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Wie viel Staat brauchen wir im Netz? Die Berliner Konferenz re:publica hat eindrucksvoll gezeigt, dass die politische Verfassung des Internets ein zentrales politisches Thema der nächsten Jahre ist.
Mit immer größerer Wut wird der Kampf ums Kopieren im Netz ausgefochten. Künstler zetern gegen eine vermeintlich diebische "Netzgemeinde". Es geht um die Verfassung des Internets. Endlich.
Kollektive Trauer? Anteilnahme? Im Netz: Fehlanzeige! Nach dem Amoklauf in Lörrach wettern Deutschlands User auf Twitter gegen die Sinnlosigkeit von Killerspielverboten. Ohne Rücksicht auf die Opfer der Tragödie.
Multikulti im Internet: Um den Erfolg der Piraten zu kontern, haben christliche Politiker einen eigenen netzpolitischen Verein gegründet. Das Gespött ist groß. "Netzgemeinde?" Haha.
Kleiner Fehler, großer Spott: Die Netzgemeinde lacht über die "Berliner Morgenpost". Aus Versehen wurde in einem Artikel das Wort "Welt" durch "Morgenpost Online" ersetzt.
Ausgerechnet er: Der CDU-Politiker Siegfried Kauder will Copyrights im Internet schützen - und hatte selbst zwei geklaute Fotos auf der Homepage. Die Netzgemeinde spottet, der Betroffene verspricht Besserung.
Wer flüstert Politikern in Berlin und Brüssel die entscheidenden Sätze ein? Unternehmen haben dafür mächtige Lobby-Verbände. Eine neue Organisation will jetzt die Interessen der Internetnutzer vertreten. Entscheidend ist, ob die Netzgemeinde mitspielt - und zahlt.
"Bedauerlicherweise entscheidet der Wähler" - ein Satz mit Folgen: NRW-Spitzenkandidat Norbert Röttgen sollte sich derzeit nicht auf Sozialen Netzwerken herumtreiben. Die Netzgemeinde macht sich kräftig über ihn lustig.
Der erste Coup im US-Wahlkampf: Barack Obama sagt Ja zur Homoehe. Die Kehrtwende versetzt seine Basis in Hochstimmung, großzügige Spenden sind zu erwarten. Doch sie kann wichtige Stimmen kosten.
Nur ein paar hundert Gäste kamen in die Münchner Nobeldisco P1, um mit Silver-Surfer Horst Seehofer zu feiern. Der gab sich auf seiner Facebook-Party als Feierbiest zum Anfassen.
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