Startseite

Internetnutzer in China müssen ihren Namen preisgeben

Der Meinungsaustausch über das Internet macht den chinesischen Machthabern grundsätzlich Sorgen. Deshalb muss sich künftig jeder, der sich in Netz einwählen will, seine wahre Identität enthüllen.

  User in einem Internetcafé in Peking: Chinas Machthaber dulden künftig keine Anonymität im Netz mehr

User in einem Internetcafé in Peking: Chinas Machthaber dulden künftig keine Anonymität im Netz mehr

Internetnutzer in China müssen sich für einen Netzzugang künftig mit ihrem echten Namen registrieren. Der gesetzgebende Volkskongress beschloss, dass sich Kunden bei Anbietern von Internetzugängen, Telefon- und Mobilfunkanschlüssen mit ihrer korrekten Identität ausweisen müssen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete. Dies gelte auch für Online-Netzwerke, bei denen die Nutzer Beiträge veröffentlichen können.

Der regierungskritische Künstler Ai Weiwei kritisierte den Schritt in dem in China offiziell gesperrten Kurznachrichtendienst Twitter. Eine Blockade des Internets sei "ein unzivilisiertes und unmenschliches Verbrechen", da sie den Informationsaustausch einschränke, schrieb Ai. Der Abgeordnete Li Fei verteidigte jedoch das neue Gesetz, da es Bürger nicht an der Aufdeckung von Missständen hindere und ihnen die Nutzung von Synonymen erlaube.

Pilotversuch dauerte ein Jahr

Bislang mussten sich nur die Nutzer von Kurznachrichtendiensten aus fünf bestimmten Großstädten mit ihrem Klarnamen registrieren. Der Pilotversuch war vor einem Jahr gestartet. Andere Nutzer konnten sich weiter mit erfundenen Namen anmelden und damit ihre Identität verschleiern. In den Weibos genannten Diensten werden häufig Informationen über Korruptionsfälle veröffentlicht. Die Regierung toleriert dies solange, wie es ihrem Kampf gegen Korruption nutzt.

Allerdings löst die wachsende Macht der Internetnutzer bei den Behörden, die alle traditionellen Medien streng reglementieren, auch Besorgnis aus. Sie versuchen daher, das Internet mit einem Filtersystem, das bestimmte Webseiten sperrt und gewisse Anfragen bei Suchmaschinen blockiert, zu kontrollieren. Technisch versierte Nutzer können dieses Filtersystem aber umgehen. Ob dies bei den neuen Maßnahmen ebenfalls möglich sein wird, muss sich zeigen.

dho/AFP/AFP
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.

Partner-Tools