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Neuer Lösegeld-Trojaner im Umlauf

Eine neue Version des BKA-Trojaners kursiert im Netz. Das Programm sperrt den PC des Opfers und fordert 100 Euro Lösegeld, weil angeblich kinderpornografische Werke auf dem Rechner entdeckt wurden.

  Fiese Masche: Der Trojaner suggeriert dem Opfer, auf dem PC befände sich Kinderpornografie, und nur eine Zahlung von 100 Euro könne den Computer entsperren. Das BKA empfiehlt: Auf keinen Fall zahlen!

Fiese Masche: Der Trojaner suggeriert dem Opfer, auf dem PC befände sich Kinderpornografie, und nur eine Zahlung von 100 Euro könne den Computer entsperren. Das BKA empfiehlt: Auf keinen Fall zahlen!

Das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen vor einer neuen Erpressungswelle im Internet. Auf betroffenen Computern öffnet sich ein Fenster, in dem die Rede davon ist, dass der Rechner angeblich im Zusammenhang mit der Verbreitung von Kinderpornografie, bei terroristischen Aktionen, Urheberrechtsverletzungen oder anderen Straftaten genutzt worden sei, erklärten BKA und BSI am Dienstag in Wiesbaden.

Der Nutzer wird demnach aufgefordert, 100 Euro für einen angeblichen Freigabecode zur Entsperrung des Rechners zu zahlen. In dem Fenster sind die Logos des BSI und der Gesellschaft für Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) eingeblendet. Behauptet wird den Angaben zufolge, dass die Funktion des Computers "aus Gründen unbefugter Netzaktivitäten ausgesetzt worden" sei. Tatsächlich ist der Computer mit einer Schadsoftware infiziert. Diese sorgt demnach auch dafür, dass eine jugendpornografische Darstellung auf dem Bildschirm erscheint.

Wie Sie den Trojaner loswerden

Das BKA und das BSI mahnten Internet-Nutzer, den geforderten Betrag "auf keinen Fall" zu zahlen. Weder BKA noch GVU seien Urheber der Meldung. Verbraucher sollten sich von dem Foto und der Behauptung, dass die "Wiedergabe von pornografischen Inhalten mit Minderjährigen" festgestellt worden sei, nicht einschüchtern lassen. "Es handelt sich hierbei um eine Form der digitalen Erpressung", erklärten die Sicherheitsbehörden. Sie wiesen zugleich darauf hin, dass die Sicherung der jugendpornografischen Darstellung einen strafbaren Besitz von Jugendpornografie darstelle.

Das Anti-Bot-Beratungszentrum beschreibt, wie die Schadsoftware vom Rechner entfernt werden kann. Je nach Version ist die Vorgehensweise unterschiedlich. Eine Übersicht der Trojaner-Varianten gibt es unter "BKA-Trojaner.de".

cf/DPA/DPA

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