. .
Online-Neuigkeiten und Internet-Trends
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
13. Februar 2009, 15:13 Uhr

Computerviren mit Herz

Zum Tag der Liebenden fluten Virenschreiber und Spammer die Postfächer mit massig Werbe-Mails rund um Rosen und Liebesgeschenke. Beim Öffnen solcher Post kann es auch zu Herzklopfen kommen - aber nicht wegen der Romantik.

Spam, Valentinstag, Virus, Viren

Am Valentinstag werden Millionen von Spam-Emails verschickt© Martin Gerten/DPA

Liebe liegt in der Luft: Am Valentinstag rollt der Rubel nicht nur in die Kassen der Blumenhändler. Auch eine andere "Branche" reibt sich die Hände: Cyberkriminelle stürmen Jahr für Jahr am 14. Februar unzählige E-Mail-Postfächer. Dabei führen sie nichts Gutes im Schilde, denn ihre vermeintlichen Liebesbotschaften und Geschenktipps lassen sie sich unerkannt teuer bezahlen. Allein Kreditkartendaten im Wert von umgerechnet rund vier Milliarden Euro wurden innerhalb eines Jahres im Internet von Kriminellen zum Kauf angeboten, wissen die Sicherheitsexperten von Symantec zu berichten.

Mit Hilfe von Schad-Programmen beschaffen sich die Cyberkriminellen über das Internet die wertvollen Informationen: Schon Ende Januar bereitete eine erste Welle bösartiger E-Mails zum Valentinstag Internetnutzern Kopfschmerzen: "Waledac" - ein Wurm, versteckt hinter einem Dutzend Herzchen und Rosen, lässt dem Mail- Empfänger die Wahl nur zum Anschein. Mit der Aufforderung "Rate, welches für Dich ist", endet der Maus-Klick in einem Download-Prozess, der Kriminellen Tür und Tor öffnet, wie die Experten von Panda Security, einem Entwickler von Antiviren-Programmen, herausfanden. Gut getarnt und zunächst unerkannt kriechen die Würmer durch die Computerdaten, suchen nach den intimsten Geheimnissen des Nutzers und verraten sie zuverlässig an Dritte. Sie spionieren Passwörter, beispielsweise vom Online-Banking, oder Kreditkartennummern aus. Die Daten lassen sich wiederum gut verkaufen: Je nach Kontodeckung und Standort der Bank werden Zugangsdaten auf kriminellen Handels- Plattformen zu Stückpreisen zwischen zehn und tausend US-Dollar, umgerechnet etwa 7,70 bis 770 Euro, gehandelt. Beinahe jede Plattform ist nach spätestens sechs Monaten von der Bildfläche verschwunden.

Angebote zur Steigerung der Manneskraft

Doch neben dem Ausspionieren von Finanzdaten ist auch das Fluten elektronischer Postfächer mit unerwünschten Mails für Kriminelle lohnend. Zum Valentinstag locken sie in diesem Jahr vor allem mit verführerischen Geschenktipps. Symantec warnt vor Mails, die im Betreff "Angebote zur Steigerung der Manneskraft" machen oder zum Kauf gefälschter Luxusuhren animieren. "Wenn jemand vorgeblich das perfekte Geschenk für mich hat oder es auf die Gefühlstour versucht - ist es wahrscheinlich Spam", erklärt Symantec-Experte Candid Wüest. Spam-Mails werden in Massen verschickt - vorzugsweise per Bot- Netz. In diesem Netz werden von einem Schädling "gekaperte" Computer ohne Wissen des Besitzers für illegale Zwecke "fremdgenutzt" - zum Versenden unerwünschter Werbe-Mails beispielsweise. Wüest berichtet von einer Untersuchung der Universität Berkeley (USA), wonach "bei 12,5 Millionen Spam-Mails etwa ein User anbeißt". Zudem wurde ein rund 500.000 Computer starkes Netz entdeckt, dass pro Minute 26 Millionen Mails verschickte. Ein inzwischen verurteilter Spammer verdiente in zwei Jahren umgerechnet mehr als drei Millionen Euro.

Nach Informationen von Panda Security waren im zweiten Quartal 2008 bis zu 94 Prozent aller eingehenden Nachrichten Spam-Mails. Die meisten wurden in den USA produziert. Dort habe der Valentinstag auch "eine größere Bedeutung", sagte Antje Weber von Symantec. Der Großteil der schädlichen Valentinsgrüße werde vermutlich im englischsprachigen Raum zu finden sein. Dennoch sollte jeder Internet-Nutzer nicht die "Haustür offen stehen lassen" und seinen Computer schützen.

Alexandra Balzer/DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
wurzelkitt (14.02.2009, 00:33 Uhr)
Linux ist sicher?
Linux? Nur solange es ein Nischenprodukt bleibt. Je mehr es benutzen, desto mehr rückt es ins Blickfeld der Spammer und Cyberkriminellen. Je mehr es benutzen, desto mehr wollen Admin auf ihrer Kiste sein und sich immer als root einloggen. Und dann steht auch bei einer Linuxkiste Tür und Tor offen. Ich sag nur eines, und das hilft sogar bei Windows: Benutzeraccount.
horst.pachulke (13.02.2009, 22:34 Uhr)
Ich sage nur ein Wort:
Linux.
MEHR ZUM ARTIKEL
Erklärt Warum ist der Valentinstag der Tag der Verliebten?

Böse Zungen behaupten, der Valentinstag sei eine Erfindung von Fleurop und der Pralinen-Industrie. Tatsächlich beglückten schon die Römer am 14. Februar alle weiblichen Familienangehörigen mit Blumen. mehr...

Safer Internet Day So schützen Sie Ihre Daten

Wer beim Surfen im Internet nicht aufpasst, der gibt schnell mehr Informationen über sich selbst preis, als er eigentlich will. Oft reichen schon einfache Maßnahmen, um sich zu schützen. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Partnerangebot Der stern.de-DSL-Vergleich Der stern.de-DSL-Vergleich Sparen bei DSL-Flatrates

Mit einem DSL-Tarif-Vergleich finden Sie einfach und schnell den zu Ihnen passenden Anbieter. Kostenlos, schnell und sicher! mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft