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Papst fordert Jugendliche auf: Kein Handy beim Familienessen

Leiser werden, weniger sprechen, mehr zuhören: In einer Rede vor Studenten in Rom hat Papst Franziskus jungen Menschen ins Gewissen geredet. Insbesondere auf Mobiltelefone ist der Pontifex nicht gut zu sprechen.

Papst Franziskus

Am Esstisch mit dem Handy telefonieren, davon hält Papst Franziskus nicht viel

hat junge Menschen ermahnt, ihre Smartphones beim Familienessen aus der Hand zu legen. "Wenn wir am Tisch sitzen und dann mit anderen telefonieren, ist das der Beginn des Krieges, denn es gibt keinen Dialog", sagte der Papst am Freitag in einer Rede vor Studenten an der Universität Roma Tre.

Der 80-Jährige kritisierte junge Menschen auch dafür, dass ihnen zu Hause anstatt eines "Guten Morgen" nur ein "anonymes 'ciao ciao'" über die Lippen komme. Offenbar sei es inzwischen auch normal, Fremde auf der Straße zu "beschimpfen".

Papst von Studenten begeistert empfangen

"Wir müssen ein bisschen leiser werden, weniger sprechen und mehr zuhören", sagte der Papst. Der Dialog bringe "die Herzen enger zusammen" und sei "Medizin gegen die Gewalt". Politiker, die einander ins Wort fallen, kritisierte der Papst als schlechte Vorbilder. "Wenn ich nicht dazu fähig bin, mich anderen zu öffnen , sie zu respektieren und mit ihnen in einen Dialog zu treten, beginnt der Krieg."


Der Papst wurde von den Studenten begeistert empfangen. Ganz anders war es vor neun Jahren seinem Vorgänger Benedikt XVI. ergangen, der an einer anderen in Rom eine Rede halten wollte. Mehrere Dozenten und anti-klerikale Studenten hatten damals gegen den Auftritt des Papstes protestiert, der deutsche Pontifex sagte den Termin daraufhin ab.


amt/AFP

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