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13. Februar 2008, 18:39 Uhr

StudiVZ kassiert Abmahnung

Das bei Studenten extrem beliebte soziale Netzwerk StudiVZ hat eine Abmahnung des Bundesverbands der Verbraucherzentralen erhalten. Der Umgang mit den persönlichen Daten der StudiVZ-Nutzer sei rechtswidrig, hieß es in der Begründung.

StudiVZ - aus dem Studentenalltag nicht mehr wegzudenken© Axel Schmidt/DDP

Neuer Ärger um die Datenschutz-Regeln bei StudiVZ: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Betreiber des sozialen Netzwerks abgemahnt, weil er den Umgang mit persönlichen Informationen der Nutzer für rechtswidrig hält. Eine StudiVZ-Sprecherin bestätigte den Eingang der Abmahnung und erklärte, die Rechtsabteilung prüfe das Schreiben. In dem Online-Netzwerk können Nutzer ein Profil anlegen, um sich mit Gleichgesinnten und Freunden auszutauschen und zu vernetzen.

Die Verbraucherschützer monieren unter anderem, dass StudiVZ die umfangreiche Erklärung zur Verwendung persönlicher Daten mit einem einzigen Klick bestätigen lässt. Dabei werde nicht hinreichend deutlich, welche Informationen das Unternehmen erhebt und wie es diese verwendet, sagte vzbv-Juristin Carola Elbrecht. Zum Beispiel lasse sich StudiVZ genehmigen, ein Nutzungsprofil zu erstellen und für gezielte Werbung zu nutzen. "Es ist zwingend erforderlich, dass die Verbraucher bei so etwas bewusst zustimmen", betonte Elbrecht. Sie forderte, die Zustimmung zu den Klauseln jeweils einzeln abzufragen.

StudiVZ widerspricht in Teilen

Die Juristin kritisierte zudem, dass Nutzer der Datenschutz- Erklärung zunächst zustimmen müssen und erst im Nachhinein manuell die Verwendung von Daten für Werbezwecke ablehnen können. Auch konkretisiere das Unternehmen nicht, über welches Medium es Werbung verschickt. Letzterem widersprach StudiVZ jedoch. "Werbung per SMS und Telefon ist bei uns ausgeschlossen", sagte die Sprecherin. Man verwende dafür nur E-Mails und den internen Nachrichtendienst. Nutzer könnten zudem den Empfang personalisierter Werbung über ihre individuellen Einstellungen verhindern.

Die Tochterfirma von Holtzbrinck hatte im Dezember seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) verändert, um die persönlichen Angaben der Mitglieder und Nutzungsprofile für personalisierte Werbung nutzen zu können. Teilnehmer konnten ihre Konten nicht weiternutzen, ohne den neuen Konditionen zuzustimmen. Dagegen protestierten viele der mehr als vier Millionen Mitglieder in vielfältiger Form.

DPA
 
 
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