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15. Dezember 2006, 09:01 Uhr

Fünf Unternehmen erhalten Wimax-Frequenzen

Die flächendeckende Versorgung Deutschlands mit schnellen Breitbandanschlüssen ist einen großen Schritt voran gekommen. Nach einem mehrtägigen Bietergefecht erhielten fünf Unternehmen die Frequenzen für die gesamte Bundesrepublik.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, erläutert die Versteigerung der Wimax-Frequenzen© DDP

Die flächendeckende Versorgung Deutschlands mit schnellen Breitbandanschlüssen ist einen großen Schritt voran gekommen. Bei der Versteigerung der so genannten Wimax-Frequenzen für schnellen drahtlosen Internetzugang sind am Freitag in Mainz insgesamt fünf Unternehmen zum Zuge gekommen. "Der intermodale Wettbewerb zum DSL-Markt wird eröffnet", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth. Nach einem mehrtägigen Bietergefecht erhielten die luxemburgische Clearwire Europe sowie die deutschen Firmen Deutsche Breitband Dienste (DBD) und Inquam Broadband jeweils Frequenzen für die gesamte Bundesrepublik. Regionale Frequenzen in Nieder- und Oberbayern sowie der Oberpfalz ersteigerten die italienische MGM Productions sowie das deutsche Unternehmen Televersa.

56 Millionen Euro für den Bund

Insgesamt kommen durch die Auktion insgesamt 56 Millionen Euro in die Kasse des Bundes. "Mit drei bundesweiten neuen Anbietern von funkgestützten Breitbanddiensten wird diese Versorgung in der Fläche Deutschlands deutlich verbessert werden", betonte der Präsident der Netzagentur: "Die Chance, jetzt Kunden insbesondere in den Regionen zu gewinnen, die keine Festnetzbreitbandversorgung haben, sollten die erfolgreichen Bieter rasch nutzen." Kurth appellierte an Städte und Landkreise ohne DSL-Anschluss, die neuen Anbieter bei der Standortsuche für Antennen zu unterstützen.

Der Erlös der Auktion bleibt mit 56 Millionen Euro deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Mindestgebot für alle 112 Frequenzpakete in 28 deutschen Regionen hatte bei knapp 60 Millionen Euro gelegen. Allerdings hatten die ursprünglich sechs an der Versteigerung beteiligten Unternehmen für 25 Frequenzpakete gar keine Gebote abgegeben. Besonders begehrt waren die vier Frequenzpakete für die Region Oberbayern, zu der auch die Millionenstadt München zählt. Hier wollten alle fünf Unternehmen je ein Frequenzpaket ersteigern. Beim Frequenzpaket D konnte sich am Freitag schließlich MGM mit einem Höchstgebot von 1,2 Millionen Euro gegen Televersa durchsetzen.

AP
 
 
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