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16. Dezember 2008, 16:13 Uhr
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Bedrohung für Computer im Umlauf

Derzeit werden Windows-PCs von dem heimtückischen Computerschädling "Zero Day" bedroht. Da im Moment nur Rechner in China betroffen sind, sehen Experten keinen Grund zur Panik. Dennoch geben die Fachleute Verhaltenstipps fürs Surfen im Internet.

Virus, Computervirus, Schädling, Trojaner

Das Bundesamt für Sicherherheit warnt vor einer Bedrohung© DDP

Ein Computerschädling namens "Zero Day" bedroht derzeit PCs. Im Moment seien allerdings nur Rechner in China betroffen, die mit Microsofts Internet Explorer (IE) ausgestattet sind, wie das US-Softwareunternehmen am Dienstag mitteilte. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI hatte wegen der drohenden Gefahr einer Infektion vor wenigen Tagen dazu geraten, die Sicherheitsstufe in dem Browser vorsorglich auf "hoch" zu stellen. Die in Umlauf befindliche Schadsoftware ist vor allem deshalb so tückisch, da es ausreicht, eine infizierte Website mit dem Microsoft-Browser aufzusuchen, um seinen Rechner zu infizieren.

Die neu entdeckte Schwachstelle im Internet Explorer ermöglicht es Angreifern, einen beliebigen Code auf die betroffenen Rechner auszuführen, erklärte das BSI. Dafür müsse der Angreifer sein Opfer lediglich dazu bringen, eine zuvor infizierte Website zu besuchen. Microsoft rät unter anderem dazu, vor allem unter dem Betriebssystem Windows XP vorsorglich im Browser die Unterstützung von JavaScript zu deaktivieren. Andere Sicherheitsexperten sehen in der Nutzung eines alternativen Browsers den besseren Schutz.

Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner sieht jedoch keinen Grund zur Panik. "Wir können keine explosionsartige Ausbreitung des "Zero Day" beobachten", sagte Baumgärtner am Dienstag. Die BBC meldete am Dienstag dagegen rund 10.000 Websites, die nach Beobachtungen der IT- Sicherheitsfirma Trend Micro bereits mit dem Schädling präpariert sein sollen. Vorerst beschränke sich der Schädling allerdings auf Rechner in China, die er zum Beispiel beim Besuch von Online-Spiele- Seiten im Internet attackiert, sagte Baumgärtner. Nutzer von Microsofts Betriebssystem Vista seien zudem durch mehrere Sicherheitsverfahren geschützt.

Der Schädling ist durch ein Versehen ins Netz gelangt. Eine chinesische Firma, die sich aus akademischen Gründen mit Computer- Sicherheit beschäftigt, hatte den Schädling in Umlauf gebracht. Sie sei davon ausgegangen, dass Microsoft die Sicherheitslücke bereits kenne und längst gestopft hätte, sagte Baumgärtner.

Wann das Problem behoben sein wird, steht bisher noch aus. Die Techniker arbeiteten derzeit rund um die Uhr daran, die Sicherheitslücke im Browser zu schließen. Auch die führenden Hersteller von Anti-Virensoftware haben bislang noch keinen wirksamen Schutz veröffentlicht.

DPA
KOMMENTARE (6 von 6)
 
mighty_bender (16.12.2008, 21:32 Uhr)
"Computerschädling"
Hallo stern, schreibt doch mal bitte deutlich in den Artikel, dass der Grund für das Malheur die unglaubliche Zahl an offenen Scheunentoren ist, die Microsoft mit seinen Produkten auf die Menschheit loslässt. Da hüpft kein böser Virus von Ast zu Ast, das ist schlicht und einfach eingebaute Schlamperei. Zur "Zero Day"-Nachhilfe: http://de.wikipedia.org/wiki/Exploit
Blacky007 (16.12.2008, 20:29 Uhr)
Diese Falschmeldung zeigt
wie treudoof und blind der Stern, seine Redakteure und auch andere Medien Meldungen der DPA übernehmen und wie ahnungslos zum Teil die Redaktuere sind!
Eine Zero-Day-Bedrohung ist KEIN VIRUS!, sondern bezeichnet den Zeitraum einer Bedrohung, in der noch kein ausreichender Schutz vor einem Virus gefunden ist - (Verkürzte und vereinfachte Version).
Diese Warnmeldung zeigt wieder einmal sehr eindrucksvoll, dass man dem Geschreibsel von Medien nur einen Bruchteil glauben kann und man es ohnen echte Gegenkontrolle immer anzweifeln sollte, was da so alles an Müll von den Presseagenturen verbreitet wird.
speedbirdsky (16.12.2008, 20:20 Uhr)
zero day
danke fuer info,arbeite mit I-Mec (firefox and Opera)lg manfred
Skaf (16.12.2008, 19:25 Uhr)
Ganz einfach...
- Internet Explorer nicht benutzen, stattdessen lieber Firefox, Opera, Chrome oder auch Safari
- Dennoch Updates für IE installieren
- Statt Outlook Express lieber Thunderbird oder Opera
- Antivirus (Avira, AVG) benutzen und täglich aktualisieren
- Vorsicht bei Downloads im Browser, besonders wenn man nichts angeklickt hat
- Vorsicht bei dubiosen Dateien in E-Mails, im Instant Messenger und aus der Tauschbörse
- Vorsicht auf dubiosen Seiten
- In Vista die Benutzerkontensteuerung NICHT deaktivieren (sie ist wirklich nicht nur dazu da, um zu nerven)
- In früheren Versionen möglichst ein eingeschränktes Benutzerkonto verwenden
- Linux als Alternative ausprobieren und evtl. umsteigen
Yslsl (16.12.2008, 18:35 Uhr)
zero day
...ist keineswegs der _Name_ eines _Computerschädlings_, liebe komplett ahnungslose Redaktion.
Leondriel (16.12.2008, 17:36 Uhr)
Verharmlosung
Gut nachgeplappert, Stern. Was MS sagt, wird schon stimmen...
Man sollte unbedingt einen Alternativbrowser nehmen, da die Sicherheitslücke JEDE gängige Windows-Version (Server, XP, Vista) sowie IE-Version (5,6,7) betrifft. Das wüsste auch der Stern, wenn er sich mal schlau gemacht hätte. Auch sollte klar sein, dass dieser Exploit sich nicht auf China beschränkt. Zum Einen sind die Würmer keine Rassisten, die befallen alle Rechner. Zum Anderen wird sich natürlich sofort jeder auf diese wirklich grobe Lücke, die schon seit Längerem besteht und jetzt erst aus Versehen veröffentlicht wurde, gestürzt haben. Noch leichter kann man nicht in System eindringen.
Aber klar, wär ich Microsoft und hätte meinem Produkt aus Versehen eine scharfe Handgranate mitgegeben würde ich auch sagen "Die explodiert nur in China, und auch nur, wenn grad Freitag der 13. und schlechtes Wetter ist".
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