Soziales Netzwerk soll Glück verschenken

14. Dezember 2012, 10:19 Uhr

Das Projekt "wellYunit" ist das wohl erste, wirklich soziale Netzwerk. Es soll Nutzern Glücksgefühle geben, indem sie Dinge verschenken oder beschenkt werden - ohne Gegenleistung.

Vielleicht hat sie das erste wirklich soziale Netzwerk erfunden: Sabine Siehl, Unternehmerin aus Hamburg. mehr...

Ihr Projekt "wellYunit“ ist seit ein paar Wochen online. Die Idee: User sollen anderen Usern Glücksmomente schenken. Ohne Gegenleistung.   O-Ton: Sabine Siehl, Gründerin von wellYunit

"Da könnte zum Beispiel der Student sein, dem sein Fahrrad geklaut wurde, und er hat gerade kein Geld für ein Neues. Und Sie haben vielleicht ein Fahrrad im Keller stehen oder zwei und brauchen es nicht und sagen: Du kannst meins haben, ich schenke es dir.“   Auch auf Websites wie „Freecycle“ oder „Gute Tat“ geht es ums Verschenken. Aber WellYunit will mehr sein, offen für jeden Wunsch und jedes Angebot, ob man nun ein gutes Buch sucht, einen Gesprächspartner oder eine Stunde Klavierunterricht. Die bietet Harriet Oerkwitz an. Sie gehört zu den ersten Mitgliedern von Sabine Siehls Netzwerk.   O-Ton: Harriet Oerkwitz, wellYunit Mitglied

"Ich glaube, dass das Gefühl des miteinander Teilens ein sehr archaisches ist. Wir haben früher das Feuer geteilt, das Essen geteilt, heute teilen wir eben halt andere Sachen, und warum sollen wir nicht die neuen Medien dazu nutzen?“   Sabine Siehl möchte ohne Werbung auskommen, deshalb ist das Internet-Glück auch nicht ganz umsonst. 24 Euro kostet die Mitgliedschaft pro Jahr - die Plattform soll sich selbst tragen.   O-Ton: Sabine Siehl (ohne Insert)

"Ich möchte wegkommen von diesem Anklagen zu dem: Wir bewegen was Positives, wir gestalten die Welt. Wir haben es in der Hand, ob wir heute glücklich sind oder unglücklich sind.“   6000 Glücksschenker will sie im ersten Jahr gewinnen. Zunächst nur in Deutschland. Später vielleicht auch weltweit. Schließen