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Vorsicht: Dieser Trojaner zerstört Ihre Festplatte

Sicherheitsexperten haben einen neuen, besonders fiesen Trojaner entdeckt: Er spioniert Bankdaten und Passwörter aus. Wird er entdeckt, macht er die Festplatte unbrauchbar.

  Ein neuer, gefährlicher Trojaner kursiert im Netz

Ein neuer, gefährlicher Trojaner kursiert im Netz

Diese Schadsoftware hat es in sich: Sicherheitsexperten der Talos Group, die beim Netzausrüster Cisco Systems arbeiten, haben einen neuen, besonders fiesen Windows-Trojaner entdeckt. Das Schnüffel-Programm hört auf den Namen "Rombertik" und spioniert sämtliche private Daten des Nutzers aus, die für die Kriminellen nützlich sein könnten. Dazu gehören nicht nur Nutzernamen und Passwörter, sondern auch Zugriffsdaten für das Online-Banking und die besuchten Webseiten.

Trojaner tarnt sich aufwendig

Auffällig ist den Sicherheitsanalysten zufolge die Tarnung des Schädlings: Ein Großteil der Software besteht aus Datenmüll, der mehr als 8000 eigentliche nutzlose Funktionen vorgaukelt, und Antivirenprogrammen damit die Analyse erschwert. Verbreitet wird der Trojaner über Anhänge in gut getarnten E-Mails. In den meisten Fällen soll es sich um gefälschte E-Mails von Microsoft handeln.

Nach dem Download prüft der Trojaner zunächst, ob er in einer sogenannten "Sandbox"-Umgebung läuft. Damit ist ein isolierter Bereich des PCs gemeint, der vom gesamten System abgekoppelt ist und keine Auswirkungen auf den Rechner hat. Ist das nicht der Fall, installiert sich Rombertik und beginnt seine Spionage-Tätigkeit.

Trojaner entdeckt, Festplatte zerstört

Besonders heimtückisch wird es, wenn die Schadsoftware allen Tarnversuchen zum Trotz von Sicherheits-Programmen entdeckt wird. Dann löscht und überschreibt Rombertik den sogenannten Master Boot Record (MBR), den ersten und wichtigsten Sektor der Festplatte. Anschließend startet der Trojaner den Rechner neu, der dann in einer Endlos-Boot-Schleife gefangen ist. Der Rechner ist somit quasi unbrauchbar, eine Wiederherstellung der Daten extrem aufwendig.

Sollte das nicht gelingen, hat Rombertik noch einen Plan B parat: Statt den kompletten PC abzuschießen, verschlüsselt das Programm sämtliche private Daten des Nutzers mit einem zufälligen Schlüssel - und macht sie so unbrauchbar.

So schützen Sie sich vor Rombertik

Um sich vor Rombertik zu schützen, sollte man deshalb bei E-Mails besondere Vorsicht walten lassen. Prüfen Sie alle eingehenden Nachrichten gründlich: Ist der Absender vertrauenswürdig, gibt es auffällige Rechtschreibfehler, die Kriminelle verraten könnten? Öffnen Sie nicht unbedacht Anhänge und halten Sie zudem immer den Virenscanner auf dem neuesten Stand.

Christoph Fröhlich
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