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Wer beim Facebook-Börsengang absahnt

Rund 16 Milliarden Dollar haben Anleger für Facebook-Aktien ausgeben. Das Geld fließt nicht dem Unternehmen zu, sondern Alteignern wie Gründer Mark Zuckerberg. Wer beim Börsengang Kasse macht.

Acht Jahre nach der Gründung in einer Studentenbude ist Facebook endgültig ein Weltkonzern: Das Soziale Netzwerk hat den größten Internet-Börsengang der Geschichte hingelegt. Mit einer Wahnsinnsbewertung von 104 Milliarden Dollar oder umgerechnet 80 Milliarden Euro ist Facebook an der Börse aus dem Stand teurer als etwa die drei alteingesessenen deutschen Vorzeigeunternehmen BMW, Deutsche Bank und Adidas zusammen.

Der Börsengang von Facebook wird Gründer Mark Zuckerberg sowie frühe Investoren und Mitarbeiter steinreich machen: Der Internet-Gigant konnte seine Aktien am späten Donnerstag zum anvisierten Höchstpreis von 38 Dollar losschlagen. Insgesamt nahmen das Unternehmen und seine Alteigentümer damit 16 Milliarden Dollar ein. Auch Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat einen Teil seiner Aktien verkauft, aber nur um fällige Steuern zu begleichen.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten: Wer beim Börsengang noch alles absahnt.

Mark Zuckerberg

Der Facebook-Gründer hielt bisher 533,8 Millionen Aktien, wird sich aber von 30 Millionen trennen, um Steuern zu bezahlen. Sein verbliebener Anteil ist zum Startpreis von 38 Dollar je Aktie rund 19,1 Milliarden Dollar wert. Zudem wird er auch nach dem Börsengang fast 60 Prozent der Stimmrechte kontrollieren.

Accel Partners

Die Investmentfirma war durch ihren Partner James Breyer unter den ganz frühen Facebook-Geldgebern - und das zahlt sich jetzt aus. 2005 steckte Accel 12,7 Millionen Dollar in das damals noch winzige Online-Netzwerk. Zuletzt hielten Breyer und Accel knapp 201,38 Millionen Aktien, die zum Börsenstart 7,65 Milliarden Dollar wert sind. Davon versilbern sie 49 Millionen Aktien beim Börsengang - das sind immerhin 1,86 Milliarden Dollar.

Dustin Moskovitz

Dieser junge Mann hatte das Glück, sich das Zimmer im Harvard-Studentenwohnheim mit Mark Zuckerberg zu teilen. Er wurde zu einem Mitstreiter in der Anfangszeit von Facebook. 2008 verließ er das Unternehmen, behielt aber seinen Anteil und will sich auch beim Börsengang nicht davon trennen. Die 133,7 Millionen Aktien sind zum Börsenstart knapp 5,1 Milliarden Dollar wert.

Juri Milner

Der russische Internet-Investor kam mit seiner Firma DST relativ spät bei Facebook an Bord und musste entsprechend einige hundert Millionen Dollar lockermachen. Er kann sich trotzdem auf einen fetten Gewinn freuen. Seine 131,3 Millionen Aktien sind knapp fünf Milliarden Dollar wert. Der Russe macht beim Börsengang ordentlich Kasse: Über 45,6 Millionen Aktien im Wert von 1,73 Milliarden Dollar werden verkauft - fast 20 Millionen Papiere mehr als Milner zunächst loswerden wollte. In einem Jahr darf er weitere Aktien abstoßen.

Sean Parker

Einst war er an der Musiktauschbörse Napster beteiligt und galt als "Bad Boy" des Silicon Valley. Doch Parker bewies ein ums andere Mal ein Gespür für gute Internet-Geschäftsideen, was ihn zum Milliardär machte. Bei Facebook war er der erste Präsident und half Zuckerberg, aus der Netzwerk-Idee ein Geschäft zu machen. Seine gut 69,6 Millionen Aktien sind zum Börsengang über 2,6 Milliarden Dollar wert. Er behält sie alle.

Peter Thiel

Der in Deutschland geborene Internet-Investor war unter den ersten, die ihr Geld auf Mark Zuckerberg setzten. Im Jahr 2004 gaben ihm 500.000 Dollar einen damaligen Anteil von gut zehn Prozent. Zum Börsengang sind seine 44,7 Millionen Aktien rund 1,7 Milliarden Dollar wert. Einen Teil macht er zu Geld: 16,8 Millionen Papiere im Wert von 640 Millionen Dollar. Thiel war einst Mitgründer des Bezahldienstes PayPal, dessen Verkauf an Ebay ihm mehrere Dutzend Millionen Dollar brachte. Durch geschickte Investitionen brachte er es danach zu einem Milliarden-Vermögen.

Sheryl Sandberg

Ohne sie wäre der Milliarden-Börsengang von Facebook nicht möglich gewesen: Die Managerin, die von Zuckerberg persönlich bei Google abgeworben wurde, gilt als die Architektin von Facebooks Milliardenumsätzen. Als "Chief Operating Officer" ist die 42-Jährige dafür zuständig, dass die Zahlen stimmen und das Geschäft wächst. Der Börsengang wird sie zur Milliardärin machen: Zusammen mit bald fällig werdenden Optionen kommt sie auf rund 41,2 Millionen Aktien im Wert von über 1,56 Milliarden Dollar allein zum Ausgabepreis.

pen/DPA/DPA

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