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Das Wasser des Flusses Chao Phraya hat einen Rekordhöchststand erreicht. Behörden und Hotels bereiten sich auf die Überschwemmung der Innenstadt vor. Sollte das Geschäftsviertel tatsächlich überflutet werden, könnte es bis zu vier Wochen unter Wasser stehen.
Nach dem Betrugsskandal bei der UBS hat die Schweizer Großbank sämtliche Werbekampagnen auf Eis gelegt.
Hat die Regierung Informationen über tote Zivilisten beim Luftangriff von Kundus zurückgehalten? Die Kanzlerin sagt vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages: Nein. Ihr damaliger Vizekanzler Steinmeier spricht von einer diffusen Nachrichtenlage.
Seit 1992 geißelt der Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser jährlich "sprachliche Missgriffe" und dekoriert sie mit dem Titel "Unwort des Jahres". Von Helmut Kohl bis Martin Walser - sie alle hat der Bannstrahl von Schlosser und seinem Wächterrat schon mal getroffen. Die Suche für 2009 ist bereits im Gange.
Warum Journalisten es mit Worten etwas genauer nehmen sollten Als ich mich heute morgen wie gewöhnlich durch die allgemeine Nachrichtenlage klickte, fiel mir vor Schreck beinahe das Brötchen aus der Hand. "Wie Beobachter aus dem Libanon vermelden, herrschen im Libanon bereits seit Wochen kriegsähnliche Zustände", las ich auf einer mir bis dahin unbekannten Nachrichtenseite namens shortnews, deren Schlagzeile durch google-alert in meinem Postfach gelandet war. Kriegsähnliche Zustände. Seit Wochen. Im Libanon. Warum habe ich davon nichts gemerkt? Gehört Beirut nicht zum Libanon? Und was genau ist ein kriegsähnlicher Zustand? Die Schlagzeile erinnert mich an meine Zeit im Irak. Ging in Mossul oder in Kirkuk eine Bombe hoch, hieß es in den Nachrichten sofort "Terror im Nordirak". Geographisch gesehen war das nicht falsch: Sowohl Kirkuk als auch Mossul liegen im Norden des Iraks. Trotzdem war das Bild, das durch die Verallgemeinerung "Nordirak" entstand, falsch. Denn Mossul und Kirkuk waren und sind Krisenherde in einer sonst sehr friedlichen Region. In Suleimania, wo ich nach meiner Zeit in Bagdad lebte, war es ruhig und ungefährlich. Kriegsähnliche Zustände. Seit Wochen. Sehen wir uns den Hintergrund der Meldung genauer an. Seit Wochen, in der Tat, eigentlich eher seit Monaten, kommt es immer wieder zu Zwischenfällen im israelisch-libanesischen Grenzgebiet. Seit Jahresbeginn wurden fünf Raketen vom Südlibanon auf Israel abgefeuert, die mit Artilleriefeuer beantwortet wurden. Fünf Raketen in zehn Monaten in einem geographisch eng begrenzten Gebiet. Kriegsähnliche Zustände im Libanon? Natürlich geben die Vorfälle Anlaß zur Sorge. Die Angst vor einer erneuten Eskalation zwischen Israel und der im Süden dominierenden Hisbollah ist groß, den Krieg von 2006 haben die Menschen im Libanon noch allzu genau in Erinnerung. Vergangene Woche soll der libanesische Botschafter bei der UN den Sicherheitsrat gewarnt haben, es gebe Anzeichen, dass Israel einen Großangriff auf Libanon plane. Das ist sehr beunruhigend. Und hat Nachrichtenwert. Und ruft nach Analyse und Hintergrundberichten. Aber nicht nach Panikmache. Ist es nicht gerade dann, in einer ohnehin schon aufgeheizten Stimmung, die Pflicht von Journalisten, noch mehr Sorgfalt aufzuwenden als ohnehin selbstverständlich sein sollte? Wem nützt es, Einzelfälle in einer Grenzregion zu angeblich seit Wochen anhaltenden "kriegsähnlichen Zuständen" hochzuspielen? Was schreiben die Kollegen, sollte es tatsächlich Krieg geben? Bis vor ein paar Tagen hatte ich Besuch aus Deutschland. Wir waren im Land unterwegs, am Strand, in den Bergen, sie sind auch südwärts gefahren, bis Saida, und sie hatten einen wunderbaren Urlaub. Auch sie werden sich die Augen reiben, wenn sie daheim am Frühstückstisch lesen, in dem Land, in dem sie gerade waren, herrschten seit Wochen kriegsähnliche Zustände.
Totgesagte leben länger: Entgegen ursprünglicher Meldungen darf Arcandor einen neuen Antrag auf Rettungsbeihilfe stellen. Das erste Gesuch des taumelnden Handelskonzerns war am Abend abgelehnt worden. Nun will der Konzern bereits an diesem Dienstag einen "substanziell verbesserten Antrag" vorlegen, um der Insolvenz zu entkommen.
Amokvideos, Twitter-Chaos, eine gefälschte Chatseite - nie hat das Internet die Nachrichtenlage so bestimmt wie nach Winnenden. En masse verbreiten soziale Netzwerke kostenlose Informationen an jedermann. Aber kann man ihnen trauen?
Das erste Foto des im Hudson River notgelandeten Airbus' wurde nicht von Journalisten veröffentlicht, sondern von einem Bürger auf "Twitter". Das Flugzeugunglück ist nur das jüngste Beispiel für das Tempo, mit dem der Onlinedienst Nachrichten verbreiten kann. Aber was ist Twitter eigentlich?
Positive Nachrichten vom Börsenparkett: Der Dax ist erstmals seit zwei knapp zwei Monaten wieder über die Marke von 5000 Punkten geklettert - zumindest zeitweise. Vor allem der Wert des angeschlagenen Chip-Herstellers Infineon legte kräftig zu. Analysten warnten aber vor allzu viel Optimismus. Die Wende zum Besseren sei dies noch nicht.
Für sechs Monate verwandelt der Künstler Carsten Höller ein Lagerhaus im Londoner Stadtteil Islington in eine neue Welt: In Bar, Restaurant und Nachtclub des "Double Club" wähnt sich der Besucher halb im Kongo und halb im Westen. Die Londoner Elite liebt das Spiel mit den Kulturen, die Restaurant-Tische sind an vielen Abenden ausgebucht.
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