Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

Mit Schlips im Netz

Grüne Haare oder knapper Bikini? Nicht nur im Konferenzraum ein No-Go für IBM-Mitarbeiter. Der Computerkonzern schreibt als erstes Unternehmen seinen Mitarbeitern vor wie sie sich in der virtuellen Welt zu verhalten haben.

Als vermutlich erstes Großunternehmen hat IBM einen Katalog von Regeln für das Verhalten in Second Life und anderen virtuellen Welten aufgestellt. Zu den offiziellen Richtlinien gehört die Mahnung, auf eine schrille Gestaltung des eigenen Avatars und seiner Kleidung zu verzichten. Insbesondere bei Begegnungen mit IBM-Kunden müsse sorgsam geprüft werden, ob das äußere Erscheinungsbild auch angemessen sei.

Wenn eine digitale Persönlichkeit für geschäftliche Zwecke von IBM zum Einsatz komme, sei darauf zu achten, dass diese nicht gegen die Verpflichtungen des Mitarbeiters verstoße, heißt es in den Regeln. An anderer Stelle wird ganz allgemein gefordert: "Be a good 3D Netizen!" (Seien Sie ein guter Bürger im 3D-Internet). Damit sollen peinliche Situationen und eine schlechte Presse vermieden werden. IBM-Mitarbeiter dürfen in Second Life keine anderen Personen diskriminieren oder belästigen und geistiges Eigentum des Konzerns nicht an Menschen weitergeben, die dazu nicht berechtigt sind.

Intel zieht in Sachen Online-Knigge nach

Die Regeln sollten zu einem ethischen Verhalten in einem Umfeld anleiten, in dem andere oft auf wüste Weise ihre Phantasien auslebten, erklärte die für 3D-Internet-Initiativen zuständige IBM-Managerin Sandy Kearney. Es wird geschätzt, dass etwa 5.000 IBM-Mitarbeiter eine virtuelle Identität in Second Life und anderen Welten wie Entropia, Forterra oder there.com führen. Auch Intel bereitet seine Mitarbeiter auf Auftritte in Second Life vor und will dazu nach Angaben einer Sprecherin freiwillige Kurse anbieten. Auch der Chip-Konzern Intel arbeitet an einer Broschüre mit Verhaltensregeln für seine Mitarbeiter, die in virtuellen Welten Geschäfte machen und hat sich kürzlich auch den Firmennamen als Nachnamen von Second-Life-Avataren schützen lassen.

Unternehmen fühlen sich in Second Life und ähnlichen Online-Welten immer mehr zu Hause. Große Firmen nutzen die virtuellen Communities, um Meetings ihrer Mitarbeiter abzuhalten oder Kontakt zu Kunden aufzunehmen.

AP/AP
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools