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Google will angeblich Whatsapp kaufen

Interessiert sind viele, bislang schmetterte der SMS-Ersatzdienst Whatsapp jedes Übernahmeangebot ab. Nun gibt es neue Gerüchte: Google verhandelt angeblich. Inzwischen hat Whatsapp dementiert.

Von Jens Wiesner

  Geschätzt nutzen mehr als hundert Millionen User weltweit mittlerweile die SMS-Alternative Whatsapp.

Geschätzt nutzen mehr als hundert Millionen User weltweit mittlerweile die SMS-Alternative Whatsapp.

  • Jens Wiesner

Google hat ein Problem: Mit Google Talk, Google+-Messenger, Google Voice und Google+-Hangouts bietet der Suchmaschinen-Platzhirsch zwar eine ganze Reihe von Kommunikationsdiensten an, aber keine will so richtig zünden. Stattdessen tauschen sich Smartphonebesitzer lieber über die schlanke SMS-Alternative Whatsapp aus - trotz zum Teil gravierender Sicherheitslücken, Datenschutzbedenken und Kostenpflicht.

Kein Wunder also, dass der Dienst schon seit langem auf der Wunschliste der großen Internetkonzerne steht. Der US-Technologie-Blog Digital Trends meldet nun, dass es angeblich ernsthafte Verhandlungen zwischen den Whatsapp-Machern Brian Acton und Jan Koum und Google gebe. Man befinde sich in der Verhandlungsphase über den Kaufpreis, zitierte die Seite einen namentlich nicht genannten Insider. Der Preis soll bei einer Milliarde US-Dollar liegen.

Ende als eigenständiger Dienst?

Bestätigt wurden die Gerüchte nicht. Ein ähnliche Meldung vom Dezember vergangenen Jahres, damals mit Facebook als potenziellem Interessenten, hatte sich später als Ente herausgestellt. Auch die bisherige Linie der Firmengründer spricht eher dagegen: In der Öffentlichkeit hatten sich die Whatsapp-Macher mehrfach vehement dagegen ausgesprochen, von einem größeren Unternehmen geschluckt zu werden. Man wolle verhindern, dass der Dienst von Werbung überschwemmt wird.

Käme der Deal doch zustande, wäre es wohl das Ende von Whatsapp als eigenständigem Dienst. Wie kürzlich berichtet wurde, plant Google seine verschiedenen Kommunikationsdienste künftig unter einem gemeinsamen Dach namens Google "Babel" zu bündeln. Würde Whatsapp Bestandteil dieser Sammlung, würde dies dem in mobilen Kommunikationsdiensten bisher eher glücklosen Konzern geschätzt mehr als hundert Millionen Nutzer einbringen.

Update vom 9. April, 09.30 Uhr

Das zum "Wall Street Journal" gehörende Tech-Blog "All Things D" hat WhatsApp eine Reaktion entlocken können: Neeraj Arora, Chef des Business Development bei WhatsApp, sagte, es gebe keine Verhandlungen mit Google.

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