zu bestimmten Bedingungen.

Martin Stiksel, Stefan Glänzer und Felix Miller sind die kreativen Köpfe hinter Last FM. Nach schwierigen Anfangsjahren gelingen jetzt sogar Deals mit großen Musik-Labels© Karen Robinson

Die nach eigenen Angaben weltgrößte Online-Musikcommunity Last.fm erweitert ihr Angebot um einen kostenlosen Abrufservice für komplette Lieder, "Free-On-Demand" genannt. Das Besondere: Auch die vier großen Plattenlabels Universal Music Group, Sony/BMG, Warner und EMI sind mit an Bord. Ein wichtiger Schritt für die Londoner Firma, denn bisher hatten vor allem kleine Plattenfirmen vereinzelte Songs zum Streaming auf Last.fm freigegeben, ansonsten gab es vor allem 30-sekündige Liedschnippsel zu hören.

Jetzt also die Kataloge der vier Riesen und rund 150.000 kleiner Labels und Einzelkünstlern. Damit ist Last.fm die erste Website, über die man kostenlos und rein werbefinanziert auch Zugriff auf fast alle Stücke aus den Verkaufscharts erhält.

Allerdings hat das Angebot Grenzen: Die betreffenden Songs können höchstens dreimal angehört vollständig werden, Speichern ist nicht möglich. Danach haben die Hörer die Möglichkeit, die Songs als Download über Verkaufspartner von Last.fm - beispielsweise iTunes, Amazon oder 7 Digital - zu erwerben. Für die Plattenfirmen ist das neue Last.fm-Angebot also eine große Werbmaßnahme. Und für die Millionen Last.FM-Nutzer erweitert sich auf einen Schlag das Musikangebot um ein Vielfaches. Last.fm-Chef Felix Miller bezeichnet das Ganze als faires Modell, von dem "Künstler, Labels und Inserenten, vor allem aber die Hörer" profitierten.

Neues für Musiker

Für Kreative ohne Plattenvertrag hat Last.fm ein Vergütungsmodell gestartet. Es ist nun möglich, selbst geschriebene Musik hochzuladen und Tantiemen zu erhalten für jedes Mal, wenn ein eigener Song gespielt wird.

Die neuen Angebote sind ab sofort in Großbritannien, den USA und Deutschland nutzbar, weitere Länder sollen im Lauf des Jahres folgen.

san
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
toppas (24.01.2008, 19:34 Uhr)
firefox oder ie
beim firefox würde ich einfach mal about:cache als url angeben. Dann werden die Dateien mit richtigem Namen und Endungen angezeigt. Beim Internet Explorer kannst du unter Internetoptionen nachschauen wo dein Cacheverzeichnis ist.
jaichlesedenstern (24.01.2008, 17:09 Uhr)
last.fm speichert die mp3s auf ihrem Rechner!
Unter welcher Bezeichnung finde ich den dieses Cache auf meinem Rechner?
Motzerator (24.01.2008, 12:40 Uhr)
last.fm speichert die mp3s auf ihrem Rechner!
Man findet die Dateien im Browsercache, bei Firefox mit zufälligem Namen und ohne Endung MP3, aber sie sind vorhanden. In MP3, unerschlüsselt und mit 128 Bit, man muss die Datei nur finden und in *.mp3 umbenennen. Die Datei zu finden ist recht einfach, hat sie doch eine verräterische Größe von in der Regel mehreren MB, während die meisten Dateien im Cache des Browsers viel kleiner sind, vor allem wenn man diesen vorher mal löscht damit nicht so viel Krempel drin rumfliegt.
Nach meinem laienhaften Verständniss müsste die Weiterverwendung dieser MP3s sogar rechtens sein. Erstens stammen sie eindeutig aus einer offiziellen und legalen Quelle.
Zweitens liegen die Dateien unverschlüsselt auf der Festplatte des Besuchers herum, denn last.fm hat sie dort selber hingelegt. Also wird auch kein Kopierschutz umgangen, und es wird eigentlich nicht mal eine Kopie erstellt, die Datei ist ja schon da.
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