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Die Whatsapp-Abzocke mit dem Ikea-Gutschein

Bis zu 500 Euro will Ikea verschenken, meldet ein aktueller Kettenbrief bei Whatsapp. Das Problem: Den Gutschein gibt es gar nicht. Bis das auffällt, ist es aber zu spät.

Whatsapp

Whatsapp ist bei Betrügern immer beliebter.

Spam-Mails haben ausgedient. Seit einigen Monaten ist Whatsapp der neue Lieblings-Kanal der Abzocker und Datendiebe. In den letzten Tagen geht die neueste Masche durchs Netz: Eine Whatsapp-Nachricht verspricht bis zu 500 Euro als Ikea-Gutschein. Klingt zu gut um wahr zu sein? Ist es auch. Denn statt Gutschein gibt es Abzocke.

Das Perfide: Die Spam-Nachricht kommt meist nicht von einer unbekannten Nummer, sondern von einem Bekannten aus dem Adressbuch. Die Nachricht ist schlicht: "Schauen Sie auf http://bit.ly/ikea-gift-carts". Klickt man tatsächlich auf den Link, landet man auf einer Umfrage. Die verspricht die Chance, einen Ikea-Gutschein im Wert von 500 Euro zu gewinnen. Lediglich eine kurze Umfrage soll man ausfüllen. Die Fragen sind banal, etwa wie oft man bei Ikea einkauft oder wie lange man zu einem der Märkte fahren würde. Erst danach wird es interessant.

Spam-Welle auf Whatsapp

Denn bevor es weitergeht, soll man eine Whatsapp-Nachricht an zehn Freunde schicken. Also genau so eine Nachricht, wie man sie selbst erhalten hat. Hat man auch das brav gemacht, muss man noch E-Mail-Adresse und Namen eingeben. Ist auch das erledigt, öffnen sich plötzlich jede Menge Werbe-Fenster und App-Downloads. Außerdem bittet eine weitere Seite, den Posteingang zu prüfen, berichtet die Anti-Abzock-Plattform Mimikama.at. Einen Gutschein gibt es natürlich nicht, die Abzocker wollen bloß Nutzerdaten abgreifen.

Was genau mit den Daten passiert, ist aktuell noch unklar. Die Kombination aus Name und E-Mail ist für spätere Abzock-Versuche begehrt, sie könnte selbst genutzt oder aber auch verkauft werden. Wer die Seite ausfüllt sollte also selbst Mails, in denen er mit Namen angesprochen wird, mit Vorsicht betrachten.

Kein Schutz auf Mobil-Browsern

Öffnet man den Link aus der Nachricht auf einem Windows-Rechner erkennen sowohl Firefox als auch Chrome die Seite als mögliche Abzockseiten. Auf einem mobilen Browser ist das allerdings nicht der Fall. Warum vor einer mobilen Abzock-Masche nur auf dem Desktop-Rechner gewarnt wird, ist nicht bekannt.

mma
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