Mobile Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere
Darstellung auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
HOME

Der "Cosmic Panda" ist los

Was haben die Verantwortlichen bei Google denn da geraucht? "Folge dem kosmischen Panda über den doppelten Regenbogen" fordert das Youtube-Entwicklerteam den verdutzen User auf und verspricht Großes. Was dahinter steckt? Ein neues Design für die bekannteste Videoplattform des Netzes.

Von Jens Wiesner

Besonders helle wirkt das neue Youtube-Maskottchen nicht gerade. Eher so, als hätte der WWF einem armen Pandabären zu viele Space-Kekse eingeflößt. Dabei hat ihn Google mit einer nicht gerade kleinen Aufgabe betraut. Der Bambusliebhaber soll die Nutzer der grafisch etwas angestaubten Videoplattform Youtube in ein neues Design-Zeitalter geleiten.

Zuletzt war es ja ein wenig ruhig geworden um die Videoplattform, die ohne Zweifel bereits zu den Dinosauriern des Web gezählt werden darf. Google machte eher auf anderem Terrain von sich reden: Mal legte man sich mit der chinesischen Regierung an, mal mit den deutschen Verbrauchern - und zuletzt mit Social-Media-Kaiser Zuckerberg. Im Kielwasser des Google+-Starts und grundsätzlichen Designänderungen hat Gründer und CEO Larry E. Page am Freitag auch seinem Videobaby ein Facelift und verbesserte Funktionen verpasst. Zunächst allerdings testweise: Nur, wer sich auf der speziellen "Cosmic Panda"-Seite bewusst für das neue Design entscheidet, kommt in den Genuss der neuen Funktionen - und darf Testballon für den Konzern spielen. Wem der Plattform neue Kleider nicht gefallen, der kehrt mit wenigen Mausklicks zu Google Classic zurück. Das dürfte allerdings nur bei einer Minderheit der Fall sein: Tatsächlich zeigt sich das neue Youtube aufgeräumter und übersichtlicher, die Extraportion Schwarz verleiht der Seite eine bisher ungekannte Chicness.

Glotzen und Zappen gleichzeitig

Wirklich interessant wird es bei den neuen Funktionen: Das Videofenster lässt sich nun in vier verschiedenen Größen anzeigen, Filme werden endlich nicht mehr unterbrochen, wenn man zwischen den unterschiedlichen Kanälen, Playlisten und Videos hin- und herzappt. Eine praktische Stöberfunktion, die Nutzer schon seit Langem gefordert hatten. Wer mit Firefox oder dem Internet Explorer im Netz unterwegs ist, schaut allerdings in die Röhre. Google lässt nur diejenigen an den erweiterten Funktionen teilhaben, die mit dem Hausbrowser Chrome im Netz unterwegs sind. Eine ärgerliche Einschränkung, die den Monopolvorwürfen neuen Zucker geben dürfte.

Die ersten Testurteile fielen dennoch positiv aus. Irritiert nahmen einige User jedoch zur Kenntnis, dass das Unternehmen die Gunst der Stunde nicht dazu genutzt habe, seinen Videodienst - wie zuvor Picasa und Blogger - in das typische Google-"Coorporate Design" zu überführen.

Einen konkreten Termin zur offiziellen Einführung des neuen Designs nennt YouTube bislang nicht.

täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools