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Wie eine Lehrerin das Internet erklärt

Eine Lehrerin will ihren Schülern Datenschutz erklären und greift zu einem ungewöhnlichen Mittel: Sie lädt ein Foto von sich ins Internet mit einer Botschaft an ihre Klasse. Es wird zum Millionen-Hit.

Von Christoph Fröhlich

  Das Foto der Lehrerin erobert das Netz

Das Foto der Lehrerin erobert das Netz

Das Internet bietet nicht nur viele Möglichkeiten, sondern auch Gefahren, vor allem für die Privatsphäre. Um Kindern den richtigen Umgang mit ihren Daten beizubringen, greift eine bislang anonyme Lehrerin zu einem besonders ungewöhnlichen Mittel: Sie stellt ein Foto von sich ins Netz, das sie mit einem Zettel in der Hand zeigt. Darauf ist zu lesen: "Ich spreche mit meiner fünften Klasse gerade über Sicherheit im Internet und wie schnell ein Foto im Internet von vielen Menschen gesehen werden kann. Wenn du das liest, dann 'like' das Foto bitte. Danke!"

Das ungewöhnliche Konzept geht offenbar auf: In den ersten 24 Stunden wird das Foto von 7000 Facebook-Nutzern geliked und mehr als 400 Mal geteilt. Über Umwege landet das Bild in dem sozialen Netzwerk Reddit - und dann fängt es an, interessant zu werden.

Denn die Reddit-Nutzer verbreiten das Foto nicht nur über alle möglichen Webseiten, sondern bearbeiten es auf vielfache Weise. Mal trägt die Lehrerin eine Piratenaugenklappe, dann schaut ihr der grüne Oger Shrek über die Schulter, auf einigen Fotomontagen stehen obszöne Botschaften auf dem Zettel. Mittlerweile hat das Originalbild allein auf der Facebook-Seite der beiden US-Radiomoderatoren "Tige and Daniel" 3,2 Millionen Likes erhalten.

Eindrücklicher hätte die Lehrerin kaum schildern können, wie schnell sich ein unbedacht hochgeladenes Foto im Netz verbreitet und wie man in wenigen Tagen zum weltweiten Gespött werden kann.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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