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BP kauft Suchergebnisse

Wer sich per Suchmaschine über die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko informieren will, bekommt derzeit häufig als Top-Ergebnis den Link zu einer BP-Angebot. Das ist kein Zufall, sondern Imagepflege: Der Ölkonzern hat bei Google, Bing und Yahoo bestimmte Suchbegriffe gekauft.

Der Ölkonzern BP hat bei Google, Bing und Yahoo Suchbegriffe wie "Ölkatastrophe" gekauft. Wer bei einer dieser Suchmaschinen beispielsweise "oil spill" eingibt (engl. für Ölkatastrophe), bekommt an oberster Stelle der Ergebnisliste einen Link zur Konzernhomepage, auf der BP seine Sicht der Dinge darstellt.

Ein Sprecher des Unternehmens hat diese Aktion gegenüber dem US-Fernsehsender ABC News bestätigt. Experten schätzen, dass der Ölkonzern täglich 10.000 Dollar an die Suchmaschinen zahlen muss.

Generell ist die Reservierung von Suchbegriffen bei Google & Co. kein ungewöhnlicher Vorgang. Beim Marktführer Google nennen sich diese Begriffe "Adwords". Unternehmen nutzen die Suchmaschinen, um so auf Produkte und Aktionen hinzuweisen. Kunden können so bei bestimmten Suchbegriffen Anzeigen im Umfeld der Suchergebnisse schalten. Ungewöhnlich ist in diesem Fall nur, dass diese Aktion dazu dienen soll, BP in einem besseren Licht darzustellen.

Kritiker bemängeln, dass der Konzern mit den "Adwords" die reguläre Berichterstattung über die Ölkatastrophe unterdrücken, oder zumindest behindern will. Damit wiederholt BP seine Praxis an der Golf-Küste. Dort wurde wiederholt die Presse von BP-Mitarbeitern an einer Berichterstattung über das austretende Öl gehindert.

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