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Wünschen, warten, hoffen

Ob Villa, Babysitter oder einfach nur ein Luxusauto: Die Website "wishdom" verspricht den Besuchern die Erfüllung ihrer Wünsche - mit einigen Hürden. Zum Start des Portals verschenken die Gründer den Rolls-Royce des Modezars Mooshammer.

Von Kathrin Warncke

Was darf es sein? Eine Villa im Ferienparadies, Glamour für einen Abend oder lieber eine Shopping-Tour mit Freunden? Diese Wünsche können auf www.wishdom.com wahr werden. Einfach eine Mail schicken und sich freuen - so leicht ist es jedoch nicht.

Auf der Website treffen sich Interessenten, die sich entweder etwas wünschen oder etwas zu verschenken haben. Dafür müssen sie sich zunächst über ein Formular anmelden. Die "Giver" können ihre Geschenke eintragen, die sie weitergeben möchten. Sie bestimmen auch, welche Bedingungen der Beschenkte erfüllen muss.

Nach diesen Bedingungen wird entschieden, welcher Bewerber für das Geschenk in Frage kommt. Die "Wisher" haben ihrerseits die Möglichkeit sich für einen Wunsch zu bewerben oder auch einen neuen einzutragen. Bei einem neuen Wunsch heißt es dann warten, bei Bewerbungen erhält der "Wisher" eine Antwort von wishdom, ob er den Bedingungen des Givers entspricht.

Richtlinien für Angebote und Wünsche

Allerdings müssen sich die Interessenten mit ihren Angeboten und Wünschen anstellen. "Frau Schaaf" berichtet im Blog chitime.com:" Ich habe vor zwei bis drei Wochen selbst einen Wunsch geäußert, der bis heute noch nicht veröffentlicht worden ist. Eine Reaktion, warum oder warum nicht habe ich auch nicht bekommen."

Nur bestimmte Wünsche schaffen es bis zur Veröffentlichung. Auf der Website wird den "Wishern" geraten, den Wunsch dafür möglichst prägnant und verständlich zu formulieren. Auch eine persönlich gestaltete Wunsch-Seite mit Portrait-Fotos erhöht die Chancen auf eine Veröffentlichung.

Aber auch nicht jedes Angebot wird angenommen. Auf wishdom.com wählen die Mitarbeiter ausschließlich hochwertige Angebote und Fertigkeiten aus, die veröffentlicht werden dürfen.

Gebühr für jeden einzelnen Wunsch

Schenken und beschenkt werden - so uneigennützig geht es bei wishdom doch nicht zu. Um sich etwas wünschen zu dürfen, zahlen Interessenten eine Teilnahmegebühr mindestens einen Euro. Pro Wunsch. Falls der Wunsch nicht in Erfüllung geht, erfüllt die Gebühr trotzdem einen guten Zweck.

Einen Teil des Gewinns nutze die wishdom AG für soziale und kulturell motivierte Wünsche, wie Christoph Klingler, einer der beiden wishdom-Gründer, erklärt. "Wir haben die Wishdom Foundation gegründet. Damit können zum Beispiel Operationen finanziert werden." Auch der Wunsch des Monats werde durch die Stiftung erfüllt. Jeden Monat stimmt die wishdom-Community über einen besonders sympathischen und originellen Wunsch ab.

Unter der Rubrik "Erfüllte Wünsche" ist jede Wunscherfüllung als Geschichte nachzulesen. So erfahren die User, wie es dazu kam, dass ein Mercedes 350 SLC oder eine Schallplattensammlung den Besitzer wechselte. Jeder kann an den Schicksalen der "Wisher" teilhaben, wie im Falle von Dennis aus Bremen. Er wünschte sich professionelle Unterstützung bei der Suche nach seinem leiblichen Vater und wird nun in den nächsten Wochen dabei von Fachleuten begleitet.

"Wisher" mit Unternehmergeist gesucht

Derzeit ist die internationale Ausweitung der Website geplant. "6,5 Milliarden Menschen haben Wünsche", begründet Unternehmer Ulrich Sauerwein, Mitbegründer der wishdom AG, die Entscheidung. In eineinhalb Jahren soll eine weltweite Community entstehen.

Zum Start in Deutschland wählen die Macher der Site einen Glücklichen aus. Dieser erhält den Rolls-Royce des verstorbenen Modeschöpfers Rudolph Moshammer. Und obendrauf auch noch ein Startkapital von 20.000 Euro. Allerdings steht nicht jedem das Angebot offen: "Die Limousine soll einem Menschen mit Unternehmergeist helfen, sich eine Existenz aufzubauen." Das ist Sauerweins Wunsch.

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