Sortieren nach: Relevanz | Aktualität |
Wegen fehlender Geldgeber wird die Printausgabe der spanischen Zeitung "Publico" eingestellt.
Seit seinem Rauswurf schweigt Norbert Röttgen konsequent. Es ist kein Schmollen, es ist Strategie. Er gibt heute den Vorsitz der NRW-CDU ab, seine politische Zukunft hat er noch nicht abgeschrieben.
Im EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich vertraut Bundestrainer Joachim Löw wohl ein letztes Mal von Beginn an auf Lukas Podolski. Auch andere Altbewährte müssen zittern. Im DFB-Team herrscht ein erbitterter Konkurrenzkampf. Auch Mario Götze bekommt das zu spüren.
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat ihr WM-Auftaktmatch gegen Kanada mit 2:1 gewonnen. Das Ergebnis stimmte, mehr aber nicht. So wird es schwer mit der Titelverteidigung.
Sie können einfach nicht loslassen und brauchen die große Bühne: Viele Politiker drängt es noch lange nach ihrer aktiven Zeit ins Fernsehen, wo sie den großen Welterklärer geben. In einer neuen Serie stellt stern.de sechs Geißeln der Talkshows vor. Den Auftakt macht Ex-Innenminister Gerhart Baum.
Im politischen Berlin rollt die große Harmoniewelle: Der Guido, die Angela, sogar Dirk Niebel - alle machen mit. Und bei Horst Köhler wird dazu fröhlich geträllert. Nur Ex-Regierungssprecher Thomas Steg ist angesäuert. Zeit für den Abwasch.
Das nackte Ergebnis interessierte hinterher kaum jemanden. Auch weil die Leistung der DFB-Auswahl beim 2:0-Erfolg gegen Wales wenig glanzvoll war. Der Aufreger von Cardiff war Podolskis Hand auf der linken Wange seines Kapitäns Michael Ballack. Eine Ohrfeige mit Folgen. Von Klaus Bellstedt, Cardiff
"Zentrum der Freude" – so nennen die Mitarbeiter des Zweiten Deutschen Fernsehens ihre Sendeanstalt mit einer liebevollen, einer augenzwinkernden und einer spitzen Nuance. Rund 3600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hält das öffentlich-rechtliche Programm auf dem Mainzer Lerchenberg beschäftigt. Man kennt sich untereinander recht gut; die Abgeschiedenheit auf dem Acker oberhalb der Bischofsstadt am Rhein befördert das. Man kommt in der Mittagspause zusammen. Eine wirkliche Ausweichmöglichkeit zur hauseigenen Kantine gibt es nicht, wenn man einmal vom Landwirt Appel Happel absieht, der im Sommer Leckeres fünf Autominuten "vom Sender" entfernt im Freien auftischt. Personalentscheidungen und Beförderungen spielen bei den mittäglichen Unterhaltungen, wie vielen anderen Orts auch, eine nicht unbedeutende Rolle. Schon seit geraumer Zeit kam dabei die Frage auf, wie es wohl um eine weitere Amtszeit für Chefredakteur Nikolaus Brender bestellt sein würde. Sein Vertrag läuft Anfang 2010 aus. Hinter den Kulissen bastelten politische Interessensvertreter, die bei der Bestellung des hohen Personals auf dem Lerchenberg immer mitsprechen, an Allianzen. Öffentlich wurde dieses Geschacher um den journalistischen Chefposten des ZDF nun erstmals durch einen Brief, von heute-journal-Moderator Claus Kleber. Darin monierten er und andere prominente Gesichter des Senders die Einmischung von Hessens Ministerpräsident Roland Koch in dieser Personalentscheidung. Über seine Position im ZDF-Aufsichtsrat hat der CDU-Mann zu beginnen versucht, eine weitere Amtszeit für Nikolaus Brender zu verhindern. Die Verquickung von Politik und Fernsehen ist in der über 45-jährigen Geschichte des ZDF schon häufiger ein Thema gewesen. Die Bestellung von Intendant Markus Schächter ist ein Kapitel in diesem Buch: Das Gezerre der Parteien um die Besetzung des höchsten Postens des Hauses Anfang 2002 war so peinlich, dass sich nicht wenige auf dem Lerchenberg geschworen haben, so eine Posse nie wieder zuzulassen. Vor diesem Hintergrund lässt sich der Furor erst richtig deuten, der sich derzeit auf den Fluren des Zweiten Bahn bricht. Der Proporz beim Personal des Senders ist der Politik wichtig: Einem CDU-Mann entspricht ein SPD-Mann auf derselben Ebene an einer anderen Stelle. So ging das, und so würde es wohl auch weitergehen, wäre es, wie gesagt, einigen Journalisten jetzt nicht zu bunt geworden. Parteipolitisch pikant ist an der Causa Brender, dass nach alter Lehre der Intendant des ZDF eher der CDU, der Chefredakteur eher der SPD zuzuneigen habe. Der CDU-Frontmann Koch macht also Stimmung für eine Neubesetzung, die auf keinen Fall von einem seiner Getreuen wird ausgefüllt werden können. Umso mehr fragen sich die Beobachter, warum Roland Koch die Auseinandersetzung um den Chefredakteursposten im Zweiten Deutschen Fernsehen sucht. Geht es Roland Koch um einen anderen Deal? Wird er am Ende einer weiteren Amtszeit für Nikolaus Brender zustimmen und sich im Gegenzug Zugeständnisse bei der Besetzung anderer Posten sichern? In einem großen Interview mit der FAZ gibt Roland Koch darauf seine Antwort: Es gehe ihm um die Qualität des ZDF-Programms. Die Quoten der von Nikolaus Brender verantworteten Sendungen der Aktualität seien seit dessen Amtsantritt stetig gesunken und hinter Konkurrenzprodukte der ARD und, was in Roland Kochs Augen noch viel schlimmer wirkt, von RTL gefallen. Via Süddeutsche Zeitung kontert Brender, Koch vergleiche Äpfel mit Birnen: Das ZDF-Auslandsjournal und die ARD-Tagesthemen könnten nicht direkt miteinander in Bezug gesetzt werden. Beide Formate haben in den vergangenen Jahren in der Tat ihre Gestalt und ihren Sendeplatz verändert. Roland Kochs zweites Argument gegen Nikolaus Brender ist, dass die Journalisten sich unter seiner Ägide nicht in dem von ihnen gewünschten Maße entfalten könnten. Dies wird als Chiffre dafür gesehen, dass Koch sagen möchte, dass Brender nicht beliebt sei bei den Kollegen. Wenn dem so wäre, müsste doch eigentlich vielen der ZDF-Journalistinnen und -Journalisten die Offerte aus Wiesbaden, das viele mondäne Jung- und Altredakteure aus unerfindlichen Gründen der schönen Stadt Mainz als Wohnstatt vorziehen, gerade recht sein. Ist es aber nicht. Denn die Journalisten vom Lerchenberg möchten bei einer solch wichtigen Personalfrage keine Einmischung der Politik. Roland Koch hingegen lässt das nicht gelten: Er vermutet, dass diese Sympathiebekundungen für Nikolaus Brender einem Gruppenzwang geschuldet seien. Die Befürworter Nikolaus Brenders kontern: Geht es dem politischen Strippenzieher Koch wirklich um die Qualität und den Erfolg des Programms oder nutzt er diese Argumente, um Brender loszuwerden? Immerhin sei er in der Vergangenheit bei den Sitzungen nicht gerade durch eine prägnante Analyse der ZDF-Quoten aufgefallen. Und: Ist das Credo der Politik nicht, dass Quote eben doch nicht alles sei – gerade bei den Öffentlich-Rechtlichen? Politische Informationssendungen sind auf dem Sendeplan des ZDF in einem Maße zu finden, wie es sich die Politik von einem gebührenfinanzierten Haus nur wünschen kann. Die Politik erwartet auch, dass diese Formate erhalten werden, selbst wenn sie mit der Quote der Dschungel-Camps und Superstarsuchen nicht mithalten können. Ist das Argument von der freien Entfaltung der Journalisten ein Anzeiger für die Beliebtheit des Chefredakteurs? Umgekehrt fragen die Koch-Kritiker zurück, woran sich genau die Beliebtheit eines Ministerpräsidenten ablesen lässt? Roland Koch zumindest steht nicht in dem Ruf, der beliebteste CDU-Politiker zu sein. Kompetenz bescheinigen ihm seine Kontrahenten innerhalb und außerhalb der Union dennoch. Letztendlich müssen beide Seiten zu einem Kompromiss finden. Ohne das Einvernehmen mit dem ZDF-Aufsichtsrat wird Intendant Markus Schächter keine Lösung in der Causa herbeiführen können. Eine erfreuliche Nebenwirkung hat die Auseinandersetzung: Sie wird nicht mehr in Hinterzimmern ausdiskutiert und gelöst, sondern coram publico, vor der Allgemeinheit. Anders als bei Kontroversen in der Vergangenheit ist der Streit durch den Schritt Klebers und seiner Kollegen an die Öffentlichkeit getragen worden. Die größere Frage, die durch die Personaldebatte illustriert wird, ist die nach dem Zueinander von Politik, Gesellschaft und Journalismus in den öffentlich-rechtlichen Medien in der Zukunft. Die Politik hat in den öffentlich-rechtlichen Sendern Ansprechpartner, die das Handeln der Regierenden erklären, die aber auch aufklären. Eine Nähe zwischen Journalismus und Politik ist deshalb nicht zu begrüßen. Schon gar keine strukturelle, die durch Gremien geprägt ist, in denen zuvor kritisch interviewte Politiker über die berufliche Zukunft des Journalisten entscheiden, der sie im Sinne und Interesse der Allgemeinheit vor der Kamera zur Brust genommen hat. Öffentlich-rechtliche Medien erfüllen einen Auftrag in einer demokratischen, offenen und pluralistischen Gesellschaft. Sie erfüllen keinen Auftrag einer bestimmten Partei oder anderer gesellschaftlicher Interessengruppen. Natürlich muss sich das ZDF die Frage gefallen lassen, warum jetzt erst der Klüngel zwischen parteipolitischer Zugehörigkeit und Karrierechance aufgebrochen wird, ein Proporzdenken, das lange nicht nach journalistischer Begabung sondern nach Lagerzugehörigkeit gefragt hat. Die Informationssendungen, deren schwindenden Quoten Herr Koch beklagt, haben einen schweren Stand in einer Gesellschaft, die es sich abgewöhnt hat, politisch zu sein und zu denken. Abgewöhnt hat sie es sich zum Teil auch deshalb, weil Politikberichterstattung ein langweiliges, absehbares und bisweilen auch abgekartetes Spiel ist. Zum einen, weil die Verquickung von Politik und Berichterstattung bekannt ist, zum anderen, weil die Qualität der Darbietung leidet, wenn nicht das journalistische Talent maßgeblich für den Einsatz von Redakteuren und Hauptredaktionsleitern ist. Der Sender und seine Journalisten werden aus dieser Kontroverse etwas für die Zukunft ableiten im Hinblick auf ihr Selbstbild und ihre Aufgaben. Wenn mittags der Tross aus dem Sendebetriebsgebäude und dem Hochhaus in Richtung Kantine – über einen Gang, der gemeinhin als Schnitzelpiste bekannt ist – zieht, wird es wohl weiterhin um Personalgeschichten und Beförderungen gehen, aber nicht mehr um Parteizugehörigkeit. Zumindest, wenn das ZDF nun in der Sache Brender gewinnt und nicht Roland Koch. Mehr Infos auf www.cicero.de Mehr über den Autor: www.a-goerlach.com Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} Thomas Schuler: Die im Zweiten sieht man nicht Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} Interview mit Markus Schächter: Ein Bildschirm für alles Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} Alexander Kissler: Die Kernerisierung des Fernsehens Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} Cicero-Bildergalerie: Der Streit ums Netz Cicero-Dossier: Die klassischen Medien Cicero-Dossier: Die digitalen Medien
Nach der Razzia ist vor der Razzia - die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde Olaf würde alles wieder genauso machen. Und die Polizei erneut zur Hatz auf Journalisten treiben? Am Dienstag habe ich mich richtig gefreut. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gab unserer Klage gegen das Königreich Belgien statt. Die Polizeirazzia in meiner Wohnung und dem Brüsseler stern-Büro im März 2004 war illegal, weil sie gegen das Prinzip des Schutzes journalistischer Quellen verstieß. Der Bestechungsverdacht, den das EU-Betrugsbekämpfungsamt Olaf gegen mich lanciert hatte, beruhte auf nichts als "vagen unsubstantiierten Gerüchten", urteilten die sieben Richter in Straßburg einstimmig - hier das vollständige Urteil auf Französisch. In ihm zitierten sie ausführlich auch den Europäischen Ombudsmann, der dem Olaf-Direktor vorgeworfen hatte, ihn in meiner Sache wiederholt mit Falschaussagen in die Irre geführt zu haben. Viele Brüsseler Journalisten, seien sie aus Großbritannien , Italien , Frankreich , Polen oder Deutschland , haben sich mit mir über dieses Urteil gefreut. Sie bedrängen seitdem die EU-Kommission und Olaf mit der Frage, welche Konsequenzen es geben wird . Gestern nachmittag hat Olaf-Sprecher Alessandro Butticé die Antwort gegeben: Keine! Olaf würde alles wieder genauso machen, versicherte Butticé mit militärischer Strenge (er ist ja Oberst der italienischen Guardia di Finanza). Auch der Olaf-Chef, der ehemalige deutsche Oberstaatsanwalt Franz-Hermann Brüner , will nichts von Selbstkritik wissen. Forderungen der European Federation of Journalists , die Hintergründe nun endlich aufzuklären, weist er strikt zurück. Die ständigen Nachfragen von Journalisten zu der stern-Razzia behinderten Olaf nur bei der Arbeit , gibt Brüner zu verstehen. Dass diese Arbeit viel zu wünschen übrig lässt , hatten wir im stern allerdings oft genug im Detail belegt. Die EU-Betrugsbekämpfer wollten ja per Hausdurchsuchung gerade herausfinden, wer mir immer wieder interne Unterlagen zugesteckt hatte - mit deren Hilfe wir nachweisen konnten, wie schlampig Brüners Leute allzu oft arbeiteten. Nur in meinem Fall war höchste Eile geboten. Da drängten die Olaf-Ermittler sogar die Staatsanwälte in Hamburg und Brüssel mit einer kleinen Flunkerei zu "raschem Handeln": Ich sei nämlich dabei, "eine Korrespondentenstelle des STERN in Washington anzutreten". Wäre ja nett gewesen, war aber leider falsch, und Brüner wusste das. Brüners Mitarbeiter Peter Baader beteuerte im Europaparlament gar, "zu keinem Zeitpunkt" habe Olaf den Justizbehörden eine Hausdurchsuchung bei mir vorgeschlagen. Später kam raus, dass Olaf sogar schriftlich angeboten hatte, "zeitgleich durchgeführte Durchsuchungen" in Brüssel und Hamburg gleich selbst zu koordinieren. Aber, wie gesagt, sie würden alles wieder genauso machen. EU-Beamte werden hoch bezahlt und sind oft sehr kompetent. Aber die Gabe zur Selbstkritik gehört nicht zu den Fähigkeiten, die man für eine brillante Brüsseler Karriere mitbringen muss. Der Chefsprecher der Kommission, Johannes Laitenberger , kanzelte im Brüsseler Pressebriefing am Mittwoch kritische Korrespondenten ab wie kleine, dumme Kinder. "Wieder und wieder" habe man doch längst dargelegt, dass Olaf und die Kommission für die stern-Razzia keinerlei Verantwortung trügen, erregte sich der Sprecher über die Frage eines britischen Kollegen. Schuld seien allein die Belgier, das sei doch bekannt. Und Laitenberger blieb dabei: Olaf war sogar verpflichtet, die „unbelegten Informationen“ (so nannte sie nun selbst der Kommissionsmann) per Strafanzeige weiter zu leiten. Auch er dürfte wissen, dass Olaf in anderen Fällen schon mal entschieden hat, auch besser belegte Vorwürfe nicht an die Justiz weiter zu geben. Zum Beispiel als es im Oktober 2003 um möglichen Spesenbetrug beim EU-Ausschuss der Regionen ging, was laut dem geheimen Olaf-Untersuchungsbericht nach belgischem Recht strafbar gewesen wäre. Dieses Dossier entschied Brüner lieber nicht weiter zu leiten. Aber Betrug mit EU-Geldern ist halt nur ein minderschweres Delikt, jedenfalls verglichen mit kritischer Berichterstattung. An die will man sich in der EU-Hauptstadt offenkundig nicht gewöhnen. Seit ich Brüssel vor gut drei Jahren verlassen habe, hat sich da nicht viel verändert. Immer noch spricht der Kommissionssprecher die Korrespondenten - in einem heute freilich sehr viel pompöseren Pressesaal - coram publico mit Vornamen und Du an. Man ist ja eine große Familie! Aber bis heute ist klar, wer in dieser Familie das Sagen hat. Brüssel sei zwar keine Demokratie, dafür herrsche hier eher als in der Berliner Politik die „Ratio“, verkündete der Brüsseler ARD-Studioleiter Rolf-Dieter Krause vergangene Woche beim Mainzer Mediendisput . Nein, er meinte das nicht ironisch. Die Kommission sieht das genauso wie Krause, und weil sie in EU-Parlament und Presse eher selten gefordert wird, hat sie nicht gelernt, Fehler einzugestehen. Über Ratio lässt sich halt nicht verhandeln, ihr muss man gehorchen. Und wenn nicht? Nun, Olaf scheint weiter zum Eingreifen bereit.
Muss eine Nullnummer zwangsläufig öde sein? Mitnichten! Der FC Schalke 04 hat sich nach einem begeisternden 0:0 gegen Chelsea mit den eigenen Fans versöhnt. Verantwortlich hierfür zeichnet der am meisten unterschätzte Trainer der Bundesliga. Mirko Slomka ist nicht mehr der nette Grußonkel von nebenan.
Hinter diesem Link steckt ein RSS-Feed, über den Sie bequem in ihrem Newsreader informiert werden, wann immer ein neuer Artikel auf stern.de zu Ihrem Suchbegriff erscheint.
Was sind RSS-Feeds?Abwasch Bernhard Rohleder Boris Becker Deutschland Edmund Stoiber Energie Cottbus FC Schalke Frauenfußball-WM Gerhard Baum Gerry McCann Madeleine McCann Nationalmannschaft Papst Johannes Paul Patrick Lindner Portugal Rückblick Talkshow
André Schürrle Babett Peter Benjamin Becker Heinrich Böll Holger Badstuber Horst Mahler Horst Seehofer Joachim Löw Joanne K. Rowling John McEnroe Juliano Belletti Kerstin Garefrekes Kevin Kurányi Lindsay Davenport Liselotte Pulver Lukas Podolski Marcel Reich-Ranicki Mesut Özil Pete Sampras Silvia Neid
Dann stellen Sie sie in unserer Wissenscommunity "Noch Fragen".
09:55 Lady Gaga sagt wegen Protesten Konzert in Indonesien ab
09:55 EU ruft zu Schritten gegen Syrien auf
09:54
EM 2012
Fünf Fragen nach Schweiz - Deutschland
09:52 Schweden gewinnt Song Contest - politische Botschaft aus Deutschland
09:50 Ban verurteilt «schreckliche und brutale Verbrechen»
09:48 Lady-Gaga-Konzert in Jakarta endgültig abgesagt
09:43 Zwei Verletzte bei Zugunglück in Polen